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 PfWB stierig (Bd. 6, Sp. 584)   PfWB stößig (Bd. 6, Sp. 652) 
   stierig Adj.:
1. 'brünstig, nach dem Stier verlangend', von der Kuh, stierich, stierisch (dīriχ, dīri) [mancherorts, Beam Penns 89 Danner Penns 117 Don-Schowe Krämer Gal 207]; Syn.: PfWB brünstig, PfWB farrig, PfWB faselwütig, PfWB hitzig 2, PfWB laufig 2 a, PfWB rinderig, PfWB sprungfähig, -fertig, -reif; s. K. 366; stierigi Kuh [ ZW-Gr'bundb]. Die stierich Kuh kummt zum Farren [ KU-Schmittw/O]. Die Kuh is wiððer st., sie hot schon mol gestiert [ Gal-Josbg]. RA.: Dem werrd de Schlappe unnig'm Bett st. 'Der hat unverdientes Glück' [Kleeberger 102, Hebel 23]. Do werd em die Nas st. 'Bei kaltem rauhem Wetter läuft einem die Nase' [ NW-Haßl]. —
2. 'verrückt sein nach dem Mann', von der Frau [ LU-Opp BZ-Klingmst]; Syn. s. PfWB mannstoll. — Südhess. II K. 33 farnig; Rhein. VI 344 K. VI 3öchsig; LothWB Lothr. 498 stierich, ALLG I 260; ElsWB Els. II 610, ALA II 9; SSA IV/5.02 brünstig.

 

   stößig Adj.:
1.
a. 'zum Stoßen mit den Hörnern neigend', von Tieren, steßich (dēsiχ) [ PS-Hintwdth BZ-Dierb], staißich (daisiχ) [ BZ-Albw]; e steßicher Bock [ PS-Geisbg]. —
b. 'streitsüchtig, trotzig', von Menschen [ RO-Obd NW-Kallstdt GH-Berg]; Zs.: PfWB hirn-, PfWB hornstößig; Syn. s. PfWB halsstarrig. a. (o. J.): Und were es, das die hueber und meier stöszig würden und nit einander überein kommen könten [Grimm Weist. 549 (LA-Bornh)]. —
2. 'brünstig', vom Rindvieh [ KL-Stelzbg LA-Mörzh]; Syn. s. PfWB stierig und K. 366. —
3. weitere Zs.: PfWB an-, PfWB bannstößig. — RhWB Rhein. VIII 767; ElsWB Els. II 618.