-bengel m.: = PfWB Spannreitel, Spannbengel [ GH-Neubg], Spang- [ NW-Hamb]; Syn. s. PfWB Reitel 1 a. | | Bëngel [Pal fast allg.; Pæl Str. W.; Pl. ebenso; Demin. Paəli Banzenh. Dessenh., sonst Paələ, Pæələ] m. 1. dicker Ast, Prügel. Spw. Wëⁿⁿ meⁿ Spatzeⁿ fangeⁿ will, wirft meⁿ nit mit Bëngelⁿ drin mit Grobheiten gewinnt man nichts Bf. Wëⁿⁿ mr e Bëngele änger e Hërd Sui wirft, brüelˡt nummeⁿ die, wo s trifft M. JB II 168. ‘weder mit füsten, messern, bengeln, steinen oder deren glichen’ Str. 15. Jh. Brucker 45. ‘mit Pängel abgetrieben’ Müller 27. ‘die fürnemmsten rädlinsfüehrer an hievor schon hiezue bereiteten benglen vnnd säileren über die mauren hinauß .. gelassen’ Petri 442. ‘Ein Esel, wann er an einem orht felt, vnnd so er wider dahin kompt, mag man jn mit trämmeln vnnd benglen nicht drüber treiben’ Geiler 40. Narr (Kloster). ‘Laß redlich vff sie bengel regen’ Murner Mühle 693. Scherzhafter Neujahrswunsch: Iʰ wünsch dⁱr Glück, e B. uf d Ripp! Geiswasser; ähnlich in Ruf. [Wìnś ni klìkhàftiks neis Jór, a Paələ hìntərs Knìk ùn ains hìntərs Ór]. Iʰ wünsch dⁱr vil Glück, E Bëngl ins Gnick, Un e Hewl uf s Oʰr Bis uf s ander Joʰr! Rapp. JB. VII 166. Rda. An (iⁿ Mü. Jebsh. Su.) dr B. bisseⁿ an eine unangenehme Arbeit gehn Horbg. Do heißt's an deⁿ Bëngl (od. an d Kett) bisseⁿ schwere Arbeit verrichten Ruf. Uf dr B. holeⁿ auf Borg, Pump Banzenh. Ingersh.; vgl. Knebel 2 Seite 501; Bumps. Under m B. haⁿ in der Gewalt haben Geberschw. 2. Strich im Kartenspiel Hf. 3. Rausch Dessenh. 4. strammer, stattlicher Bursche [Bd. 2, Sp. 62a]
Su. Bisch. NHof Z. 5. frecher Bursche, Bengel M. Lohr. ‘D'kleine Lytt hett Gott erschaffe, unn d'große Bengel wachse-n-im Wald’ Str. Als. 1851, 28. 6. Demin. hartgebackenes 4-Pfennigbrötchen Felleri. Ruf. — Schweiz. 4, 1370. F. Schwäb. 848. Bayer. 250. | | Bengel m.: 1. 'derber Knüppel, Prügel', Bengel, Bingel, s. F. [allg.]. a. 1580: es soll auch ein jeder Underthan bei Straff 1 orts Gülden einen guten jagbarn Hundt bestellen undt halten, dem ... ein Bengel anhencken [Friedel 177 (KL-Hoheck)]. a. 1600 (Abschr. 1730): dieser Bezirk ist sehr guth zu einer Haasen Hög, so fern daß die Hund abgeschlossen, oder mit Bengel behengt wären [Kurpf. Fasz. 168 (Wolfsteiner Amtsbeschreibung von Vellmann) S. 116]. — Die höchste Balkenlage in der Scheune heißt Uf de Bängele [IB-Eschring]. Zs.: PfWB Trag-, PfWB Reitel-, PfWB Rung-, PfWB Spannbengel. — 2. 'großer und starker Mensch' auch 'grober, flegelhafter Mensch' [verbr.], 'Schlingel' [Klein Prov. (1792) 45]; auch Schimpfwort. Die Drittklässer (ehedem die oberste Klasse) sin die Bengel [Kaislt]. Zs.: PfWB Saubengel. RA.: Ins Gesicht wie e Engl, hinnerum e Bengl [ ZW-Battw]. Sie hot gemeent, er wär so'n rechter Engel; doch, was sie sehnt, is juscht en growwer Bengel [Birmelin Penns Gezw. 32]. — F.: bęŋl [fast allg.]; biŋl [verbr. südl. VPf]. S. auch PfWB Engel. — RhWB Rhein. I 613/14; Saarbr. 24; LothWB Lothr. 35; ElsWB Els. II 61; Bad. I 146. |
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