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 PfWB Span-korb (Bd. 6, Sp. 195)   RhWB Span II (Bd. 8, Sp. 245) 
   Span-korb, Spän-m.: 'aus Holzspänen geflochtener Korb', meist kleiner ovaler Korb ohne Henkel für Eier oder quaderförmiges Henkelkörbchen für Obst, Spankorb, Spon-, Spun-, Span-; -karb, -kurb, u. a., Verbr. s. PfWB Span und PfWB Korb [verbr., Schmitt Billh. 148], Spänkorb [ ZW-Hornb RO-Höring KL-Heilmosch Hütschhs KB-Bennhs FR-Colgst/Heidh NW-Gimmdg Gönnh LA-Mörzh GH-Lingf]; häufig nur Dim.: -kerbche [WPf nördl. VPf], -kerwel [VPf]. Rhein. VIII 247.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB Span II das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -n-, Pl. -n; Mosfrk -:n [WSaarbg, WTrier, WBitb -ō:-], Pl. -:n [an der Mos ö. Trier u. in Bernk -ē:-; Saarbg, WTrier, Wittl, Bitb, Prüm -ī:-; in Prüm-Ihren, Malm-Vith Amel Heuem -i·ŋ.; Bitb-Mettend Niedersgegen -uŋ, Pl. -i·ŋ.]; Siegld -, Pl. -, -, Demin. -nχə, –-; Rip -ō:n (u. vielfach ohne Schärfung), Pl. -:- [aber huvəlp:n Sieg-Honnef] [Malm, Schleid, Eusk, Köln (Stdt auch -:-, Pl. -:-), Bergh, Dür, Jül -ī:n Sg. u. Pl.; Monsch, Aach, Eup -ī:n, Pl. -nə]; Berg --, –:-, –ō:-, Pl. --, –:-, –:-; SNfrk -·ə.n, Pl. -·ə.n [doch Geilk, Heinsb, Erk, Neuss, MGladb, Kemp vielfach -ī·ə.n Sg. u. Pl. -nə]; Klevld -n, Pl. -n [Pl. -rn Geld-Kevelaer Schravelen]; Demin. -nχə(n), –:- usf. mit dem Umlaut der Pl.formen; im NBerg -nən, –ø-; im SNfrk -·n.kə, –·n.ə u. im Geb. von -ī·ə.n –e·n.kə [doch WSelfk -ī·ə.nkə]; Klevld -ntjə, –- m.: 1.a. wie nhd., beim Holzhacken oder beim Beschlagen von H. durch den Zimmermann, auch Holzsp. genannt, beim Hobeln, auch Huvvel-, Schafsp. genannt, beim Herstellen von Holzschuhen, Klompensp.; sie dienen alle zum Anzünden des Feuers; Eisensp., Isersp., auch Filsp. genannt Allg.; Braunkohlensplitter Altk; Spön mache, huvvele Rip, Allg. RA.: Su düərn (mager) wie ne Sp. Dür, Jül. Ich hauen dich, dat de Spön flege! Rip, Allg. We sech möt dat Beil an't haue göft, de mott afwarde, wat för Spön dat et geəven wer etwas unternimmt, der muss für die Folgen einstehen Kref-Osterath. Wenn ich dich noch emol in de Finger krieə, dann git's Spän! Simm, Allg. Et es en Sp. detöschen (dazwischen) ein Hindernis, ein Streitgegenstand Elbf. Et sen alt (schon) zu vill Sping van dem Bom gehauen etwa von der Mutter gesagt, deren Körperkraft durch viele Geburten geschwächt ist Prüm-Ihren. Wo Holz gehaue göt (wo mer heit), da falle (göt et) Spen! wie nhd. Trier Mehring, Allg.; wo gehubbelt wiərd, do falle Spön Rip; wo de häut (trift), do f. Spiən MGladb, Allg. Hat (haut) nöt ze hih, da sprengt eich kä Sp. an't A (Auge)! seid nicht hochmütig WBitb. Der hot Spän em Kopp ist dumm-dünkelhaft, verrückt Wend, Verbr. Spien machen Holz klein m., übertr. Geld erübrigen, ein geschlachtetes Schwein zerlegen Wittl. Losse ens kummen, do mach ech noch Spön van! Drohung Sol-Leichl, Allg. Der hät ene fort, Spön söken (suchen) er ist verrückt Waldbr-Dreisel. A.: Wo ist er? B.: Up Sieburg an Spin lesen Waldbr-Bladersb. Den kann mich kessen (küssen), wo eich am hihchsten (höchsten) sein, wann eich Spien raffen abschl. Antw. Trier-Schleidw. Wenn de Mann in enem Om (Atem) en Glas utdrenkt on de Frau in drij Dele en Sp. delt, dann komme se ömmer noch dör (durch), — könne se net ganz verderve

[Bd. 8, Sp. 246]
Kemp, Selk, Eup. Scherwen on Spön eten schlecht essen Mörs-Xanten. Der Geizhals verlangt noch, dass der Untergebene Stencher friss on Spön schisst (scheisst) Schleid-Hellenth. Op der Sp. holle seine Lebensmittel in ganz kleinen Massen einkaufen Eup. Öhne us jen Spiene howe (hauen) ihn bei der Diskussion mundtot machen, ihn schelten, ihm Vorwürfe machen Aach-Walh. En de Spön goəhn verlorengehen, sterben; dat geht öm en de Sp. das bringt er nicht fertig Kemp, Geld. Ene en de Spän haue ihn verleumden Rheinb-Meckenh. Dat Holz löf (es) üvver Sp. die Fasern in ihm verlaufen nicht gerade, sondern an den Seiten heraus Sieg-ODollend; ü. Spohs uWupp. Gej mott Stöck för Spin kenne nicht übertreiben Klev. Wer dat Brut zu Plätz backt on dat Holz zu Spän haift (haut), de kemmt net weit Goar; wer zing Holz zu Spän häut un zing Erpəl zu Kuchən bäckt, dat es ən ärmə Mann odder ət jüddər (gibt deren) noch einən (Späne flackern durch die Ofenpfeife hinaus u. heizen nicht; Kuchen sind teuer u. sättigen nicht genug, das Backen nimmt viel Zeit weg) der ist oder wird noch arm Wippf-Bechen. — Pferdsfeld, die Kron, Eckwiller, de Spo Dorfspr. Kreuzn. — b. zu besonderen Zwecken. α. beim Sticken abgebrochene angefaulte Spitze des Weinbergpfahles Wittl-Piesport. — β. Dachsparre Dinsl-Spellen; Holzlatte NBerg. — γ. Glätter, Handwerkszeug des Maurers Neuss-Stdt, Grevbr-Evinghv; -ǫ- Neuss-Strabg, Köln-Kalscheuren; -ū:- Bergh-Brüggen; s. Schleibersp.δ. hervorstehendes Ende am Pferdehamen, Hamsp. (s. d.). — ε. der Spon, der Fürspon, meist et Spönche, et Fürspönche ursprüngl. von Weidenholz geschnittener Fidibus, heute das Schwefelhölzchen, dann auch Strich-, Schwevelspon, –spönche Rip, Nfrk, Siegld [im Geb. von spe·n.kə in Kemp nur diese Bed.; der »kleine Span« heisst etwa Pennke; s. Pinn]. RA.: Der Freier führt sich bei dem Mädchen ein: Ech waəl es bi öuk den Sp. ansteken Berg. Gedreten (gedrissen, geschissen) (geloten) am Spönnschen! abschl. Antw. u. dem zugerufen, der sein Ziel nicht erreicht Elbf. — ζ. Spönnke(s) trecke auslosen mit langen u. kurzen Stäbchen Kemp-Breyell SHubert; Spönschen tr. Mettm-Velbert. — 2. übertr. a. sachl. α. in der Wend. αα. die han Spän viel Geld Kreuzn-Eckw, Birkf-Nohfelden, Ottw-Elversbg, WMosfrk u. Zell, Siegld-Hilchenb, Dür, Jül, Sieg, MülhRh, Sol, Mettm, Lennep. — ββ. et göt Spinn schwere Hiebe Trier-Stdt. — β. Spönnsches scherzh. Kinderzähne Kref-Fischeln. — b. persönl. verächtl. α. auffallend hagerer Bursche, hageres Mädchen Erk-NKrüchten; armseliger Mensch Aach-Merkst; sehr mageres Vieh Sieg-Süchterschd. — β. Taugenichts; darr is en richtiger Sp. Simm-Laub. — γ. eigensinniges Mädchen Koch-Leienkaul Lutzerath. — δ. Knippsp. Mädchen, das im Streite kneift Kref-Stdt.