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| PfWB Spreu-bettzieche (Bd. 6, Sp. 343) | PfWB Spreu-sack (Bd. 6, Sp. 345) | PfWB herunter-kollern (Bd. 3, Sp. 932) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| 1. 'großer Sack aus Sackleinen zur Aufnahme von Spreu', Sprausack (brausag) [Umg. v. KU-Schmittw/O FR-Albsh Don-Schowe Torscha Krämer Gal 204], Spraue- [ LA-Venn], Sprie- [ WD-Niedkch], Sprier- [ IB-Blieskst]; Pl. -säck (-sęg) [mancherorts]; Dim. Sprausäggel [Umg. v. Germh (Wilde 10), Hebel 119]. Un hott er Geld - e Sprausack voll, / Un Wald un Feld miehn als mer soll [Müller Butterbärwel 12]. Rätsel von der Katze: Vorne wie e Abbel, / In de Mitt wie e Sprausäggel, / Hinne wie e Spaziersteggel [Umg. v. Germh (Wilde 10), Hebel 119]. a. 1760: Zwey alte große Sprausäck [SSp Grafschaft v. d. Leyen Fasz. 99 (BZ-Wernbg)]. — 2. 'ein als Schlafunterlage (Matratze) verwendeter großer Sack aus festem Leinen', meistens mit Haferspreu gefüllt, seltener Gerstenspreu; früher bes. auf dem Land weit verbreitet, Sprausack [KU-Schmittw/O, mancherorts, Wilde 70, 271], Spraue- (brauə-) [ GH-Kand], Sprie- (brī-) [ WD-Niedkch], Schprauversock [Danner Penns 67]; Pl. Spriesäck [ ZW-Battw]; vgl. PfWB Bettzeug, PfWB Strohsack; mit Haferflügel 1 oder Spreu aus Spelz gefüllt [ LA-Mörzh]; bes. für Kinderbetten [ LU-Opp]; lag über dem Strohsack [PS-Schmalbg Müller Gerhardsbrunn 246]. Die Hawwersprau kummt in de Sprausack [ KU-Schmittw/O]. Die Alten schlafen noch in ihren Strohsackbetten auf mit Haferspreu gefüllten Spriesäck als Unterlage [ ZW-Battw]. Ach mein breedi, eeche Bettstatt, / Mein drei Kisse, dick un weech! / Ach mein frisch gestoppter Sprausack, / Un mein Deckbett, wie vun Deeg! [Müller Luscht un Lewe 82]. a. 1746: Ein deckbett mit federn und Züch samt einem sprau sack [Kurpf. 973-976 (FR-Flomh)]. a. 1784: ein alte Bethzüg von Barget samt einem sprausack [SSp Grafschaft v. d. Leyen Fasz. 102 (BZ-Wernbg)]. — Mhd. spriuwersac 'Spreusack' ( Lexer Lexer II 1119). — RhWB Rhein. VIII 425; ElsWB Els. II 344 Spreuersack; Hess.-Nass. III 701; DWB DWb. X, II,1 61/62. —
| 1. = PfWB herabkommen, -komme, -kumme, s. PfWB kommen [verbr.]; vgl. PfWB heruntergehen 1 a, PfWB hinunterkommen 1. Kumm runner! [GH-Kuhdt, verbr.]. Der Newwel kummt runner 'Der Nebel fällt' [ NW-Bobh]. Es räänt, was vom Himmel erunnerkummt [ KU-Hinzw]. In Ausrufen der Verzweiflung s. PfWB Baßgeige, PfWB Strohsack. Kindersprüche: Mondche, komm erunner! [ ZW-Gr'bundb]. Sunn, kumm erunner, Rää (Regen), bleib drowwe! [ KB-Biedh]; dass. auch umgekehrt: Rää, kumm erunner, Sunnche, bleib drowwe [ KB-Bennhs]. Schnee, Schnee, kumm runner, Rää, Rää, bleib drowwe [Kaislt]. SprW.: Wann de Himmel erunerkummt, sin alle Spatze gefang [ KU-Wolfst]. Ein Rätsel s. bei PfWB Geige 1 a. — 2. 'gesundheitlich, wirtschaftlich, [Bd. 3, Sp. 933] moralisch absmken', vgl. PfWB hinunterkommen 2. Er esch arig runnerkumme [BZ-Dierb, verbr.]. Sie kummen als weirer erunner [ KB-Kriegsf]. — Südhess. III 433/34; Rhein. IV 1156 Z. 31; Bad. II 660. —
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