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 PfWB stampfen (Bd. 6, Sp. 420)   DWB stapsen (Bd. 17, Sp. 868)   PfWB Ge-stampfe (Bd. 3, Sp. 272) 
   stampfen schw.:
1.
a. 'mit den Füßen fest und laut auftreten', stambe (dambə, dḁmbə) [verbr. ges. Pf, Schandein Ged. 249 Schneckenburger 40, Lambert Penns 142 Don-Schowe Torscha], schdommbe [Glass 98], stampfe [ BZ-Dierb]; Part. Perf. gestampt [mancherorts], g'stammt [ LA-Gommh]; vgl. PfWB trampeln, Hirsestampfe(r); Zs.: PfWB ab-, PfWB auf-, PfWB daher-, PfWB darauf-, PfWB durch-, PfWB ein-, PfWB ver-, PfWB fest-, PfWB herum-, PfWB unter-, PfWB zusammenstampfen; st. mit de Fieß [ BZ-Dernb]. Stamp doch net so! [ KL-Matzb]. RA.: Er stampt wie en Stoffel [ LU-Alsh]. —
b. 'schwerfällig, mit schwerem Schritt gehen' [mancherorts]; vgl. PfWB stalpfen, PfWB stapfen; Syn. s. PfWB gehen 1; dorch de Schnee st. [ RO-Obd PS-Erfw LA-Birkw]. Er stampt als dorch de Dreck [ KL-Stelzbg]. Sie sin dorch de Dreck gestampt [ RO-Obd]. Er isch immer d' Gass nunner g'stammt [ LA-Gommh]. RA.: Er stampt wie en alder Gaul [ RO-Obd]. —
2.
a. 'mit einem schweren Gegenstand stoßen, um etwas zusammenzudrücken oder zu zerkleinern', von Speisen (Kartoffeln, Rüben, Sauerkraut, Trauben), von Heu, Mörtel, Lehm, stambe [KU-A'glan Hundh FR-Bockh LU-Friesh LA-Burrw BZ-Heuchh, Krämer Gal 205], stämbe [HB-Kirk/N'häus (Hussong Kirkel 146)]; Part. Perf. gestampt [vereinzelt, Krämer Gal 205]; Grumbiere st. [Pirmas, Krämer Gal 205]; g'stampte Grumbeere [ RO-Callb]; Hai st. [mancherorts ges. Pf]. RA.: Des macht sich iwerm Stambe 'Das wird schon werden', von den Maurern gebraucht [ LU-Friesh]. a. 1515: ... hirßen zu stampen [SpeyGgHospR]. a. 1521: ... mandelkern zu stampen ... 3 mltr. hirschen vnd gersten zu stampen [SpeyGgHospR]. —
b. 'stoßen' [ SP-W'see]. De Belznickel rasselt un stampt mit seim Stock [ BZ-Dernb]. RA.: Ich kann's doch net aus em Bodde st., wenn jemand kein Geld hat und soll dennoch zahlen [ GH-Schwegh]. — RhWB Rhein. VIII 512, LothWB Lothr. 492 stampen; ElsWB Els. II 597; DWB DWb. X, II,1 677 ff.

 

 stapsen, verb., eine art intensivbildung zu stapfen, vermutlich mit dem suffix -atjan, vgl. Wilmanns d. gramm. 2, § 84, anm. 1, in der bedeutung vom grundworte kaum unterschieden. sie begegnet erst in der neueren sprache: er ... stappste dann, als er ihnen (den pferden) endlich hr futter eingeschüttet hatte, unter dem vorbau weg

[Bd. 17, Sp. 869]
in die krugstube. Fontane vor dem sturm 3, 243; und damit griff sie nach ihrer kiepe und stapste wieder aus aus dem zimmer hinaus. 4, 62;

vorn stapste der riese und zagte sehr.
Strachwitz ged. 252 Weinhold.

so auch in mundarten; mit nuancen, die auf einer vermischung von stapfen und tappen zu beruhen scheinen (vgl. DWB stapf I, 6): nordthür. stapsen, herumtappen. Hertel sprachsch. 233; preusz. 'drückend stoszen, mit der nase auf oder in etwas stoszen, wie man junge hunde, die zur reinlichkeit erzogen werden sollen, ehe man sie hinauswirft, in den eigenen urin etc. stapst'. Frischbier 2, 363a. — dazu leipz. 'staps, der, mann, bursch, besonders ein ungelenker, vgl. tap(p)s 2, theil 11, 143f.

 

   Ge-stampfe, -stampfchen.:
1. 'anhaltendes Stampfen', G(e)stamp [verbr.], Gestampch [ KU-Hundh]; vgl. PfWB Gestapfse. —
2. 'das Zerkleinern mit einem Stampfwerkzeug' [ FR-Bockh]. — Zu PfWB stampfen, PfWB stampfchen. — Rhein. VIII 512 Z. 43.