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 PfWB Stampfes (Bd. 6, Sp. 421)   PfWB Barbara (Bd. 1, Sp. 573) 
   Stampfes m. (n.):
1.
a. 'Brei aus gekochten Kartoffeln, Gemüse, dicke Suppe, dicker Bodensatz einer Suppe', Stambes (dambəs) [verbr., Andre 119 Bayer Hackm. 67 Bernhard 153 Braun Lääsebuuch 194 Kieffer 67 Kühn Hamet 136 Schandein Bav. IV,2 240 Schandein Ged. 249 Thielen 106 Wilde 117 Wilms Alph. 51 Krämer Gal 205], Stombes (dḁmbəs) [IB-Ensh (Glass II 54) NW-Dürkh], Stambis (dambis) [ PS-Erfw], Schdo(a)mbes [Juner 83], Stämbes [HB-Kirk (Hussong Kirkel 146)]; Gen. n. [ KU-Hundh RO-Dielkch LU-Böhl LA-Gommh]; vgl. PfWB Brei, PfWB Gestampfte, PfWB Mus; Zs.: PfWB Bohnen-, PfWB Erbsen-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Kartoffel-, PfWB Kraut-, PfWB Rübenstampfes, PfWB Stampfesgrundbirnen; Syn.: PfWB Barbara 3, PfWB Bärbelchensgrundbirnen, PfWB Pfefferbohnen, PfWB Püree, PfWB Traster, PfWB Erbsenbrei, -püree, -wurst, PfWB Gackes 4, PfWB Gematsche, PfWB Gequatsch, PfWB Grundbirnenbrei, -bumpes, PfWB Leimen 2, PfWB Linsenbrei, PfWB Rübenmus; saure Bohne mit St. 'mit Kartoffelbrei' [Kröher Lyoner 31]. Die Krummbeere werde zu St. verstoße [ PS-Erfw]. Wie soll ich die Krummbeere schneide?

[Bd. 6, Sp. 422]
fragt die Tochter. Schneid se änmol dorch far St., antwortet die Mutter [ PS-Erfw]. Die Grumbeer dut gerore; / Mer mache Schnitz un Stampes draus, / Dun quelle, dun ah brore [Schandein Ged. 108]. RA.: em St. gewe 'jemanden schlecht behandeln' [Otterstetter 224]. SprW.: St. un Kraut - fillt dem Bauer die Haut [vereinzelt Don Gal Buch]; Var.: Kraut und St. - fillt dem Bauer de Wambes [ Gal-Bagbg]. Volksmed.: als Mittel gegen Zahnschmerzen legt man ein Leinensäckchen mit heißem St. auf die Wange [ KL-Fischb]. —
b. 'Pferdefutter aus gekochten Kartoffeln und Kleie' [ PS-Schmalbg]; Zs.: PfWB Kleienstampfes. —
2. 'aufgeweichter Boden, Straßenkot, Unrat' [ KU-Hundh RO-Feilbg PS-Schmalbg LU-Neuhf]; Syn. s. PfWB Baberatsch; 'n schäner St. [ LU-Neuhf]. Das is e St. uf de Strooß! [ LU-Limbghf]. Mir han heit de St. un de Dreck [Kröher Lyoner 8]. RA.: Der hängt im Schdambes 'Er ist betrunken' [PS-Rodalb (Bernhard 153)]; vgl. PfWB Dampes 1. —
3. übertr.
a. 'dicklicher, aufgeschwemmter, unbeholfener Mann' [ LU-Friesh LA-Mörzh Gal-Josbg]; Syn. s. PfWB Dicksack. Des esch aber e St.! [ LA-Mörzh]. —
b. Neckname für die Bewohner von IB-Rohrb [Ingb], KL-Reichb [ KL-Reichb]. —
c. 'der Begleiter des Christkindes, Nebengestalt zum Nikolaus' [Schandein Bav. IV,2 353 Stoll 28, 100, 123]; Zs.: PfWB Stampfesnickel; Syn. s. PfWB Pelznickel 1. —
4. 'Chaos, Unglück'. Die sin noch emol eningedappt in dene St. vun 1939 - 1945 [Kröher Lyoner 95-97]. — RhWB Rhein. VIII 514; LothWB Lothr. 492; Eichhoff WA 67 'der Kartoffelbrei'.

 

   Barbara:
1. weibl. VN, Baw(e)l, Bärw(e)l, Bäärw(e)l, Bäw(e)l (s. F.) [verbr. 1930, selten 1965], rbl [seit etwa 1930 neu aufkommend]. VR.: Wart nor Bäwwele, wart nor Bäwwele, wart ich krie dich doch am Schnäwwele [ PS-Burgalb SP-Harths]. Kraut im Häwwelche, Flääsch im Gäwwelche, ungeschickt Bäwwelche, stoß mers net um [ KL-Fischb]. Bäwwele, Bäwwele, witt, witt, witt, heirat jo kään Nagelschmitt! [Hebel 103]. —
2. '20-25 cm hohe Figuren aus Kuchenteig, die am Barbaratag (dem Tage der Ortsheiligen) gebacken und in der Kirche geweiht werden', rwelcher (Pl.) [ KL-Rodb]. —
3. 'Kartoffelpüree', rwelcher [ LU-Friesh]; vgl. PfWB Bärbelchensgrundbirnen. —
4. = PfWB Rhabarber, Barwera [ KU-Brück RO-Dielkch KB-Kriegsf], Barbera [ KL-Fischb], Babraa [Lambert Penns 20]. Volksetymologische Anlehnung an Barbara. — Zs.: PfWB Anna-, Mariebarbara, Christine-, Butter-, Gäns-, Krach-, PfWB Krautbärbel. — F.: Bed. 1 zumeist rwl u. bäwl; bei den Auslandspfälzern nur erstere Form; rwl [IB-Eschring]; Bed. 4: barwəra. Die an sich schon verkleinerte Form erscheint mit doppelter Verkleinerung als rwlche [WPf] u. Bęwələ [ GH-Westh]. — RhWB Rhein. I 459/60; Bad. I 118.