| Netz-Navigator | ||||||||||||||||
| PfWB Stecken (Bd. 6, Sp. 463) | PfWB Bein (Bd. 1, Sp. 668) | |||||||||||||||
1. 'ein dünner Holzstab, Stock', Stecke (dęgə) [verbr., Christmann Kaulb 12, 77 Glass 96 Hussong Kirkel 146 Karch Gimmdg/ Muttstdt 38 Mang 93 Müller Dietschw 61 Lambert Penns 142 Jakob Hw. 28 Krämer Gal 206], Stacke (dagə) [ RO-Rehborn]; Pl. Stecke [verbr.], Steckere (sdęgərə) [FR-Maxd (Bertram § 304)]; Dim. Steckelche [KU-Schmittw/O LU-Alsh Krämer Gal 206 Jakob Hw. 28]; Dim. Pl. Steckelcher [ KU-Schmittw/O], Stecklich [ BZ-Heuchh]; vgl. PfWB Pfahl, PfWB Stab 1; Zs.: PfWB Acker-, PfWB Besem-, PfWB Bind-, Planken-, Bohnen 1-, Brücken-, Flegel-, Fleisch-, Grieß-, Hanf-, Hochzeitsbitter-, Kläpper-, Knopf-, Knüppel-, Knuppert-, Kunkel-, Lad-, Leuchsen-, Meß-, Ofen-, Quack-, Rechen-, Reh-, Reif-, Riester-, Ringel-, Schäfer-, Schaub-, Schützen-, Spazier- 2, PfWB Spinn-, PfWB Standen-, Stückstecken; e dicker St. [ KL-Hütschhs]; de St. ringele 'spiralenförmig die Rinde abschälen' [Schandein Sprachsch. 69]; Stecklich spitze [ BZ-Heuchh]. In äner Hand hat de Belzenikkel 'Nikolaus' en St. [ LU-Alsh, KL-Hütschhs PS-Schmalbg]. RA.: Steckelche schneire 'wirtschaftlich Erfolg haben' [ FR-Mühlh]; mit dem St. ins Wespenescht fohre (stoße) 'jemanden zum Zorne reizen' [ Gal-Bagbg]. Nach einem guten Essen sagt man: Das war besser wie e St. wedder 's Been geschlaa [ KU-Diedk]. Wenn jemand etwas sucht und bei einem anderen danach fragt, sagt man: Ewe hot's e Judd uf em St. fortgetraa [ Gal-Bagbg]. Mer määnt, er hätt en St. im Kreiz, von einem, der sich bei der Arbeit nicht gerne bückt; von einem steifen, unbeweglichen Menschen [KU-Diedk Schmittw/O RO-Dielkch PS-Erfw LU-Friesh NW-Hardbg LA-Gommh Ilbh Mörzh Land BZ-Dierb GH-Kand], dass. für einen Menschen mit Rückenschmerzen [ KB-Kriegsf]. Er hot Stecke in de Bään, dass. [ LU-Opp]; steif wie e St., dass. [ KB-Kerzh Don-Schowe]. Der kann sich e St. dezu stecke 'Der bekommt nichts' [Krieger 16]. Wann der's net [Bd. 6, Sp. 464] gefällt, kannscht de der e St. dezu stecke [Hebel 28, KU-Kaulb Heeger Kerwe 40], wann's net glaawe willsch ..., Beteuerung einer Aussage [PS-Saalstdt, Thielen So rerre mer 112]. Wann der's net langt, steckscht der en St. dezu [LU-Friesh NW-Haßl Spey, Bernhard 153]. Wann deersch net schmackt, Perer, dann kannschde dr e St. drbeistecke, du rorer Voggediewes (Vokativus)! [NPfGV 8/1934]. Ich loss dich iwwer de St. huppse 'verhauen' [ IB-Herbh]. Dem hun ich mereme St. de Stäib aus de Hosse gekloppt, dass. [ KU-Schmittw/O]. Er danzt wie e Lumbe am St. 'tanzt eifrig' [KU-Trahw ZW-Krähbg GH-Kand Krieger 23 PfRh. 13/1934]; vgl. Röhrig 2 S. 613. Do turn ich wie e Lump am St. [Münch Werke II 210]. Er gieht mem St. bei e verreckt Hingel, von einem Angsthasen [Thielen So rerre mer 112]. Die hot viel Koraasch, die geht mer em St. zu me dore Hinkel, dass. [ KU-Schmittw/O]. SprW.: De Stecke hot zwee Enn [Don (Steinmetz)]. 's ich ken Johr an e St. gebunn, 's geht jede Dag e Stick erum [ PS-Th'eischw mancherorts Don Gal Buch]. In de Jugend muß mer sich e St. schneire, daß mer sich im Alder dron hewe 'halten' kann [ KU-Schmittw/O]. Mer muß in de Juchend de St. zur Stitz im Alder schneire [ BZ-Dierb]. a. 1430: eichen holtz ... hauwen zu stekken lenderichen pfehlen oder zureuffen [StArch. NW-Deidh]. a. 1602: aber dem von Eltz gar nit, der mueß sein stecken selbst mitführen [ABlieskst 110]. — 2. bes. Arten von Stecken. a. 'ein schlanker Zweig, bes. vom Haselnußstrauch, vom Weinstock', Stecke [ KU-Reipkch LA-Herxhwey]; Dim. Steckelche [ KU-Bedb], Steckel [ NW-Wachh]; Zs.: PfWB Haselnuß-, PfWB Haselstecken; e schän Steckelche [ FR-Merth]. Wann's Schloose 'Hagel' gibt, fließt Reweblut, / dann bleiwen leere Schdecke [Burgey Keschte 24]. — b. 'der Stengel der Sonnenblume' [ KB-Bubh]. — c. 'das spanische Rohr, der Rohrstock zum Prügeln' [ HB-Kirrbg ZW-Battw LU-Limbghf NW-Frankeck]; Zs.: PfWB Täpel-, PfWB Rohrstecken; vgl. PfWB durchhauen 2, PfWB verhauen 1. De Faulenzer krieht mit em St. [RO-Sippf]. Mit Knippel, Sense un mit Stecke, / Do krie'n die Feind e großer Schrecke [Münch Werke I 87]. 14 Dag lang deht ich dem Kerl mit m St. nooschpringe! [Kühn Kumödi 28]. RA.: e St. ins Kreiz schloon, dass. [ KU-Schmittw/O]; e St. onmesse [ KU-Schmittw/O]; mit dem St. Stroof krieje, dass. [ HB-Kirrbg]. SprW.: Wer e Hund schlaa will, find aach e St. [mancherorts Don Gal Buch]. Volksbr.: Fastnachtsheischelied: Hannabelche Han, die Fassnacht is an, / Fett ins Sippche, Aijer in die Pann, / die Pann rappelt, die Pann rappelt / die Kichelcher sinn geback, / eraus met, eraus met, e paar in meine Sack. / Is e gut Fraa im Haus, langt se mer e Kichelche raus, / is e beeser Mann im Haus, langt er mer en St. eraus [ KU-Hundh]. AR.: Sechs mal sechs is sechsedreißich / un de Lehrer is so fleißich / un die Kinner sin so dumm / geht de St. hinnerum [ LU-Muttstdt]. VR.: Mein Mudder kocht Schnitz. / Derf ich dran lecke? / Kummt se mit'm [Bd. 6, Sp. 465] Stecke. / Spring ich zu de Magd, / Do wer ich ausgelacht. / Spring ich zum Knecht, / Das war recht [GH-Weingt (Wilde 10)]. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, / meine Mutter kocht Saft / mecht gern e bissel schlecke / kummt se mit em St. [ BZ-Billh]. Weitere VR. s. PfWB Mutter 1 a, PfWB Schmied 1. — d. 'der Spazierstock, der Gehstock mit gebogenem Griff' [ LA-Venn]; vgl. PfWB Spazierstock; Zs.: PfWB Gang-, PfWB Hakel-, PfWB Spazierstecken. Er geht om e St. [ KU-Schmittw/O]. Jetzt harrer noch zwee Tritt. Sei Stecke gewwem Halt [Ranssweiler 78]. RA.: Er hot Dreck am St. 'Er hat Fehler gemacht; ist vorbestraft' [WD-Niedkch KL-Reichb Pirmas KB-Kriegsf LU-Opp NW-Hardbg Hussong Kirkel 146 Gal-Josbg]. Der hat Dreck am St. in dere Sach 'Der steht unter Verdacht' [ NW-Freinsh]. Er hät schun Dreck genunk am St. [Münch Werke I 71]. — e. 'der Peitschenstiel', auch die Peitsche selbst [ KU-Hundh RO-Dielkch KL-Matzb KB-Bubh FR-Mörsch]; Zs.: PfWB Peitschen-, PfWB Geißel-, PfWB Holzstecken. — f. 'Holzstab mit Eisenspitze (auch Nagel) zum Beschleunigen beim Schlittenfahren auf dem Eis, auf ebener Fläche', Pl. Steckere [FR-Maxd (Bertram § 304)]; vgl. PfWB Stachel 4. — g. 'Kinderstelze'; Steckelches laafe 'Stelzenlaufen' [ KL-Fischb]. — h. 'gabelförmiger Sommertagsstock, mit Bändern geschmückt' [ PS-Geisbg]; Zs.: PfWB Buchs-, PfWB Brezel-, PfWB Riraro-, PfWB Rira-, PfWB Sommer-, PfWB Sommertags-, PfWB Stabausstecken; Syn. s. PfWB Sommertagsstock; s. Abb. 88e. — 3. übertr. a. 'langer, dünner Mensch' [KU-Einöll Obw/Tiefb HB-Peppk ZW-Schmitshs KL-Matzb LU-Alsh/Gr NW-Haardt BZ-Schweighf Steinf GH-Leimh Rh'zab Gimmel in PfL 27. 11. 1922]; Zs.: PfWB Bohnen- 2, PfWB Gäukelstecken; Syn. s. PfWB Gammel 1, PfWB Riese1 1; langer St. [ RO-Dörrmosch PS-Hermbg BZ-Münchw]; e derre St. [ FR-Grünstdt]. Des esch en langer St. [ ZW-Mauschb GH-O'lustdt]. S'is sunscht keener do, wie so e langer, derrer St., met zwee schwarze Tuppe unner de Nas un eme braune Käschtche unnerm Arem [Müller Lottche 26]. So e St., denne schneid mer sich noch an de letschte Heck, sagt die Frau verächtlich zu einem Werber [R. Müller Die Borjemeeschterwahl 1913 40]. — b. 'eine flachbrüstige Frau' [ PS-Erfw]. — c. Pl. 'lange, dünne Beine' [mancherorts ges. Pf]; vgl. PfWB Bein 2; Zs.: PfWB Reffenstecken. Der hot lange (e Paar, derre) Stecke [ PS-Erfw Fehrb FR-Bockh LA-Gommh]. Ehr Flitschelreckche sell nix decke, / ei jo! - mer sell recht siehn ehr Stecke! [Christmann Grummet 36]. — 4. FlN, amtl. Im Stecken [ NW-Mußb]. — Mhd. stecke 'Stecken, Knüttel, Pfahl, Pflock' ( Lexer Lexer II 1156). — RhWB Rhein. VIII 560/61; LothWB Lothr. 494; ElsWB Els. II 580/81; SSA IV/5.09.
| 1. 'Knochen'. De Kamm es vun Baan 'ist beinern' [ KB-Albish]. Diese Bedeutung erscheint sonst nur noch in festen Prägungen. RA.: Hals un Baa breche [ KU-Rothsbg, allg.]. a. 1567: ein carstvogt ... über hals und bein 'über Leben und Tod' [PfWeist. I 70 (KL-Baalbn)]. a. 1569: unsere ... oberste Gerichtsherren ... über Hals und Bein [Weist. von Heimkirchen (Prot-KArch.)]. Das geht aam dorch Mark un Baan [ FR-Bockh, allg.]; e Kält, daß Stään un Bään zammefreere [ ZW-Gr'bundb, allg.]. VR.: Äne, däne, Dore, die Geiß geht im Kore, der Hirt leit im Loch, hat Hals oun Bään gebroch [ WD-Niedkch]. Volksbrauch: Wenn Kinder die Milchzähne verlieren, werden diese unter die Bettlade geworfen, wobei man sagt: Mäusel, Mäusel, da hab ich ään Bäänl, gib mer ään Zähnl [ PS-Erfw FR-Lambsh BZ-Mühlhf]. S. auch bei Maikäfer. Zs.: PfWB Eis-, PfWB Elfen-, Kinn-, [Bd. 1, Sp. 669] PfWB Schien-, PfWB Steiß-, PfWB Zungenbein. — 2. 'untere Gliedmaßen beim Menschen, vordere und hintere Gliedmaßen des Tieres'. 's Been dut mer weh [westl. WPf, allg.]. Er hot sich 's Baan gebroch [NPf, allg.]. Ich schlaa der die Been am Aasch ab, Drohung gegenüber einem Kind, das sich zu weit entfernt hat [ZW-Stamb, allg.]. Die Bäin gihn noch 'tun noch ihren Dienst' [ KU-Schmittw/O, KB-Gauh]. Spöttisch von Beinen: Hääse s. Hächsen, Lääf s. Läufe. Dicke Beine bezeichnet man scherzhaft als Stempel, B. wie Butterfässer, B. wie e Elefant; lange Beine sind Bee bis uf d'r Bodem [Fogel Prov. Penns. Nr. 104]. Einem Langbeinigen ruft man zu: Mach e Knopp in dein Been! [Hebel 20]. Dünne Beine sind Stecke, Reffestecke, Helzer. Von einem Dünnbeinigen sagt man: Dem schlenkere die Bęin en de Hose wie e Nähtsfarem em Rahmhawe [ WD-Niedkch]. Ulkruf nach der Melodie des Posthorns: Pafie - pafäh - hot die paar Bään! [Kaislt]. Beinschäden: B. wie e Bäcker 'X-Beine' [NW-Frankeck, verbr.]; vgl. Bäckerbein; B. wie e Dachs 'O-Beine' [NPf WD-Niedkch]; vgl. PfWB dachsbeinig; Baan, daß mer e Bierfäßche dedorch scheiwele kann [KB-Bennhs, verbr.]; Bään wie Wagelääf (gebogener Lauf der Wiege) [ PS-Erfw]. Sie hot's in de B. 'hat eine Beinkrankheit' [allg.]. Zs.: Kinds-, PfWB Manns-, PfWB Weiberbein; PfWB Tanzbein; Hammel-, PfWB Schafs-, PfWB Hinter-, PfWB Vorderbein; Bierfäßchen-, PfWB Dachs-, Fäßchen-, PfWB Haken-, PfWB Lang-, PfWB O-, Reiter-, Roman-, PfWB Säbel-, PfWB Salon-, Schepp-, PfWB Stampfel-, Stekken-, PfWB Stempelbein; PfWB Hickel-, Knapp-, PfWB Schnärr-, PfWB Stinkbein; Gummi-, PfWB Holz-, PfWB Stelz-, Stütz(el)bein. — RA.: Auf die Frage, wie es gehe, wird geantwortet: Immer noch uf zwää Been [ ZW-Hornb, allg.], auch mit Zusätzen, wie z. B. ... wie e Gans, nor net so wacklich [ HB-Kirrbg]. Alles uf de Baan 'in Bewegung, arbeitet kräftig mit' [ FR-Bockh, allg.]. Er macht sich uf die Been 'begibt sich auf den Weg' [ ZW-Ixh, allg.]. Er nemmt de Weg zwische de Bään, dass. [ LU-Friesh]. Wart, ich mach der gleich Bään! [ ZW-Battw, allg.]. Die Bään iwwer de Aarm nemme 'schnell laufen' [ LA-Nußd]; die Bään ufhewe, dass. [ KU-Herschw/Petth]; de Schwanz zwische die Bään nemme 'Reißaus nehmen' [ZW-Bottb, verbr.]. Uf eem Bään geht mer net hääm, scherzhafte Begründung, wenn man noch ein zweites Glas leeren möchte [ KU-Bedb, allg.]. Er lääft sich die Bään am Aarsch ab, 'macht um einer Sache willen viele Wege' [ GH-Hatzbühl, allg.], ... reißt sich kään Bään aus 'strengt sich nicht an' [KB Kerzh, allg.]. Stell dich uf de Kopp un verwunner dich mit de Baan, wenn einer seine Bewunderung übertreibt [ KU-Kaulb]. Er is mit'm linkse Been ufgestann 'ist schlecht gelaunt' [ KU-Diedk, <]. Er ging geern mit 'm große Hund pisse, bringt awwer 's Bään net in die Heh [Kaislt]. Der hot Nodle im Been 'ist verrückt' [ ZW-Bottb]. Der steckt soim Vatter die Bään unner de Disch 'lebt noch im Elternhaus' [NW-Freinsh, verbr.]. Er kummt wirrer uf die Bäin 'wird wieder gesund' [ KU-Schmittw/O, allg.]. Er steht nimmi fescht uf de Bään 'ist hinfällig' [ ZW-Gr'bundb]. Er geht uf de letschde Been 'ist todkrank' [ LA-Nd'hochstdt], steht mit äm B. im Grab, hot die B. gestreckt, dass. [verbr.]. Der bringt nix uf die Bee [GH-Schwegh, verbr.]; aam uf die Baan helfe [ FR-Bockh, allg.]. a. (o. D.): soll ihm die gemein ein behaußung uf die bein stellen [PfWeist. I 385 (NW-Elmst)]. Reiß mer 's Baan aus, daß ich lache muß [ KU-Hefw, BZ-Dierb]. Das is besser wie e Been gebroch [verbr. Gal Buch Don Rußl]. 's werd schun werre, der Orschel ehr Bään 'Es wird alles wieder gut', scherzh. [Kaislt]. SprW.: Was mer nit im Kopp hot, des muß mer in de Bään han [BZ-Dierb, verbr.]. Wanns em Esel so wuhl eß, gerer ufs Eis un bricht e Baa [RO-Steinb, verbr.]. Die Lüge hen korze Bee un laafe sich glei müd [Daniel Miller, Pennsylvania German Vol. II, Reading 1911]. Morjestunn had Gold im Mund, awwer Blei in de Bään [ LU-Maudach]. Volksgl.: Wammer Reddich steckt, muß mer sage: So lang as mei Aarm, so dick as mein Been [Fogel Beliefs Penns Nr. 954]. Rätsel: 's kummt eppes mit vier Ohre un sechs Bään zum Dor rein (Reiter) [ GH-Zeisk]. 's hängt ebbes an de Wand un streckt die Bään auseinand (Schere) [Hebel 115]. KR.: Stork, Stork, Steene, mit de lange Beene, mit de korze Kniee, Jungfrau Mariee. Hot e Kind gfunne, war in Gold gebunne, flieg übers Bäckerhaus, hol drei Weck raus, mer een, der een un dem annere gar keen [Heeger Tiere 2. T., 23]. Var. s. bei PfWB Bäckerhaus u. Weck. Ame, die Gäß geht im Same, de Bock geht im Gras, kummt de Bauer mit me Stään, werft em Bock zwische die Bään [ LU-Limbghf]. Weitere VR. s. u. PfWB Bauer 1, PfWB Lauterbach u. Wagner. — 3. 'Beinähnliches', an Geräten, bes. Tisch, Stuhl, Bank, Windmühle; Zs. PfWB Schank-, PfWB Tischbein usw.; an der Hose, Zs. PfWB Hosenbein. — 4. Mangel am Bän, scherzhafte Verunstaltung von Magnum bonum, einer Kartoffelsorte [Wilde 116]. — F. s. K. 30: bēn, bn, bān, Penns.: be:. Pl. fast allg. wie Sg.; ZW-Battw.: Sg. bn, Pl. bn; FR-Tiefth: Sg. bē, Pl. bn; SP-Heiligst:. Sg. bn, Pl. bnər; Gal-Obl: Sg. bn, Pl. bn u. bnər; Pl. mit -er auch in manchen VR, z. B. Storch, Storch, Steener, mit de lange Beener. Dim. WPf u. nördl. VPf mit -χə (bnχə usw.), mittl. u. südl. VPf mit -(e)l (bnl); LA-Nd'hochstdt bęχl, Pl. bęχliχ. — RhWB Rhein. I 589 ff.; Bad. I 139/40; ElsWB Els. II 51.
| |||||||||||||||
| ||||||||||||||||
| © 2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ||||||||||||||||