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| PfWB Spitz-strang (Bd. 6, Sp. 310) | PfWB Strang (Bd. 6, Sp. 668) | |||||||||||||||||||||||
[Bd. 6, Sp. 311] Spetz- [ KU-Frankb Kaulb Kreimb Rutsw/L LA-Ilbh], Spitt- [KU-Gangl Herschw/Petth Nerzw Nd'staufb Odb Theisbgstg RO-Lettw KL-Schrollb, Klein Wag. 113], als Dissimilationsformen sind zu betrachten: Bitzstrang [ HB-Höch RO-Dörrmosch Felsbghf Teschmosch], Bitsch- [ KU-Eßw Föckbg Gumbsw Hohöll Jul Kollw Rathskch HB-Jägbg O'bexb KL-Kottw/Schwand Niedkch BZ-Bindb GH-Steinw], Pitsch- [ RO-Ransw KL-Bruchmühlb], Bitt- [ KU-Börsbn Dietschw Hefw Heinzhs Kübbg Nanzw Obw/T Seel RO-Finkb/Gersw Schiersf KL-Morb Reuschb Wörsb], Bett- [ LA-Leinsw]; wegen des paarigen Vorkommens — vom hinteren Ende des Wiesbaums führen zwei Stränge schräg nach unten zur Spannwinde — ist häufig nur der Pl. -sträng bezeugt; Syn. s. PfWB Ernteseil. 's es 'n Sp. verreß [ RO-Rehbn]. Er hot merrem Sp. kritt 'Er hat mit dem Sp. Schläge gekriegt' [ KU-Schmittw/O]. Die gröschte unn stärkschte vun de Borsch hun sich met Knewel, Hacke unn Schbetzsträng ausgerischt uff die Jagd gemach [PfRSch. 17. 2. 1927]. RA.: E Faarem wie e Sp. 'ein dicker Faden' [Kleeberger 129]. Benennung nach Kleeberger 122 Klein Wag. 113 wegen der spitzen Enden des Seils. RhWB Rhein. VIII 378. —
| 1. a. 'am Joch, bzw. am Kummet oder Zugblatt eingehängter Zugstrang, der zum Sielscheit führt und die Kraft des Zugtiers auf den Wagen überträgt (Seil, Leder, aber auch Kette)', Strang (draŋ, drḁŋ) [verbr., Christmann Kaulb 78 Müller Dietschw 63 Lambert Penns 144 Krämer Gal 209], Strank [RO-Lettw KL-Fischb (Kleeberger 121) LA-Mörzh Schmitt Billh. 174]; Pl. Sträng [verbr.], Stränk [BZ-Rinnth Schmitt Billh. 174]; Zs.: PfWB Pferds-, PfWB Pflugs-, PfWB Blätter-, PfWB Teer-, PfWB Draht-, PfWB Eisen-, PfWB Hanf-, PfWB Ketten-, PfWB Leder-, PfWB Leinen-, PfWB Rück- 2, PfWB Wagen-, PfWB Zugstrang. Die Gail leen sich in die Sträng [Krämer Gal 209]. Der Gaul loßt die Sträng net locker 'zieht tüchtig' [ RO-Obd]. De Gaul schläät iwer die Sträng, eine Unart [ KB-Kriegsf]; hierher auch die RA.: iwwer die Sträng schlaae (haue) '(aus Übermut) den üblichen Rahmen verlassen, ausarten, Normen übertreten' [KL-Katzw, verbr., Beam Penns 90]. Weitere RA.: die Sträng anziehe 'streng werden, zurechtweisen' [ RO-Münchw]; keen St. anziehe (anrihre) 'keine Hand rühren, nichts tun' [ KU-Bedb]; an ääm St. ziehe 'gemeinsam, solidarisch handeln' [ NW-Hardbg, mancherorts]; wann alle Sträng verreißen 'wenn nichts hilft, wenn alles schiefgeht' [KB-Bubh, verbr.], meist beschwörend: 's muß geh ('s batt alles nix) un wann alle Sträng reiße [NW-Hardbg, verbr.]. Der hat schun an soveel Sträng gezoo un noch känner verriß 'Er hat schon viel versucht, aber nie richtig durchgehalten' [PS-Schmalbg, mancherorts, Kamm 87 Thielen 112]. Glicklich der, wo luschtisch isch, awer a schafft, / wo Feschtcher fejert un a sei St. zieht [Kraus Arwed 37]. a. 1521: Item 2 pf. 9 ß d vor halßen (s. Halse) strenge seil vnd anders ... dem seyler [Bd. 6, Sp. 669] geben [GgHospR]. — b. 'Seil zum Niederbinden des Wiesbaums' [mancherorts SPf SOPf KU-Einöll Roßb Schmitt Billh. 174]; Zs.: PfWB Bind-, PfWB Ernte-, PfWB Heubaum-, PfWB Heu-, PfWB Spitz-, PfWB Wiesbaum-, Windestrang; Syn. s. PfWB Ernteseil. — c. 'Strick, Seil für verschiedene Zwecke' [mancherorts]; Zs.: PfWB Eggen-, PfWB Gerüst-, PfWB Glocken-, PfWB Granatstrang. 16. Jh.: zu richten mit dem strang, radt vnd schwehrt [PfWeist. 658 (LA-Gleisw)]. — 2. a. 'Fadenbündel', als Maßeinheit für Wolle, Garn [verbr., Lambert Penns 144 Gal-Josbg]; Angaben zur Maßrelation: 1 Strang Wolle = 5 Lot [ LU-Opp GH-Kand], 10 Lot [RO-Als PS-Erfw NW-Frankeck Haßl LA-Impfl], 100 g [ LU-Oggh LA-Gommh], 4 Bündel [ BZ-Dernb], 5 Knack (s. PfWB Knack 2) [ KU-Diedk KL-Reichb]; 4 Stränge = 1 Pfund [ KB-Kriegsf], 5 Stränge = 1 Pfund [ ZW-Battw GH-Kand]; vgl. PfWB Strängel1; Zs.: PfWB Garn-, PfWB Wollstrang; Syn. s. PfWB Lot 2 b; e St. Zwääre (Zwirn). Die Sträng Gore (Garn) werre uf große Spule gespult [ KU-Schmittw/O]. Je, Kend, laaf emol dabber in Fikkingersch e St. Woll fa die Großmomme kaafe! [IB-Ensh (Glass II 54)]. SprW.: Is die Spinnerin noch so faul un krank, / so hat se zu Martini e Strang. / Is se awwer fleißich, hat se Sticker dreißich [ Don-Gottlob]. a. 1537: 12 streng garn [Westpfälzische Geschichtsblätter 1903 48 (ZW-Hornb)]. a. 1621: 10 pfundt wadtgarn vndt etliche sträng, so zu gedachter kleinen Fischwaaden (s. PfWB Fischwate) gebraucht worden [WerschwSchR 178]. a. 1764: 8 Streng Hode (s. PfWB hoden1) garn [Kurpf. 1375 (KL-Mackb)]. — b. 'Haarsträhne' [ LU-Böhl]; Zs.: PfWB Haarstrang. — c. vgl. PfWB Ripp-, PfWB Rückstrang. — 3. a. 'Streifen Landes'. a. 1376: Item 1 strang wiesen bletz [HornbGb.]. a. 1451: ein strangk wiesen ... thuschen der wobersen vnd dem Closter [HornbGb.]. a. 1503: Jtem ein strank stoißt uff die Buhel wiese und uff die Erbach [Zweibr I 724 (HB-Beed)]. a. 1596: zwei streng Wiesen [WerschwSchR 4r]. — b. FlN, amtl. Der Strang [ ZW-Battw], Strank [ HB-Bexb], In den Strängen [ HB-Einöd], mda. Lange Sträng [ LU-Opp]. a. 1621: wieß ... in den Strängen genant [WerschwSchR 23r]; vgl. PfWB Fischerstrang. — RhWB Rhein. VIII 785 ff.; LothWB Lothr. 504; ElsWB Els. II 633; Ramge HFA K. 57.
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