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 PfWB stäbeln (Bd. 6, Sp. 389)   RhWB stäbeln (Bd. 8, Sp. 483) 
   stäbeln schw.:
1. 'einen Schafspferch auf dem Feld aufschlagen, den Pferch an einem frischen Weideplatz errichten', vom Schäfer, stäwele (dwələ) [KU-Elschb Reiffb RO-Finkb Rehbn Sippf], stäbeln [D. Häberle, Ueber die Weidenamen Saupferch, Viehunner, Unger und Stäbel im Pfälzerwald. In: Der Pfälzerwald Nr. 3 vom 15. 3. 1910 S. 27]. De Schäfer dut st. [ KU-Reiffb]. De Schäfer stäwelt [KU-O'staufb]. —
2.
a. 'Vieh (Schafe, Schweine, Geflügel) im Freien, am Ackerrand weiden lassen' [ KU-Cronbg Friedhs Hachb WD-Niedkch RO-Schiersf KL-Heimkch]; Zs.: PfWB ausstäbeln 1 a. Bes.: auf einem Platz, auf dem nur Ginster wächst, Vieh hüten [ KU-Rutsw/G]. —
b. 'das Weidevieh (Schafe) über Mittag lagern und ruhen lassen' [ KU-Adb Albb Eschau Nanzw Schmittw/O]; Zs.: PfWB herumstäbeln; die Schaf st. [ KU-Nanzw]. —
3.
a.

[Bd. 6, Sp. 390]
'durch die weidenden Schafe gleichzeitig den Boden mit Mist düngen lassen' [ KU-Hinzw Schmittw/O RO-Lohnsf]. Ich hammer der Acker st. geloß [ KL-Niedkch]. Die Wiss werd gestääwelt [ KU-Schmittw/O]. —
b. 'seine Notdurft verrichten', vom Menschen [ KU-Friedhs RO-Dielkch]. —
4.
a. 'Unordnung, Durcheinander, Sauerei machen, Schaden verursachen' [ KU-Nußb Obw/Tiefb RO-Gehrw KL-Rodb]; Zs.: PfWB verstäbeln. —
b. 'in altem Kram herumwühlen, stöbern' [ KU-A'glan]; Zs.: PfWB ausstäbeln, 2, PfWB durcheinander-, PfWB herumstäbeln.
c. 'hängengebliebene Früchte am Baum, auf dem Feld einsammeln' [ KL-Olsbr Ottbg]; vgl. PfWB stoppeln. —
d. 'Feldfrüchte stehlen, ausplündern' [ KU-Frankb Roßb RO-Kalkof KL-Gerhbn]; Zs.: PfWB ausstäbeln 1 b. —
5. 'jemanden zurückweisen, mit Worten abweisen' [ KL-U'sulzb PS-W'fischb]; einen st. [ HB-Mimb]. Er hat ne aber gestäwelt [ IB-Nd'würzb]. —
6. 'unbeholfen gehen, umherstampfen', von Kindern, die laufen lernen [ KU-Rutsw/L]. —
7. s. in PfWB aufstabeln 'aufschichten, auftürmen'. — Form- und Bedeutungsüberschneidungen mit staubeln, stäubeln liegen vor, die Belege sind nicht immer genau zuzuordnen. — RhWB Rhein. VIII 483; Hess.-Nass. III 718 'sich sperren, sträuben'.

 

  PfWB  PfWB  PfWB stäbeln -w- ebd. schw.: 1. einen Acker oder eine Wiese durch eine Schafherde abweiden lassen u. zwar möglichst in längerer Zeit, damit durch die Schafe, die ihre Exkremente fallen lassen, das Feldstück gedüngt wird, was in früherer Zeit, als die Bauern sich noch wenig des Kunstdüngers bedienten, für den Eigentümer recht wertvoll war. Um den Hirten zu solchen dęwələ zu veranlassen, wurde ihm ein Trinkgeld gegeben oder sonst eine Gefälligkeit erwiesen Simm-Laub. — 2.a. einen Platz zertrampeln oder sonst in Unordnung bringen; was hon die Kinn wierer gestäwelt; jetzt werdde Stäwel awwer emol ufgeraumt Meis-Meddersh. — b. erimst. herumstreifen, sich herumtreiben; wie die Kerl sich zugericht hon; eich mecht nore wisse, wo die iwerall erimgestäwelt sin! Simm-Laub. — Abl.: die Stäwelerei, dat Gestäwel.