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| [Bd. 6, Sp. 388] Spitze ist besteckt mit einem Apfel, darunter ist eine Brezel gebunden. An einem waagrechten Ring hängen bunte Papierbänder [ KB-Harxh FR-Bobh Studh Frankth LA-Birkw]. Am St. wird ein mit Geldstücken besteckter Apfel getragen [Grünstadter Gegend (Wilde 9)]. Die Größe des St. richtet sich nach der Größe des Kindes, das ihn trägt; statt des Apfels kann auch eine Apfelsine aufgesteckt sein. Statt an Lätare kann der Umzug auch an Judica stattfinden, die Kinder gehören alle den ersten vier Schulklassen an und singen Frühlingslieder [ LU-Oggh]. Auf die Spitze sind ausgeblasene Eier gesteckt [ LA-Birkw], als weiterer Schmuck dienen Buchsbaumzweige [Bergz]. Die Kinder tragen an Fastnacht den St. herum [ NW-Erph]. In den Apfel an der Stabspitze stecken die Kinder Geld, das ihnen geschenkt wird [ NW-Dürkh]. Neben dem St. tragen die Kinder einen Korb oder eine Tasche für die erwarteten Geschenke [ NW-Hardbg]. Inzwischen kann ein St. auch gekauft werden [ KB-Zell FR-Ebertsh Mühlh], der alte selbstgefertigte St. gilt nicht mehr als vornehm [ KB-Zell]. Die Buben tragen ihren Holzsäbel, die Mädchen den St. [ LA-Birkw]. — S. die bei Sommertag, Stabaus aufgeführte volkskundliche Literatur. — Stoll 47, 98, 184 f. —
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