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| PfWB stolpern (Bd. 6, Sp. 620) | PfWB ver-stolpern (Bd. 2, Sp. 1292) | |||||||||||||||||||
1. 'beim Gehen einen ungeschickten Schritt machen, beinahe hinfallen', stolbere [KU-Kaulb, mancherorts Hussong Kirkel 146 Krieger 59 Lambert Penns 144 Krämer Gal 208], stolwere (dolwərə) [ KU-Schmittw/O, mancherorts], stolwre [PS-Rodalb (Bernhard 155)], stulpere [ ZW-Bottb]; Part. Perf. g(e)stolbert [vereinzelt Lambert Penns 144], gestolwert [ RO-L'meil]; Zs.: PfWB ab-, PfWB ane-, PfWB daher-, PfWB daran-, PfWB darüber-, PfWB herein-, PfWB herumstolpern; Syn. s. PfWB torkeln. Es zittre die Bän. Bloß nit stolwre! [Kraus Arwed 32]. Mit Sandale hat mer jo awwer aa so eklisch stolpre känne [Kröher Lyoner 110]. RA.: iwwer sei äägene Bää (Fieß, en Strohhalm) st. 'sehr ungeschickt sein' [mancherorts, Brandstätter in: PfMHk. 7/8 1925 S. 172]; iwwer sei Zung st. 'stottern' [ GH-Zeisk]. Mer ment, der det hinner de Ee (Egge) rum st., von einem, der schwerfällig geht [ ZW-L'wied]. Bass owacht un stolber net iwwer die Seegmehllinie!, rufen die Fußballzuschauer, wenn sie mit dem Schiedsrichter nicht zufrieden sind [LU-Friesh Lu'haf (Die Rheinpfalz 28. 1. 1967)]. Die is gestolwert 'hat etwas sittlich Verwerfliches getan' [ KU-Schmittw/O]. SprW.: E Gaul hot vier Fieß un stolpert aach, als Entschuldigung für einen begangenen Fehler oder Irrtum [mancherorts Don Gal, J. Enders in: Feierowend 1. 9. 1956 S. 6]. Scherzrede: Vorhien bin ich um die Eck g'schlache, do hot's halwer g'stolwert [ LU-Opp]. Volksgl.: Wemmer uf de Gass stolpert, haaßt's, do liegt e Musikant begrawe [ Don-Neufutok]. Links st. bedeit, 's passiert was Gutes, rechts st., was Unangenehmes [Kaislt]. Wammer uf B'such geht un stolpert mit em rechte Fuß is mer willkomme. Wammer mit em linke stolpert, gängt mer besser wieder heem [Fogel Beliefs Penns Nr. 324]. Wann eens vun de Treger 'Totenträger' stolpert, gebt's noch en Leicht [Fogel Beliefs Penns Nr. 573]. Parodie auf ein Volkslied: Der Jäger aus Kurpalz, / der stolpert iwwer de Grumbeeresack / un bricht debei de Hals [ KU-Reiffb]. — 2. 'stockend lesen, stottern' [KL-Reichb vereinzelt VPf]; Zs.: PfWB verstolpern; Syn. s. PfWB verpappeln 1 c. Der stol- [Bd. 6, Sp. 621] bert alle Ritt beim Lese [ KL-Reichb]. — RhWB Rhein. VIII 736; LothWB Lothr. 501; ElsWB Els. II 593 stolperen.
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