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 PfWB Strupf (Bd. 6, Sp. 734)   PfWB Steg (Bd. 6, Sp. 475)   ElsWB Stëg (Bd. 2, Sp. 578a) 
   Strupf m., Strupfe, Strüpfe f.:
1. Schlingen-, Schlaufenförmiges.
a. 'hinten am Schuh, Stiefel angenähte Leder- oder Stoffschlinge zum Anziehen', der Strupp (drub) [ LU-Assh], die Strupp (drub) [ KU-Bedb Hundh Schmittw/O HB-Höch IB-Erfw/Ehling ZW-Ixh RO-Bistschd KB-Albish FR-Albsh NW-Frankeck BZ-Dernb Gal-Josbg], die Stropp (drob) [ KL-Olsbr], die Stripp (drib) [KU-Aschb Bechb Föckbg Godhs IB-Eschring ZW-Battw RO-Callb Ebbg PS-Herschbg FR-Albsh KB-Gauh LU-Hochd LA-Gleisw BZ-Albw, Müller Dietschw 63 Don-Schowe], die Stripf (dribf)

[Bd. 6, Sp. 735]
[ GH-Kand]; vgl. PfWB Strupfen, PfWB Strupfer; Syn. s. PfWB Schlinker 1 b. Die St. om Schuck is abgereß [ KU-Schmittw/O]. —
b. 'Schlaufe, Band an Kleidungsstücken', z. B. zum Aufhängen, zum Zusammenreffen u. a., die Stripp [ BZ-Dernb]. —
c. 'das schmale Band, das die Hose unter dem Fuß zusammenhält', die Strupp [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Steg 4 a. —
d. Teil der Nebelkappe. »Hinten ist eine Strippe und fällt das schnell und einfach aufgewundene Haar in einem Chignon auf den Nacken herab« [Gundelwein in PfW 11/1910 27]. —
e. 'Schlinge, Schleife, Haltevorrichtung u. ä.', die Stripp [Kus Bayer Hackm. 58], der Strupp [Lambert Penns 145]. An meim Duwaksbeirl isch die St. 'die Schleife zum Auf- und Zuziehen' verreß [Bayer Hackm. 58]. RA.: Er hat en an de Stripp 'Er hat ihn in seiner Gewalt, er ist wirtschaftlich abhängig' [Kus]. Dei Schdrupp is net starrik (stark) genunk, wenn sich jemand nicht beherrschen kann [Beam Penns 90]. a. 1777: Draten Strupp 'Schlinge aus Draht' [LU-Assh (alte Akten)]. —
2. 'der abgebundene Teil eines Strangs Wolle, Garnstrang', nur Dim. Strepche [ KU-Einöll]; vgl. PfWB Strüpfsel 2; Syn. s. PfWB Lot 2 b. — Mhd. strüpfe 'Strippe, Lederschlinge' ( Lexer Lexer II 1255). — RhWB Rhein. VIII 863 ff. Stropp, 888 Struppe; Kretschmer 504/ 05.

 

   Steg m.:
1. 'einfacher, schmaler Übergang über einen Bach, kleine Brücke'; Steg (dēg) [mancherorts ges. Pf Christmann Kaulb 12, 69, 77 Mang 95, 149 Müller Dietschw 62 Krämer Gal 206], (dęg) [LA-Siebdg Heeger Südostpf. 15], Stech (dęχ) [ LA-Wollmh], Steech (dēχ) [mancherorts], (dē) [Schneckenburger 54], Stee (dē) [ HB-O'bexb], (d) [HB-Altstdt ZW-Nd'aub O'aub KL-Landstl FR-Bockh]; Zs.: PfWB Bachsteg. Un werft sei Licht wie Schnee so weech / Uf Wälder, Wiese, Weg un Steg [Münch Werke I 86]. RA.: uf Weg un Steg 'überall' [ LA-Wollmh], kon Weg un kon St., von unwegsamem Gelände [ Don-Neufutok]; einem Wäh (Weg, Weech) und Stäh (Steg Steech) verstelle 'jemanden zu hindern; auch, um jemandem absichtlich zu begegnen, den Hof machen' [Kleeberger 101, KU-Schmittw/ O LA-Wollmh BZ-Dierb]. Er kennt jere Weg und St. 'ist ortskundig' [ KU-Schmittw/O]. KR.: Hääle, hääle Sege, / 's Kätzche sitzt uf'm Stege, / 's Hinkelche uf de Mischt, / 's weeß kee Mensch, was an deim Fingerche is [ KU-Diedk]. a. 1407: ... vnd den gangk vor demselben steynin husse von dem stegen an als man heroff off den gangk kompt ... [Koch-Wille II S. 64 Nr. 26 (betrifft Burg Landeck)]. a. 1547: Dieser Bann fahet ahn beym stehe, vnden ahm dorff, ... die Pach hinauff, versus Occasum, widerumb zum Wünschburger stehe. Dieser Bann fahet ahn am Kirch stehe (= Kirchensteg nach Nünschweiler) uf der Brucken [ZweibrOABannb. 88, 89]. a. 1628: ein steg über die bach [PfWeist. I 601 (LU-Fußgh)]. a. 1775: die steeg (Pl.) über die bach [Kurpf. 1659 18 (NW-Weidth)]. —
2. FlN, mda. Om Steeg [ RO-Callb], mda. Stäälche (Dim. aus Stegelchen) [ KU-Rutsw/L], amtl. Am

[Bd. 6, Sp. 476]
Steeg [KL-Landstl]. a. 1314: beim Stege [HornbReg. 532 (HB-Einöd)]. a. 1333: an deme stege, FlN [Lam 1, 67r (BZ-Gräfhs)]. a. 1729: am Stegelgen genant ... einseith die Lautter [Kurpf. A. Nr. 1601, Renovation (KU-Rutsw/L)]. —
3. technisch.
a. 'Querleiste zwischen den Tischfüßen nahe am Boden', Stää Pl. [ KU-Obw/T]. —
b. 'Eisenband, das die Achsenstockbänder am Wagen zusammenhält', Steech [Klein Wag. 107]; Pl. Steche [Klein Wag. 107]; s. Abb. 13 a und b; Zs.: PfWB Backen-, PfWB Deichselsteg; Syn. s. PfWB Achsenband. —
4. an der Kleidung.
a. 'das schmale Band, das die lange Hose unter dem Fuß zusammenhält' [ BZ-Dernb]; Zs.: PfWB Hosensteg, PfWB Strupf 1 c. —
b. 'das Verbindungsstück, das die Hosenträger zusammenhält' [Schandein Bav. IV,2 271 F. Gundelwein in: PfW 11/1910 16]. —
5. weitere Zs. s. PfWB Pfannen-, PfWB Katzensteg. — Mhd. stëc, stëg 'schmale Brücke, Steg, schmaler Weg überhaupt' ( Lexer Lexer II 1153/54). — RhWB Rhein. VIII 565; ElsWB Els. II 578.

 

  PfWB  RhWB Stëg [ʿStáj Geisp.] m. Steg, schmale Brücke. Reim-Verb. Stëg un Wëg, z. B. Eiⁿm uf Stëj un Wëj nochgeʰn auf Schritt und Tritt folgen Z. Str. Er is blind, er kaⁿⁿ siⁿ Stëg e Wëg nit brucheⁿ kann nicht allein gehn Geberschw. ‘ützit zu notthurft bauwen oder sust stäg vnd wäg machen’ Balgau 1471, Als. 1854, 55. ‘redliche dapffere burger .. die stäg vnnd weg wol wissen’ Petri 438. ‘Sein Engel Raphael, Der dir zeig Steg und Wege’ aus dem Morandlied Altk. 1721, Als. 1856, 39. — Schwäb. 508. Bayer. 2, 741.