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 PfWB silbern (Bd. 6, Sp. 114)   PfWB Silber-nichtsel (Bd. 6, Sp. 115) 
   silbern, silberAdj.: 'aus Silber bestehend oder wie Silber aussehend', silwern [vereinzelt, Krämer

[Bd. 6, Sp. 115]
Gal 199], silwere [vereinzelt NWPf, Christmann Kaulb 48], silwer [mancherorts, Lambert Penns 150]; vgl. PfWB versilbern, PfWB silberig, PfWB silbernig; e silwere Gawwel [ KU-Schmittw/O]; e silwerner Leffel [KL-Lind (Höh 106)]. RA.: Kinder, die ungeduldig ihre Wünsche äußern oder etwas mitgebracht haben wollen, tröstet man mit leeren Versprechungen wie: Du kriegscht e silwer (silwere, silwernes) Nixel un e goldig Wardeweilche [ LA-Gommh, mancherorts, auch Don Gal Buch], auch umgekehrt: e golde Nixel un e silwer Wardeweilche [ BZ-Dernb]. Volksgl.: Wann en Flint verhext is, muß mer sie mit re silwerne Kuggel lade [Fogel Beliefs Penns Nr. 652]. Rätsel vom aus der Nase hängenden Rotzfaden: 's hängt an der Wand wie e silwere Halsband? [ KU-Kaulb]. RhWB Rhein. VIII 144; LothWB Lothr. 479; ElsWB Els. II 354.

 

   Silber-nichtsel n.: wohlklingende Umschreibung für etwas, was es gar nicht gibt, leeres Versprechen an Kinder, die um ein Geschenk oder Mitbringsel betteln; nur in RA.: Du kriegscht e goldich Silwernixel un e silwer Wardeweilche [ LU-Böhl]. Wenn man ein Geschenk nicht im voraus verraten will, sagt man: e Silwernixelsche unn e goldenes Wḁḁrdeweilsche unn e Schäschdelsche fa ninnseduun [Hussong Kirkel 155]; vgl. PfWB silberig, PfWB silbern, PfWB Warte-ein-Weilchen.