Sinter m.: 'von sickerndem oder schwach fließendem Wasser Abgesetztes, wie Schlamm, Sand', Senner [ KU-Kaulb Kreimb]. — Senkungsform zu mhd. sinter 'Schlacke, Hammerschlag', ahd. sintar (Kluge-Seebold22 674). — RhWB Rhein. VIII 164/65 Sintel, Sinter; LothWB Lothr. 476 Senter; Bayer. II 316. | | PfWB LothWB Sintel, Sinter das Wort, ndl. sintel, mhd. Lexer sinter, ahd. sintar, mndt. sintel (urkdl. sindern Siegld 1421), ist auch innerhalb des Geb. mit Singel, Singer, Sinkel, Sinksel verbr.; für sich allein sindər, –e-, ze·n.dər meist in Bed. 1 b in Birkf-Idar, Ottw, Saar, Trier bis Koch, Wittl, Bitb [ze·n.ər Zell-Briedel Merl]; dann in Bed. 1 a senər Siegld, Altk, u. im o.genannten Geb.; tsintər, –e- Sieg-Menden Scheiderhöhe, Bo, Köln, Berg; zeŋktər, –dər Bergh-Elsd Hüchelhv NAussem; dann WSelfk [Bd. 8, Sp. 165]
zenitəl, zi-; sonst Heinsb zēntəl; Geld, Mörs, Klev, n. einschl. Ruhr -e- [MülhRuhr -təl u. -tər], meist Pl. -ərn, –ələ [Klevld -əlts] m.: 1. Rückstände. a. Ofenschlacke, zusammengebackene Kohlen Verbr. in Siegld, Altk u. in den rip. u. nfrk. Orten (s. o.); im Siegld neben Sennern (Pl.) auch Sennercher. RA.: Schmit (schmeiss) em mit enne S. an de Kopp! Heinsb-Millen. Loət os noch ens kalle (reden, senge) van det Schörrskarerad; ose leve Petter Juəsep hät enne S. en der Bart! Heinsb-Breberen, Geilk-Brüxgen. — b. Rückstand, Bodensatz ausgelassener Butter. — 2. übertr. a. scherzh. Sennern zu hart gebratene Kartoffeln Siegld. Was gibt es zu essen? scherzh. Antw.: S. on Suərmelch. — b. zindər angefeuchteter Rest Tabak im Pfeifenkopf Wittl-Binsf. — c. zendər, –i- Eisenblechstück, beim Schiffsbau gebraucht; in die Fugen der Eichenbohlen wird zunächst Moos gestopft, u. dann werden sie mit S.n dachziegelartig bedeckt; von den seitlichen Zacken aus wird der eine S. in die untere, der andere in die obere Bohle getrieben Mos; zendəl f. uMos, Kobl-SSebastian. |
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