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 PfWB Streich-brett (Bd. 6, Sp. 686)   PfWB Scheibe (Bd. 5, Sp. 905)   ElsWB Schib(e) (Bd. 2, Sp. 387b) 
  -brett n.:
1. 'Gerät des Maurers zum Verstreichen des Mörtels, des Lehmputzes', Streichbrett [vereinzelt WPf], -breet [ KU-Adb]; Syn.: PfWB Auftragbrett, PfWB Dalasch, PfWB Tragbrett 2, PfWB Verputzscheibe, PfWB Kleb-, PfWB Kleibscheibe, PfWB Kleb-, PfWB Kleibscheit, Maurers-, PfWB Reibbrett, PfWB Reiber 1 b, PfWB Reibscheibe, -scheit, PfWB Sasem, PfWB Scheibe 1 b, PfWB Speisbrett, PfWB -holz, -scheibe, PfWB Sperber, PfWB Streiche 2, Streichscheibe.
2. 'Brett, bzw. Blech am Pflug, das die Schollen zur Seite streicht und umwendet', vgl. Abb. 20 Pflug, Streichbrett [ KL-Reichb NW-Geinsh GH-Schwegh], -breet [ KL-Morb]; vgl. PfWB Mahlbrett, PfWB Riester 1 a, PfWB Riesterbrett, PfWB Streichblech, PfWB Streiche 2. — RhWB Rhein. VIII 815.

 

   Scheibe f.:
1. 'flacher Gegenstand (für techn. Zwecke, als abgeschnittenes Stück Brot, Wurst u. a.)', Scheib, Pl. Scheiwe [verbr., auch Auslandspfälzer, Christmann Kaulb 15, 89 Mang 121 Müller Dietschw 60 Schneckenburger 24 Höh 54], Schäib [ IB-Blickw], Schiew [lothr. SWPf (Keiper Nachl.)]. Im bes.
a. 'Glaseinsatz des Fensters' [verbr.]; Zs.: PfWB Fensterscheibe. —
b. 'Holzscheibe zum Verstreichen des Mörtels',

[Bd. 5, Sp. 906]
Maurerspr. (als Kurzform für die nachstehenden Zs.) [verbr. VPf mittl. MPf, RO-Bistschd KB-Kriegsf, Der Wasgau-Bote 9/1934]; Zs.: PfWB Verputz-, PfWB Kleib-, PfWB Reib-, Schmirgel-, PfWB Speis-, Streichscheibe. —
c. 'Sch. vor der Radbüchse des Bauernwagens' [ KU-Hefw Hüffl ZW-Battw RO-Feilbg Rehbn KL-Fischb Miesb KB-Bubh LU-Alsh/Gr GH-Berg]; Zs.: PfWB Beilen-, PfWB Vorlege-, PfWB Kappen-, PfWB Leuchsen-, PfWB Lunen-, PfWB Rad-, PfWB Schlag-, PfWB Stoß-, PfWB Stock-, PfWB Wagenscheibe. —
d. 'durchlöcherte Sch. am Ende des Stößels im Butterfaß'; vgl. Abb. 30 [ RO-Imsb KL-Alsbn KB-Gauh Kerzh]. —
e. 'Töpferscheibe' [vereinzelt, Beam Penns 91]; Zs.: PfWB Drehscheibe. —
f. ein Teil der Kelter [ NW-Kallstdt]. —
g. 'Scheibenpflug', eine Pflugart [Don-Lenauheim]. —
h. 'Schnitt', vorn. von Lebensmitteln; saure Scheiwe, eine Kartoffelspeise [ LU-Friesh Neuhf NW-Kallstdt]; Scheibelcher, Dim. Pl. 'Kartoffelkloß' [JKurpf. 1930 66 (WPf)]. Die Grumbeere werre in Scheiwe g'schnidde [ GH-Kand]. —
i. s. die Zs. PfWB Blech-, PfWB Dreh-, PfWB Knie-, PfWB Mond-, Ohren-, PfWB Quer-, PfWB Schieß-, PfWB Sonnenscheibe. —
2. 'Kugel zum Kegeln', Scheib [ KU-Schmittw/O]; Zs.: PfWB Kegel-, PfWB Kielscheibe. — Südhess. V 221/22; RhWB Rhein. VII 995 ff.; LothWB Lothr. 445; ElsWB Els. II 387.

 

  PfWB  LothWB  RhWB Schib(e) [ʿSípə Olti. Fisl. Steinbr.; ʿSíwə Heidw. Mü. Felleri. Hüss.; ʿSíp O. U. Tieffenb.; ʿSíw Wh.; ʿSæìp N.; Pl. ʿSípə S., ʿSíwə O. U., ʿSæìwə N.] f. 1. Fensterscheibe. E S. verheieⁿ U., verbrëcheⁿ Fisl., glaseⁿ Hüss. Derber Neujahrswunsch: E glückhaftig Neüjoʰr! Gë mⁱr's gliʰ, odr iʰ wirf üch d Schibe-n-iⁿ! Olti. Schoⁿ wider e Schibe iⁿgworfeⁿ: die Hitz wirds Prügl drwitscheⁿ! Hi. Zss. Schibeⁿbrëttel. 2. Auge. Ich schla dⁱr eini uf d Schiweⁿ, dass de nimmʳ hëll siʰs! Brum. Blaüi Schiweⁿ schlaⁿ

[Bd. 2, Sp. 388a]
die Augen blau schlagen Felleri. 3. Schützenscheibe. Iⁿ d S. schiesseⁿ Bf. Schiweⁿ schlaⁿ Scheiben werfen Heidw. Zss. Schibeⁿschiesseⁿ. 4. Kreisfläche. Uf dr Fleischbrüej is e ganzi S. Schmutz Fett Dü. 5. Unterlagscheibe als Schraubenfutter Steinbr. Dü. 6. bestimmtes Zahnrad aus Holz am Webergarnbaum Bf. 7. das eigentliche Rad am Spulrad Bf. 8. viereckige Heu- oder Grummetfläche, gewöhnlich durch zehn Wëtterhüfleⁿ (s. d.) gebildet K. Z. Wëtterhüfeⁿ oder Durrhüfeⁿ uf Schiweⁿ macheⁿ Heu zum Trocknen ausbreiten Wh. Zss. Schibhufeⁿ. s. auch Schocheⁿ. 9. brennende Holzscheibe als Liebesbotschaft am Abend des Sonntags Invocavit von Anhöhen in die Lüfte geschleudert; über diese Volkssitte s. JB. II 183, III 118, IV 114, V 152, VI 165, X 225, XII 187; Als. 1851, 196. Am ersten Fastensonntag wird um das Feuer ein Reigentanz aufgeführt; je höher die Paare springen, um so besser gerät der Hanf. Längs des Rheins und des Schwarzwalds sieht man überall Feuer aufflammen: so viel man zählt, so viele Jahre habe man noch zu leben. Bläst der Südwind, gibt es ein gutes Jahr; der Nordwind jagt das Heu in die Schweiz Ndrmagst. 10. Semaphor auf Eisenbahnstrecken Z. Bayer. 2, 356.