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 PfWB Stalen2 (Bd. 6, Sp. 409)   RhWB Probe (Bd. 6, Sp. 1119) 
  Stalen2 m.: 'eiserner Bolzen, der glühend in Bügeleisen gelegt wird', Stahle (dālə) [IB-Ensh (Glass 96) KU-Diedk]; vgl. Bügeleisen-, PfWB Bügelstahl. a. 1761: 1 Biegeleisen mit 2 stahlen [Kurpf. 940-942 (KU-Einöll)]. a. 1767: Ein Biegel Eissen mit einem Stahlen [Kurpf. 940-942 (KU-Einöll)]. — Zu mnd. stâle 'Stütze' (Rhein. VIII 499 Z. 42). — Rhein. VIII 499 Stalen I 2f; Hess.-Nass. III 723 Stalen2; DWb X, II,1 555 Stahl 'Grundlage, Stütze'.

 

 Probe das Wort wird als Lehnw. empfunden, u. ist deshalb auch im Rip, Nfrk nur wenig eingelautet; der Vokal hier stets -ō:- (nicht --, –ōə-), u. -ō:p, Pl. -bə(n) ist geläufiger als -ō:f, Pl. -və(n) [Eup-Stdt, Aach-Stdt -o·u.f; Kref-Stdt, Mettm-Cronenbg -ū·ə.-; Klevld vielfach -ūf]; im Rhfrk -ūb [im Hunsr auch ; Saarbr-Sulzb -p], Pl. -wə; das Mosfrk fasst das nhd. –ô- als -uo- auf, u. zeigt je nach der Entwicklung des -uo- –ū:f, –ō:-, –o·u.-, Pl. -wə(n); Demin. -īfχən, –ī:-, -ē:- Rhfrk, Mosfrk; sonst -:pχə(n), –:f-, –kə(n) f.: 1. konkret. a. Versuchsstück; gem mer emol e Pr. met; ich well mer e Pr. komme losse, z. B. eine Pr. neuen Getreides, neuer Kartoffeln udgl. Saarbr, Allg.; ebbes op Pr. huəlen (kofen, han, liefern, machen, duhn); enen op Pr. dangen (dingen, mieten) einen Gegenstand (Anzustellenden), z. B. ein Werkzeug, ein Tier, das man etwa kaufen will, vorher zur Pr. erhalten, um ihn auf seinen Wert oder Brauchbarkeit zu prüfen WEif, Allg. — b. Kostprobe; wird man zum Essen genötigt, so sagt der Gastgeber: nemm jo noch e Pröfche; do hätt ech och gern en Pröfche van das möchte ich auch gern kosten Bo, Sieg; en Pr. scheppen NBerg; eine Schlachtprobe vom Schwein, wie man sie dem Nachbar schickt Trier-Osbg Neuhs, Kref-Lank. — Im Klevld gilt Prüfke (Ruhr Pröwken), Pl. -kes; en Pr.kə nähme; doch ist dies wohl eine Abl. zu prüfen, wozu auch Prüf gebildet wird (s. d.). — Proəf m. ein bestimmter Teil Essen im Krankenhause Dür-Stdt 1880. — c. -ūf, Pl. -wən, de Pr.ən holen aus jedem Weinfasse im Keller ein Glas oder eine Flasche zur Pr. holen Verbr. in den Weinbaugeb. von Saar u. Mos. — d. en Pr. Peffer, Some (Same), Papier udgl. nicht nur eine Probemenge, sondern auch eine kleine Menge, z. B. en de Zupp fällt en Pröfche Salz MüEif. —

[Bd. 6, Sp. 1120]
2. abstrakt a. de hät en got Pr. sagt man von einem guten Weinkenner, auch von einem Feinschmecker Ahrw-Sinzig; de Pr. va jet ha nichts weiter von einer Sache verlangen Aach-Stdt. — b. Erfahrung, Begriff, Vorstellung; wen et net erleft hot, den hot noch ken Pr. dervon Prüm-Mürlenb 1860; dau häscht kän Pr. kannst nicht abschätzen, bist unmässig; dau h. och k. Pr. bei de Leiden keinen Takt, Anstand, Mässigung unter den Leuten; dat Framensch elo hot kän Prouf, — as ohne Pr. ist ungebildet Merz, Saarbg. — c. änen uf die Pr. stelle; hen hot de Pr. bestanen Bitb, nach dem Nhd. Verbr. RA.: De hät der Rof (Ruf) un de de Pr. der ist im Stillen tüchtiger als jener, der öffentl. gerühmt wird Eusk-Gymnich. — d. ein Ballsp., die Vereinigung aller Wurf- u. Auffangarten beim Ballsp.; wer eine Pr. beim Spiel zu werfen vergisst, rettet sich durch die Worte: giff, gaff! Saarbr, Aach, Düss-Bilk. — e. Probestunde des Gesangvereins, bei Theaterstücken; gehschde met en die Pr.? Saarbr, Allg. nach dem Nhd.