spaßen schw.: 1. 'Späße machen, Scherz treiben', spasse (basə) [vereinzelt, Krämer Gal 201]. Met dem is net se sp. [ KU-Bedb]. Der loßt net mit sich sp. [Pirmas, vereinzelt]. — 2. sich (mit jemandem) sp. 'necken' [ KU-Kaulb Kreimb Schmittw/O ZW-Battw RO-Dielkch Sitt LU-Oggh Opp]; sich met aam sp. [ KU-Kaulb]; sich mit 'm Kind sp. [ LU-Opp]. Die dun sich sp. [ RO-Dielkch]. — RhWB Rhein. VIII 271; LothWB Lothr. 483. | | uzen schw.: 'foppen, necken, zum besten halten, hänseln', uze (ūdsə) [verbr., Müller Dietschw 70 Schandein Ged. 250 PfId. 145 Klein Prov. 209 Journ. 1786, auch Don Gal Buch Rußl, Krämer Gal 224]; Part. Perf. ge'uzt (gəūdsd) [verbr., Christmann Kaulb 54]; Zs.: PfWB aus-, PfWB ver-, PfWB herumuzen; Syn. s. PfWB veruzen, PfWB necken, weitere Syn.: PfWB anbeizen, PfWB anführen 2, PfWB anstritzen, PfWB aufzwicken 2, PfWB ausspötteln, -spotten, -uzen, PfWB daraufsetzen 2 a, PfWB dazwischennehmen, PfWB triezen, PfWB dussieren, PfWB hochhalten 3, -nehmen, -schrauben, PfWB howenzeln 2, PfWB keilen1 1 b, PfWB kippeln1 2, PfWB lenzen2 1, PfWB locken1 1 c, PfWB micheln, PfWB schäkern2, PfWB spaßen 2, PfWB stöffeln, PfWB stumpieren, PfWB ulken. Der uzt gern die Leit [Krämer Gal 224]. Der loßt sich net u. 'Der versteht keinen Spaß' [ LA-Gommh]. Der kann nix als wie die Leit u. [ KU-Bedb]. Uze loß ich mich vun so eme Lausbuu noch net [ KL-Reichb]. Wann der voll isch, määnt er, er derf jeden u. [ PS-Erfw]. Wann de mich u. willt, muschte dr e annere Esel suche! [Kühn Kumödi 16]. Mich kannsch de nit u., du Massik, du frecher! [Münch Werke I 297]. Awer ich kann froh sin, wenn ma mich nit uuzt, nit schlaht [Kraus Arwed 11]. RA.: die Fisch u. 'den Nasenschleim heraufziehen' [ KU-Diedk]. Wer sich net selwer u. kann, hat kän Humor [Krieger 30]. — Wohl Bildung zu Utz 'Ulrich' wie hänseln zu Hans (Kluge-Seebold22 754), anders Wolf 6012. — RhWB Rhein. IX 88; LothWB Lothr. 525; ElsWB Els. I 87; Post Jüd. 254. | | PfWB ElsWB LothWB uzen das Wort ist von Süd. an allg. lrhn. bis Heinsb-Karken, Kemp, Kref, Mörs-Rheinbg, rrhn. bis zur Ruhr, u. zwar ūtsə(n) [Trier-Stdt ū:ts-; Rip auch ūəts, –ūərts-] schw.: absol. scherzend durch Worte verspotten, hänseln, zum besten halten, auch an einem, einen u. RA.: Wenn einer einen uzt, sagt dieser: Uz dein al Schoh! Kobl, Sieg. A.: Gell, du willscht mich u.? B.: Nä, Uze (Utzenhain) leit nit weit vun Banert (Goar-Badenhard) Kreuzn, Simm. — Abl.: die Uzerei, dat Gəuz, der Uzer (Rip u. Remschd auch Üzer). |
| Im Wörterbuch eingetragene Verweise | | | spasseⁿ LothWB ·spassen RhWB | | Automatisch erzeugte Rückverweise | | | uzen PfWB |
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