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 PfWB Sommer-saat (Bd. 6, Sp. 159)   RhWB Saat (Bd. 7, Sp. 656) 
  Sommer-saat f.: 'das im Frühjahr gesäte Getreide', Ggs. PfWB Wintersaat, Summersoot [verbr.]. RhWB Rhein. VIII 206. —

 

  NRhWB  PfWB  ElsWB  LothWB Saat das Wort ist Rhfrk, Mosfrk auf bestimmte Anwendungen beschränkt (hier steht im allgemeinen Sinne Samen); sonst ist das Wort in allen Bed. allg., u. zwar Rhfrk st; sonst z:t, –ō:-, –·ə.-, –- (Pl. s. bei den einzelnen Bed.) Sg. t. f. [m. MGladb u. Kref hier u. da; n. Klevld]; Heinsb unterscheidet f. 1 b folg. von m. 1 a: 1.a. das zu säende Saatkorn, vor allem vom Getreide, Gerschte-, Haver-, Korn-, Wessesot; hierfür im Rip, Nfrk nie Somen, wie im Rhfrk, Mosfrk; bei Gemüse-, Blumensaat kann Rip, Nfrk auch Sot stehen, aber auch mehr Somen; ebenso Röb-, Vugelssot u. -somen; desgl. bei Erpelssot (u. -somen) Saatkartoffeln; mer mossen neu S. gelle (kaufen); S. für et Korn (usf.); S. ege (eggen) (de S. fahre Aden-Engeln) untereggen Rip, Nfrk; et S. in de Grond (drin) make säen Klevld; he hät de S. en de Erd (dren) ist fertig mit Säen Rip, übertr. er hat seine Frau geschwängert Aach-Eschw. S. e je

[Bd. 7, Sp. 657]
Erd! ruft man demjenigen zu, dessen Ferse aus einem Loch des Strumpfes schaut Schleid-Heimb. RA.: Voll wie S. von Obstbäumen u. den Köpfen der Kinder (voll Läuse) Kref-Linn. Dat es en gudde S. an de Erd von einem Verstorbenen, der keinen guten Ruf hatte Gummb, Dinsl. Dor es gene Vogel so quod (böse), of he lött (lässt) et Land si S. Geld-Nieukerk, We frett der S., de es ene Froət Fresser MGladb. — Das Gemüse schütt (schiesst) en de S. Kref. (meist Somen). — b. das Säen in festen Wend., wie ze(r) S. baue das Feld zum letzten Male tief, aber fein pflügen, damit es besät werden kann Rip in Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, kurköln. Neuw, Sieg, im NBerg u. Düss, Mettm, im SNfrk in Heinsb (auch ter S. fahre), MGladb, Kemp, Kref u. Mörs-Neuk (ter (der) Soj (So) baue), Rees-Brünen (z b.); fer de S. fahre im Mosfrk vereinzelt Merz-Zwalb, WBitb, Zell-Raversbeuren, Koch-Greimersbg, Goar-Morshsn; för de S. baue Kemp-Waldniel; uf S. fahre Rhfrk in Saarbr-Feching. RA.: En glöckliche S.! wünscht man dem säenden Ackersmann SNfrk. Drei Däg fir dem Ren (Regen) on dr. D. derno as de best S. Prüm-KlLangenf. Wer Barthelemieves drei Forre (Furchen) zer S. gebaut hät, der ös net für on och net hönger kommt nicht zu spät mit dem Säen Dür-Golzh. Ach (acht) Dag für Michel on a. D. no M. git de beste S. Dür-Drove. De S. am Dag für Himmelfahrt hät für den Flass (Flachs) de beste Art Altk-NFischb. — c. die aufkeimende u. heranwachsende Getreidesaat; de S. steht got (schün) Rip, Nfrk, auch Ottw, Simm-Laubch, uMos, May u. WRand von Saarbg, Trier, Bitb; de Sotten (Pl.; Sore Bernk-Thalfang) stihn gut; et sei sching S. dös Johr Allg. Wenn ein Feld im Flurzwang nicht die S. der Flur trägt, dann sagt man: der (Besitzer) es us der S. Schleid. RA.: Die S. steht (so dicht) wie Hor (Haare) om Hong (Hunde) Rip, — so decht, dat mer en Katt (Katze) drower jage kann Klev. Wenn de Bohne gout gerore, g. ach us Sore Bernk-Thalfang. Fir alles es Rot (Rat), bluss fir ka dick S., weil man das zu viel Gesäte nicht mehr entfernen kann Goar-Weiler. Ne goue (gute) Rot brängt go S. Eup. — et Saat stûvt der Wind schlägt Wellen im Korn Rees, Geld-Schravelen. — d. die Zeit der Saat; en der Haver-, Sommer-, Herst-, Wenters.; en der S. Rip, Nfrk; nur en der Hawers. Rhfrk, Mosfrk. De S. soll de achte September afänge on Medde Oktober nolosse Ottw, Zell-Mastershsn; die erscht S. (vom 8. bis 15. Sept.), die zwät S. (vom 15. bis 22. Sept.) die dritt S. (vom 22. bis 29. Sept.), mit Michelstag endet die Koresoot Rhfrk. Wann de Hohner sech der erscht (zuerst) hannen fidern (federn, mausern), dann as de zwatt (zweite) S. de best Bitb-Kyllbgw. Wen den iərschten Prozess gewönnt on wem de letzt S. geriet (gerät), den soll sengen Kanner et net verzehlen, dat de em net sollen nomachen Bitb-Nweis Seimerich, Prüm-Leidenborn. — e. m. Raps, brassica napus Aach, Geilk, Kemp-Breyell STönis, Mörs-Kapellen Utfort, Mettm. RA.: Wenn der S.

[Bd. 7, Sp. 658]
got es, würd och et Kor (Roggen) got Geilk-Honsd. — f. n. reifes Getreide jeder Art (wie sonst Frucht); et S. rist fällt aus; et S. mäje; et S. opbende, — infahre, in de Las fleje (fleien) in der Scheune aufschichten Geld-Schravelen Walbeck Winnekendonk, Mörs-Repelen Rumeln Wallach Wardt, Klev, Rees, Dinsl-Spellen. RA.: Wat gohn ons de Ratten an, wej häbben doch gen S. Klev. — Lot den Bur mär drosse (dreschen), wenn wej et S. mär (nur) häbbe Rees. — 2. übertr. a. das Gefäss, in dem sich der Samen befindet Altk-Sörth. — b. in der Wend.: Hej hät gen S. mih en't Bäckske (Gefäss) kein Geld Heinsb, Kref, Klevld. — c. in der Wend.: Van dem mott mech der S. neit miəhr för de Oge kuəme! Ausdr. höchster Entrüstung, ich breche alle Beziehungen zu ihm ab Kref; dem seng S. dog net seine Kinder u. er selber taugen nicht Rip, Nfrk; dat es der en S. ausgelassene Burschen Siegld-NSchelden. — d. der Einsatz beim Spiel (auch Söətje) Geilk, Heinsb.