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 PfWB stierig (Bd. 6, Sp. 584)   RhWB rindig (Bd. 7, Sp. 435) 
   stierig Adj.:
1. 'brünstig, nach dem Stier verlangend', von der Kuh, stierich, stierisch (dīriχ, dīri) [mancherorts, Beam Penns 89 Danner Penns 117 Don-Schowe Krämer Gal 207]; Syn.: PfWB brünstig, PfWB farrig, PfWB faselwütig, PfWB hitzig 2, PfWB laufig 2 a, PfWB rinderig, PfWB sprungfähig, -fertig, -reif; s. K. 366; stierigi Kuh [ ZW-Gr'bundb]. Die stierich Kuh kummt zum Farren [ KU-Schmittw/O]. Die Kuh is wiððer st., sie hot schon mol gestiert [ Gal-Josbg]. RA.: Dem werrd de Schlappe unnig'm Bett st. 'Der hat unverdientes Glück' [Kleeberger 102, Hebel 23]. Do werd em die Nas st. 'Bei kaltem rauhem Wetter läuft einem die Nase' [ NW-Haßl]. —
2. 'verrückt sein nach dem Mann', von der Frau [ LU-Opp BZ-Klingmst]; Syn. s. PfWB mannstoll. — Südhess. II K. 33 farnig; Rhein. VI 344 K. VI 3öchsig; LothWB Lothr. 498 stierich, ALLG I 260; ElsWB Els. II 610, ALA II 9; SSA IV/5.02 brünstig.

 

  PfWB  ElsWB rindig das Wort re·n.iχ, –i- ist nach Wk. VI 3 geschlossen an der Mos in Trier, Wittl, Bernk, dann vereinzelt Koch-Bruttig, Kobl-Güls Kettig Lay Winning, geschlossen wieder in May u. häufiger in Aden-Arft Acht Engeln Hanneb Weibern, Ahrw-Blasw Cassel Fronr, in der WEif nur vereinzelt in Bitb-Badem Beiling Dudeld Gond Herforst, Prüm-Feuerschd (-ę·n.d-), Mürlenb, dann geschlossen in Neuw, Altk-Flammersf [ra·n.iχ Trier-Butzw Biewer, Wittl-Hupperath, Bitb-Dudeld; in Trier (Mos) auch hier u. da -ø-, –y-; in Neuw-Ariend Bruchhsn Dattenbg Erpel Ohlenbg re·n.ə]; dann beginnt rrhn. das Wort als rindiχ, –e- wieder in Lennep-Radevormwald, Ess-Schuir u. häufiger in Dinsl-Eppinghv Hiesf Mehrum Möllen Walsum, lrhn. gegenüber in Mörs allg. (-i-, –ē:, –ę-, –ø-) u. Kemp-Niep, Kref-Fischeln (re·ŋ.əriχ) (es sind also zwei getrennt liegende ziemlich geschlossene Geb. α. Mosfrk, β.Dinsl, Mörs) Adj.: brünstig, von dem Rind, der Kuh; de Kuh mott gelet (geleitet) werden, se ös r. Mörs, Allg.