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| PfWB Spiel-mann (Bd. 6, Sp. 276) | PfWB Pflanze (Bd. 1, Sp. 851) | |||||||||||||||||||||||||||
1. 'Musiker', -mann [mancherorts, Lambert Penns 139 Krämer Gal 202]. Olsemol ward g'donzt, wann se 'n Speelmann hen [Horne Penns 129]. RA.: abkumme ohne Sp. 'sterben' [ ZW-Lambsbn]. Du musch's net immer sähne, wu d'Speelmann d' Geich hinhingt 'Du mußt nicht immer bis zuletzt beim Tanz bleiben' [ BZ-Dierb]. Volksgl.: 's dreizehnt Kind gebt en Spielmann [Fogel Beliefs Penns Nr. 161]. VR.: Hopp, hopp, hopp, hopp, / mei Geld is fort. / De Spielmann hat's im Ranze, / geh mer weg, du stolze Krott, / mit dir kann ich net danze [PfRSch. 2. 12. 1934, auch Gal-Dornf Josbg Obl]; einen weiteren [Bd. 6, Sp. 277] VR. s. PfWB Pflanze 1. a. 1723: Berufsbezeichnung Spielmann [Luth. Kirchenbuch Nr. 3 Pirmas]. — 2. 'das dritte Kind, wenn die älteren Geschwister ein PfWB Getänze, d. h. Bube und Mädchen waren' [ KU-Schönbg]; vgl. PfWB Trompeter 2 a. — 3. nur Dim. 'Lilienhähnchen', ein Käfer, den Kinder in die Hand nehmen und leicht drücken, so daß er zirpt, Speelmännche [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Geigenmann 2 a, PfWB Geiger 2, PfWB Lilienhähnchen. — RhWB Rhein. VIII 333 ff; LothWB Lothr. 486; ElsWB Els. I 686.
| 1. 'Setzling', allg. 'die zum Aussetzen bestimmte junge Gemüsepflanze', im Tabakanbaugebiet (VPf) auch 'der Tabaksetzling', im Waldgebiet auch 'der Baumsetzling', gew. im Pl. Planze, Pflanze, s. F. Zs.: PfWB Ballen-, Erdbeer-, PfWB Forst-, PfWB Kappes-, PfWB Kraut-, PfWB Spinat-, PfWB Städter-, PfWB Stadt-, PfWB Wald-, PfWB Würzwischpflanze. Die P. kummen 'gehen an' [NPf, allg.], kimmern 'verkümmern' [allg.], sin useelich 'schlecht entwickelt' [ BZ-Apphf], stihn so dick (dicht) wie die Hoor uf'm Hund [ KU-Schmittw/O]. RA.: Des is mer noch e Plänzel 'ein verzärteltes Mädchen' [Wilde 289]. SprW.: Klenne Plänzcher brauchen viel Wasser, zur Entschuldigung, wenn ein Kind viel trinkt [Kaislt]. VR.: Gelleriewe, Kollerawe sin die beschte Planze, wann mei Vatter Spielmann werd, werr ich besser danze [ Gal-Brotschk]. Volksgl.: Wenn Pflanzen weiße Blätter bekommen, sterben oder verunglücken die Eigentümer des Feldes [ KL-Ottbg]; so auch andernorts, s. Wilde 217. a. 1521: Item 6 β Pf vor 4 tage pflenß zu ropfen [GgHospR]. — 2. 'Schnittlauch (Allium schoenoprasum)' [ PS-Trulb Pirmas]. — F.: blands und blḁnds, bezügl. [Bd. 1, Sp. 852] a und ḁ s. PfWB ander; an der Südgrenze der VPf bflands; Dim. blęndsχə -jə, blęndsl, Pl. blęndsχər, -jər, -əlχər, -liχ, zur Verbr. s. K. 27 (Bäumchen Sing./Pl.). — RhWB Rhein. VI 758/59; Bad. I 206.
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