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 PfWB Stummel (Bd. 6, Sp. 763)   PfWB hau (Bd. 3, Sp. 694) 
   Stummel, Stümmelm.:
1.
a. 'Stumpf, verstümmeltes Glied (Arm, Bein, Schwanz), Rest', Stummel (duməl) [vereinzelt], Stimmel (diməl) [RO-Lettw, Klein Prov. 178]; Pl. Stimmel [vereinzelt]; Dim. Stimmelche [Kus]; vgl. PfWB Stumpfen. —
b. 'ein Mensch, der einen Teil von Arm oder Bein verloren hat' [ LU-Friesh]; Zs.: PfWB Bollmehlstümmel. —
2. 'kleine oder zerbrochene Tabakspfeife', Stümmel [Klein Prov. 178]. —
3. 'Zigarettenkippe' [ HB-Schwarzack FR-Merth LU-Limbghf]; vgl. PfWB Focks, PfWB Kippen 1. —
4. 'Ast- und Baumreste'; vgl. PfWB Stümmelholz; Syn. s. PfWB Baumstorzen. a. 1520: wyden zu stymeln zu bynden vnd schnyden [GgHospR]. a. 1607: Jedoch ist den Wachenheimern auß gnaden Hiemit zugelassen, Liegend Hepenholz, wie auch ander Vnholz, vnd Stimmel ... Ligen Lossen, aufzumachen, vnd Heim zu Tragen, Wie von alters [Kurpf. 16482 (NW-Wachh)]. —
5.
a. 'verbliebener Rest in einem Faß, Gefäß'; e Stimmel Millich 'Milchrest im Topf' [ KU-Kaulb Don-Schowe Torscha]; vgl. PfWB Stumpen 6; e St. Mehl 'Mehlrest in einem Mehlsack' [ KU-Kaulb]. VR.: ... un e Stimmel Lauer 'Tresterwein' [ KU-Kaulb], weiter s. PfWB hau 1. a. 1532: vff das im der stomell nit verderb ... hat dan min her noch eynnen stomell inn dem faß, so mag er denn stomell vollenn verschencken als ein ander wirtt [PfWeist. 264/65 (KB-Dreis)]. a. 1621: ist ... ahn stimmeln drub wein ... liegen plieben [WerschwSchR Bl. 384]. a. 1773: 1 Stümmelgen Mehl mit dem Sack [Kurpf. 1588-90 (KU-Rothsbg)]. —
b. 'die beiden Enden eines länglichen Getreidesackes', Stimmel Pl. [RO-Sippf Mang 113]; vgl. PfWB Stumpen 5, Zwerschsack. Dieser Sack ist an beiden Enden zugenäht, in der Mitte bleibt eine Naht zum Füllen offen. Die Enden, die Stimmel, werden nur zum Teil gefüllt und nach vorne und hinten über die Schulter hängend getragen. Er faßt 50 bis 60 Pfund Getreide [RO-Sippf]. Ehr Vatter hodd e Stimmel Geld / Unn veel Gedich im Spund [Kühn Schnitze II 2]. — Mhd. stumbel 'abgeschnittenes Stück, Stummel' ( Lexer Lexer II 1264). — RhWB Rhein. VIII 927/28; LothWB Lothr. 510 Stumpe, Stump; ElsWB Els. II 595 Stummel and. Bed., 596 Stumpen, 597 Stümple; Schwäb. V 1912; DWB DWb. X, IV 403 ff.

 

   hau Interj.:
1. Schallwort, das Bellen des Hundes nachahmend, hau [verbr.]; vgl. PfWB Hauhau, PfWB wauwau. VR.: Drei Säck voll Weinbeere un e Stimmel Lauer 'ein Rest Tresterwein'; ich han e wiediche 'wütenden' Hund gesihn: hau, hau, hau! Ich han e wiedich Katz gesihn: miau, miau, miau! [ KU-Kaulb]. —
2. Scheuchruf für junge Enten [ ZW-Battw], für das Rindvieh [ KU-Heinzhs]. — Südhess. III 158; RhWB Rhein. III 305; Bad. II 572.