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 PfWB Sperber2 (Bd. 6, Sp. 261)   PfWB rahn1 (Bd. 5, Sp. 355)   ElsWB ran (Bd. 2, Sp. 261b) 
   Sperber2 m.:
1.
a. 'der Greifvogel Accipiter nisus', Sperwer (bęrr) [mancherorts ges. Pf, Müller Dietschw 61 Schneckenburger 20], Sper- ber [vereinzelt (nach dem Schd.), Krämer Gal 202], Pl. wie Sg. [vereinzelt], Sperbere [PfId. 134]; vgl. PfWB Taubenstößer, PfWB Gutzaar, PfWB Sprinze 1, PfWB Stoßvogel; RA.: esse wie e Sp. 'wenig essen' [ PS-Lu'wink]. Der sieht aus wie e Sp., von einem Mageren [ KL-Reichb]. Der is so dinn wie e Sp., dass. [ KU-Schmittw/O]. Der es sou har (hager) wie e Sp. [ WD-Niedkch]. De Gugguck (Kiebitz) gibt im Winder e Sp. 'Der Kuckuck (Kiebitz) verwandelt sich im Winter in einen Sperber' [ KU-Schmittw/O, RO-Dielkch]. —
b. 'Habicht (Accipiter gentilis)' [KU-Nanzw Odb Reiffb Rutsw/G RO-Lohnsf KL-Landstl Matzb PS-Windsbg Kirchhbol]; Syn. s. PfWB Habicht 1. —
2. eine Hühnerrasse (mit gesprenkeltem Gefieder) [ LU-Friesh]; vgl. PfWB gesperbert; Zs.: PfWB Kuckuckssperber. —
3. übertr. 'hagere, schmächtige Person, Mensch, der wenig ißt' [verbr., Wilms Alph. 46 PfId. 134]. Das is nur e Sp. [ LU-Limbghf]. Das is e rechder Sp. [ NW-Frankeck]. Das isch e rahner (s. PfWB rahn1) Sp. [ BZ-Kap/Drusw]. Unser Klääner, des is en Sp. [ LU-Muttstdt]. —
4. 'das Mörtelauftragbrett des Maurers', Schberwer [Krebs 21]; Syn. s. PfWB Auftragbrett. — RhWB Rhein. VIII 318; LothWB Lothr. 485 Sperwel; ElsWB Els. II 548; Suolahti 362 ff.

 

   rahn1 Adj.: 'mager, dünn, schlank, feingliedrig', von Mensch und Tier, rahn (rān) [RO-O'mosch PS-Erfw NW-Gimmdg Haßl Lambr Ungst LA-Essing Rhodt Venn BZ-Dernb Steinf Bergz (Kamm 52) GH-Minf Neubg Höh 61 PfId. 112 Journ. 4/1787 215 Schandein Ged. 246], rahn [IB-Rohrb HB-Kirrbg Nd'gailb ZW-A'hornb Käshf Mittb Rieschw PS-Münchw L'mühl Pirmas (Kieffer 60) KL-Wörsb Klein Prov. 78 Don-Heufeld Krämer Gal 171], rohn [Gal-Hohb (Krämer Gal 171)], rohn [ IB-Ommh], rahm [ KU-A'glan WD-Niedkch], rohm [ KU-Adb]; Dim. rahnche, rahnch, s. u.; subst.: e Rahner 'ein Magerer' [Pirmas (Kieffer 60)]; vgl. PfWB mager 1, PfWB rahnig, PfWB rein; e rahn G'sicht [ NW-Geinsh]; e rahner Kerl 'schlanker und zugleich großer Mensch' [Kaislt LA-O'hochstdt]; e rahner Sperber, dass. [ BZ-Kap/Drusw]; e rohnes Männche [ Gal-Hohenbach]; e rahnes Ding 'ein zierliches Mädchen' [ LA-Ilbh]; e rohmer Hund [ KU-Adb]; rahn Holz 'Äste von Hecken oder Holzsplitter zum Feuermachen' [ FR-Saush]. Er isch so rahn wie e Stecke [südl. VPf (PfL 11. 9. 1925)]. Ach, isch der so rahn! [ BZ-Rinnth], so rahnche! 'so hager' (das Diminutivsuffix -che hier Ausdruck des Bedauerns) [ LA-Siebdg]. Das zierliche Neugeborene is nettche, es is ranch [Dimel 139]; Ggs.: PfWB mockelig. — Mhd. rân ( Lexer Lexer II 340); etym. verwandt mit rank (Kluge-Mitzka20 581); rahn > rahn- wenn flektiert. Vgl. PfWB rein II. -

[Bd. 5, Sp. 356]
Südhess. IV 1191/92; RhWB Rhein. VII 66; LothWB Lothr. 400/ 401; ElsWB Els. II 261.

 

  PfWB  LothWB  RhWB ran [rân fast allg.; rôn Bisch. K. Furchhsn. Ingenh. Geud. Wh.] Adj. Adv. schlank, schmächtig, mager, dürr (von Menschen; auch von Tieren und Feldfrüchten Dü.) E raneʳ Mensch Obhergh.; e raneʳ Kërl Logelnh. Brum. Ingw. Er glicht in dëm, ër is nur e bissle raner Horbg.; e r. Maidl Bebelnh. D Bäckereⁿ is e rani, bleichi Përson Bf. Dis is emol e rans Dingl ein schmächtiges Mädchen Molsh. Weis, wënn einer r. is, ist er auʰ gleichi Illk. Er is so r. ufgschossⁿ schlank in die Höhe gewachsen Wh. Si luegeⁿ so r. driⁿ, sëli Kinder; s wurd ⁱʰneⁿ halt oʰ nit allewil ufgstellt, was si gërn hätteⁿ Orschw. E raneʳ Hund Dü. Das sin rani Dürlips magere, dünne und holzige Dickrüben ebd. Zss. rangliderig von einer schwach gebauten Kuh Lobs. ‘rahn’ Stöber Mäder 105. ‘zu dick, zu rahn’ (Gegensatz) 1592 Als. 1858, 100. ‘ein Ran bigend .. Weib’ Fisch. Garg. 87. ‘gracilis rhan dünn’ Gol. 102 ‘raan’ Œlinger 26. ‘rahn graile’ Martin Coll. 155. ‘Sie war rahn von leib’ Mosch. I 178. ‘Rahn schlank’ Klein. ‘s (Lissel) isch maauer, dirr un raan as wie e Jumfer Saare’ Pfm. I 7. ‘Es (das Gaisel) ist halt rahn unn nett gemacht’ E. Stöber II 127. ‘E Zugg von Klosterbrüedre Kummt schmächdi, bleich un rahn’ Schk. 247. ‘Un d hyti Waar, die isch ne viel ze raan’ Hirtz Ged. 209. — Basel 234. Schwäb. 424. Bayer. 2, 102. Hess. 314. Pfalz. Westerw.

[Bd. 2, Sp. 262a]