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| PfWB stupfen (Bd. 6, Sp. 777) | PfWB auf-stumpfen (Bd. 1, Sp. 405) | |||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'stoßen, jemanden (mehrmals) leicht mit Hand, Ellenbogen, Hörnern anstoßen', stuppe (dubə) [verbr. ges. Pf, Bayer Hackm. 69 Bernhard 157 Christmann Kaulb 19, 61 Glass 100 Hussong Kirkel 148 Klein Prov. 180 Kühn Hamet 137 Mang 108 Müller Dietschw 64 Schandein Ged. 250 Lambert Penns 145 Fogel Prov. Penns Nr. 31 Albrecht 123 Don-Schowe Torscha], stoppe (dobə) [ KL-Reichb], stippe (dibə) [LA-Venn SOPf (Heeger Nachl.)], stupfe (dubfə) [ GH-Neubg]; Part. Perf. g(e)stuppt (gədubd, gdubd) [vereinzelt], gestupft (gədubfd) [ GH-Neubg], stuupt [Danner Penns 75]; Zs.: PfWB ab-, PfWB an-, PfWB auf-, PfWB daran-, PfWB darauf-, PfWB ver-, PfWB herum-, PfWB herum-, PfWB hinaus-, PfWB hinstupfen; vgl. PfWB bumpsen 2 a, PfWB strupfen 2 f. Stupp mich net! [ RO-Obd]. Er hot mich g'stuppt [ BZ-Dernb]. Stupp norre noch lang, do kannscht ebbes erläwe [ NW-Gimmdg]. Ma stoßt un stuppt sich, / verschlaht un knuppt sich [Kraus Pat 8]. Wenn zwää sich stuppen, solang bis ... [Siebenlist 44]. Unne stuppe hilft do nix [Ney 180]. RA.: jemand st. 'jemandem einen Anstoß geben, jemanden an etwas erinnern' [Bergz (Kamm 64) GH-Schwegh]. Den muß mer allegebott st. 'Er vergißt schnell' [ GH-Schwegh]. Aagebore wie'm Kalb 's St. 'Das ist ihm angeboren' [Fogel Prov. Penns Nr. 31]. — b. 'heimtückisch stoßen, anrempeln' [ RO-Gundw Spey]. — c. 'schlagen, verhauen' [ FR-Ebertsh Spey]; Syn. PfWB verhauen 1. — d. 'in eine bestimmte Richtung stoßen'. Stiefkinner werre aus [Bd. 6, Sp. 778] ääm Eckelche ins annere g'stuppt [ KU-A'glan]. Ma werd noch diefer in sei Pein gestuppt [Kraus Naube 33]. Ich stubb die Dejwelsgej off s'Trottwa [Kraus Pat 43]. Stubb nit mei Hand redour! [Kraus Putscheblum 46]. — e. 'beim Klickerschuß mit der Hand zu nahe an die Setzklicker herankommen, mit dem Finger statt mit dem Schießklicker stoßen' [ KU-Sand KL-Mehlb]; vgl. PfWB stupfeln 1 b; Syn. s. PfWB schnellern 2 a. — 2. a. 'stechen'; Brot werd gestuppt 'mit spitzem Holz in den Brot- oder Kuchenteig stechen, damit er beim Backen keine Blasen wirft' [ RO-Als LU-Friesh Opp]; vgl. PfWB stupfeln 2. — b. 'beim Tabakeinnähen die Nadel verkehrt, d. h. die Spitze von sich gewendet, halten'. Der stuppt wirrer [ LU-Neuhf]. — 3. übertr. a. 'provozieren, reizen, aufstacheln' [ SP-W'see Spey GH-Neubg]; Zs.: PfWB auf-, PfWB verstupfen; Syn. s. PfWB nekken. Ää had mich ... mid dänne alde G'schichde g'schdubbd [Braun Lääsebuuch II 229]. Er hot so lang an em g'stippt, bis er'm de Wille geduun hat [ LA-Venn]. RA.: Der Tropp kann nit annerscht, er muß iwweraal rihre un st. 'Er ist ein Aufrührer' [ PS-Erfw]. Den hot der Deiwel g'stuppt 'Er folgt bösen Eingebungen' [ BZ-Dernb]. »Gar nicht selten ist es, daß der Teufel eine(n) g'stupft oder geritte(n) hot etwas zu tun, was er später sehr zu bereuen hatte« [Ph. Gimmel in: Der Wasgau-Bote 13/1934]. — b. 'zurechtweisen, tadeln' [ RO-Messbhf]. Se dun 's bestännich duppe un stuppe 'Sie tadeln es, das Kind, andauernd' [ KL-Hirschhn]. — c. 'schwänzen, blaumachen' [IB-Ommh Hussong Kirkel 148]; vgl. PfWB schwänzen 3; die Schul mol st. [Kraus Allseiläbdah 57]. Heid hänn isch emoo geschdubbd [Hussong Kirkel 148]. Wennde beiij demmsäll nurre ääni Schichd st. dusch, krische schunn die Fläbbe 'Kündigungspapiere' [IB-Ensh (Glass 55)]. — d. 'eifrig lernen' [mancherorts ges. Pf, Höh 135]; vorwiegend gebraucht von ehemaligen Soldaten [Höh 135]; Syn. s. PfWB lernen 1, PfWB ochsen. — Mhd. stüpfen, stupfen 'stechend stoßen, stacheln, antreiben' ( Lexer Lexer II 1274). — RhWB Rhein. VIII 946/47, LothWB Lothr. 510 stuppen; ElsWB Els. II 609; Kluge-Seebold22 711.
| 1. etwas a. 'unsanft aufstoßen'; de Sack ufstumpe (-dumbə), die Hott (im Wingert) u., um den Inhalt zusammenzudrükken [verbr.]; vgl. PfWB aufstoßen. Ich häb mer de Ellboche ufgstumpt [ LA-Mörzh]. — 2. einen a. 'zurechtweisen'. Ich glaab, dich muß ich amol sachte u. [KB-Bischh, verbr.]. — RhWB Rhein. VIII 934.
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