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 PfWB stippen1 (Bd. 6, Sp. 600)   RhWB stippen III (Bd. 8, Sp. 706) 
   stippen1 schw.:
1. 'eintunken'; Weck in de Kaffee stibbe [ KL-Hirschhn]; vgl. PfWB tunken. —
2. 'jemandem die Meinung sagen' [ RO-Als]. — RhWB Rhein. VIII 706/ 07; Kluge-Seebold22 704.

 

  PfWB stippen III das Wort, ndl., mndl., mnd. stippen, im Ablaut zu asächs. stëppon, mhd.  Lexer stëppen, mdl. stuppen, stüppen, ist im Westerw, Siegld, Berg, Rip, Kemp, Klevld verbr., u. zwar Westerw, Siegld -ib-; Rip, Berg, Ruhr -ip-; Kemp, Klevld -ep- schw.: 1. trans. a. etwas st., ausstechen, etwa Disteln, Unkraut,

[Bd. 8, Sp. 707]
Teig; Desseln st. mit dem Steppmetz Kemp, Klevld; de Botter st. mit Figuren ausstechen, zieren Klev, Rees, Dinsl [abseits -ib- stechen May-Löf]. — b. einen Punkt machen; die Flöhe hant mi gestippt Ruhr. — c. etwas st., eintauchen, z. B. Kartoffeln in die Stipp »Zwiebeltunke«, Brot in den Kaffee; ech st. dich jetzt es en't Wasser; de Hänn en't W. st. Westerw, Siegld, Rip, Berg, Ruhr, Rees. An de gönne Kant van de Rhin, do steht en Fättje met Win; ek steppte es (einmal) in, ek plassende es in, ek satt min Hütje of en ging Rees-Milling. — d. die Arme in die Seite st., stemmen Rip. — e. in Rätsel vom Flachs: Se han mech gerippt on h. m. gerappt; se h. m. gestippt on gestoppt usf. Neuw-Rengsd. — f. -i- etwas st., stibitzen Ruhrort u. abseits Bitb-Dudeld. — g. gestippte voll gepfropft voll Saarbr-Völkl (abseits). — 2. intrans. a. mit »sein«. α. gehen von kleinen Kindern; he kos (konnte) bald nit st. op de Ben nicht mehr stehen Kemp, Mörs. — β. durch eine Pfütze waten Ruhr. — b. mit »haben«. α. mit der Fussspitze des zweiten Fusses die Erde berühren, bei einem Sp., bei dem es gilt, auf einem Fusse hüpfend sich zu bewegen; du häst gestippt Siegld. — β. eigensinnig sein, trotzen Neuw-Datzeroth. — Abl.: die Stipperei, dat Gestipp(s).