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 PfWB Spieß-holz (Bd. 6, Sp. 281)   DWB spieszholz (Bd. 16, Sp. 2468) 
 -holz n.: 'dünne Gerte, Rute'; a. 1465-70: Vnnd sollen sie in dieselben hofe hauwen Spißholtz zu brennen [SpeyHochst. 211 (Bienwald)]. DWB DWb. X, I 2468. —

 

 spieszholz, n., frühnhd.: die grossen, bösen stachlichen disteln, oder die andern disteln, so unser bauren toll graet heissen, die man mit sensen, sicheln, und harcken oder spiesholtz aussondern mus in der erndte. Luther 8, 170a, mhd. spiʒholz, zum schlagen gebraucht (vgl. spieszgerte, spieszrute):

er hieʒ eʒ (das 'getwerc') zwêne knehte
ûf einen tisch strecken
unde wol durchrecken
mit guoten spiʒholzen zwein.
Hartmann Erec 1068;

unde swen ich in lâze her in,
so sich bî dînem lîbe, ...
daʒ dû driu starke spiʒ holz
habest zuo dem knappen stolz
brâht, und drî |guote| ruoten
mit zæhen esten guoten.
Hagen gesammtab. 2, 118, 331;

ainem knecht winckt er dar ...
und hiesz jn ze holtz gan
und des nit enlan
gewinnen jm fier spisz holtz
die sigent als ain vogel boltz
und das si sigent waich (er will damit seine frau schlagen).
Laszberg lieders. 1, 619, 141.

als abgabe, vielleicht collectivisch: der butel bi dem bache gît spisseholz. quelle bei Lexer mhd. handwb. 2, 1105; so auch nd. VII pondera spitholt. quelle bei Haupt anm. zu Erec 1068. die grundbedeutung ist spitzes holz. vgl. spiesz II, 4.