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| PfWB sprock (Bd. 6, Sp. 362) | DWB sprock (Bd. 17, Sp. 140) | DWB sprockwurm (Bd. 17, Sp. 142) | |||||||||||||||||||||||||
1. 'spröde, rissig, mürbe, leicht zerbrechlich', sprock [KU-Kaulb Trahw RO-Als Hainzth KL-Olsbr Kaislt Pirmas KB-Kriegsf LU-Neuhf NW-Elmst Haßl Spey SOPf (Heeger Nachl.) Bergz (Kamm 62) Christmann Kaulb 60 Kühn Hamet 135 Thielen 106 PfId. 135 Klein Wag. 108 Lambert Penns 140 Krämer Gal 204], spruck [Kus Ph. Gimmel in: PfRSch. 27. 6. 1925], sprak [PfId. 135]; vgl. PfWB brausch, PfWB brock, PfWB brüsch, PfWB sprokkig, PfWB trocken; sprocki Haut 'spröde, trockene Haut' [NW-Kallstdt Krämer Gal 204], sprocke Hoor [ LU-Alsh], sprockes Holz [Krämer Gal 204]. Die Haut is sp. [ KB-Kriegsf Gal-Obl]. Die Hoor (Knoche) sin sp. [ KL-Stelzbg Kaislt FR-Ebertsh LU-Alsh Neuhf]. De Zahn is sp. [ LU-Neuhf]. 's derr Holz is arch (ganz) sp. [ KU-Breitb, KU-Bedb Schmittw/O Kaislt Pirmas LA-Gommh], von alten Birnbäumen, deren Holz leicht bricht [ KU-Trahw], von Kastanienholz [ KU-Blaub], Pappelholz [Kaislt]. Die Zasselwelle 'Bündel aus dürren Kieferästen' hat sprockes Holz [Sunndag 14. 9. 1958]. So sprock sein wie derres Holz [Wilde 289]. Rissiger Boden, hartes Land ist sp. [ GH-Zeisk]. — 2. übertr. 'unnahbar, abweisend', von einem jungen Mädchen. Wer is das sprocke Mäde? [ Buch-Illisch]. — RhWB Rhein. VIII 441; Hess.-Nass. III 706; DWB DWb. X, II,1 140/41.
| 1) mnd. sprock, n. dürres, leicht zerbrechliches reisig, leseholz. 4, 347a, ebenso nnd. sprokk, trockene reiser. 454b, sprok, kleines dürres holz, holzreiser. 4, 178, sprock, abgestorbene baumreiser. 207b, trockenes, gebrochenes holz. 252a, n. und m. leseholz, dürre äste. 2, 357a, daneben sprük 4, 178, auch md.: sarmenta .i. ligna vitis, sprok vel wynranken. voc. Vrat. msc. (nach Hoffmann v. Fallersleben). vgl. mhd. wb. 2, 2, 521a. nov. gl. 327a und oberd.: sprocken, plur. die kleinen abfälle beim kleinhacken der fichtenzweige etc. zu streu. 693. über etymologische beziehungen s. das verwandte sprick oben. vgl. auch die folgenden und sprücke, f. unten: ligna dicta vulgo, ut mos est, stock unde sprock. quelle von 1316 bei 4, 347; en wulf an enem holte was, da hinkt ein alter jude 2) mecklenb. sprock, libellenlarve, in einem rohrhalm verborgen. 85b, aus Hinterpommern bezeugt in der pluralform sprocken. korrespondenzbl. d. vereins f. nd. sprachf. 15, 63, nach Oken bezeichnung der larven von wassermotten, frühlings- oder maifliegen, die sich ein bewegliches futteral aus allerlei dingen, besonders grashalmen und holzsplittern bauen: im deutschen nennt man sie kärder, sprocke, auch hülsenwürmer, im französischen charrées. 5, 1459, auch sprott, sprockaas, sprockwurm, s. diese unten. es ist wol dasselbe wort wie 1 oder eine eng verwandte bildung. 3) pomm. sprokk, eine art kleiner geräucherter fische, sardellen, auch sprott (s. dies unten). 454b. auch das könnte zu 1 gehören. vermitteln würde der begriff der kleinheit. vgl. auch DWB sprock, adj. fragilis unten.
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