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| PfWB Silber-groschen (Bd. 6, Sp. 114) | PfWB Groschen (Bd. 3, Sp. 452) | PfWB Darm (Bd. 2, Sp. 118) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. 'das Geldstück G.'. a. 'Münze im Wert von 3 Kreuzern', Grosche [mancherorts [Bd. 3, Sp. 453] 1930 in der Erinnerung der Alten]. Sellemols hot mer noch Gille un G. un Kreizer g'hatt [ GH-Kand]. Zs. PfWB Silbergroschen. a. 1777: 1 Sechser = 6 Kreuzer oder 2 Groschen [LU-Assh (alte Akten)]. — b. 'Zehnpfennigstück' [verbr.]. Kannsch dir for e G. Gutsjer kaafe [ NW-Kallstdt]. Heit hat de Botter elf un e halwe Grousche koscht [ WD-Niedkch]. Ich hab kän G. mehr iwwrich [ NW-Frankeck]. RA.: Er bringt sein poor G. fort 'gibt sein letztes Geld aus' [ KU-Schmittw/O]. Do kammer en G. verdiene 'viel verdienen' [LA-Gommh, verbr.]. Er will mich mit paar G. abspeise [ LU-Limbghf]. Ich geb for ihn käin G. [Keiler 45]. Dem hab ich's g'saat for'n G. [ NW-Haßl Spey]. Er es keen G. wert [ RO-Als]. Du bischt nit recht bei G. 'bist verrückt' [NW-Weidth, verbr., auch Gal]. Gääß gebockt — mein G.!, Aufforderung zur Zahlung, vgl. PfWB bokken 1 [ LA-Nd'hochstdt]. Ein SprW. s. PfWB Darm 1 a. BR.: Wann's uf de erschte Mai raant (regnet), koscht d' Schmäll (Schmiele) e G. [ GH-Neubg]; Var. s. PfWB Schmiele. Einen VR. s. PfWB Gesang. — 2. a. 'altes, rostiges Messer', urspr. 'für einen G. gekauftes, billiges Messer' [ KL-Erlb PS-Schopp SP-Dudhf]; vgl. PfWB Groschengikser. — b. 'die Schulnote 3', bes. an höheren Schulen gebraucht [Zweibr KL-Reichb RO-Dielkch Obd]; vgl. PfWB Batzen2 3. In seim Zeignis sin lauder G. un Batze [ KL-Reichb]. — c. schlechter G., Neckwort unter Freunden [ ZW-Ixh]. — Südhess. II 1476; RhWB Rhein. II 1427 ff.; LothWB Lothr. 218; ElsWB Els. I 283; Bad. II 477.
| 1. a. wie schd., Daarem, Daarm, Pl. Däärem, Däärm, s. F. [allg.]. Der Metzjer loßt (dem Schwein) die Däärem raus, butzt un fillt die D. [ PS-Erfw, KB-Kerzh BZ-Dernb Don-Schowe Torscha Gal-Dornf]. Scherzwort beim Schlachten: Du brauchscht die Däärem meiner Sau net zu butze; ich weeß, was se gefresse hot [ BZ-Dernb]. E Doorem is noch lang käin Worscht [ KU-Schmittw/O]. Er laaft dorum, wie wann er ken Darem im Leib hätt, von einem abgemagerten Menschen [ LU-Friesh]. Der hot bloß eene Darem, dass. [Hebel 20]. Ich huns in de Däärm, von Geräuschen in den Gedärmen [KB-Kerzh, verbr.]. Er hot's an de Däärem 'hat eine Darmkrankheit' [VPf, allg.]. Er hot e träge Daarem, von einem Hartleibigen [ LU-Opp]. Wammer viel Wasser trinkt, kriet mer blooe Därem, scherzh. Warnung für Kinder [Kaislt, verbr.]. Wammer sich in de Finger schneidt, kumme die Därem eraus, Warnung für Kinder, ein Messer in die Hand zu nehmen [ KU-Schmittw/O Bedb KB-Kriegsf LU-Limbghf]. Der hot Däärm wie ä Hossebään so weit, von einem, der viel ißt [ PS-Erfw]. Er hot 's Reiße in de Däärm, bei starken Bauchschmerzen [ NW-Frankeck]. 's hat mer schier die Därem verriß, dass. [ ZW-Battw]. Denne han ich ugfeschlaa, daß'm die Däärm hinne erauskumm sin [ KL-Wörsb]. Verwünschung: Krie Knepp in die Däärem! [ Gal-Josbg]. RA.: Do dreh'n sich ääm die Därem im Leib erum, Ausdruck starker Verwunderung [ NW-Freinsh]. Der wollt mer die Däärm aus'm Leib zieje 'wollte mich gründlich ausfragen' [ LU-Opp]. 's Finanzamt zählt äm die Däärm im [Bd. 2, Sp. 119] Leib [LU-Friesh, verbr.]. Hie wisse mer, wieviel Eele (Ellen) Däärm jeder im Leib hot 'Hier kennen wir jeden innen und außen' [ KL-Katzw]. SprW.: Liewer en mieder Arm wie en leerer Darm [ Rußl-Worms]. Liewer die Där(e)m im Leib versprengt, als dem Wert 'n Grosche g'schenkt [Wilde 263]. Zs. PfWB Arsch-, PfWB Blind-, PfWB Bratwurst-, PfWB Butt-, PfWB Dick-, PfWB Dünn-, PfWB Katzen-, PfWB Knall-, PfWB Krach-, PfWB Kranz-, Kraus-, PfWB Leberwurst-, PfWB Mast-, PfWB Mittel-, PfWB Sau-, Schaf-, PfWB Schweinedarm. — b. 'das gesamte Eingeweide des Schlachtviehes', nur Pl. Däärem [ KU-Börsbn IB-Heckdh Rubh Ballw Blieskst HB-Walsh PS-Herschbg KL-Obernh Hoheck Rodb Schneckhs RO-Winnw KB-Orb Rüssing FR-Quirnh LA-Offb BZ-Dierb W'rohrb], Dääreme [ KU-Breitb]; vgl. PfWB Gedärme. Syn. s. Geräub. — 2. übertr. a. Das is e Darem, scherzh. von einem zaundürren Menschen [ KL-Bann]; vgl. PfWB Eindarm; e hungricher Dorem 'Geizhals' [ BZ-Steinf]; vgl. PfWB Hungerdarm; andere Charaktereigenschaften in den Zs. PfWB Hunds-, PfWB Knotter-, PfWB Krach-, PfWB Quäldarm. — b. scherzh. für 'langer, schmaler Acker', Daarem [ KU-Kaulb]. — c. 'Gehirn', scherzh. RA.: Du hoschd gar kä dumme Därm im Kopp, von einem, der auf seinen Vorteil bedacht ist [ RO-Lohnsf]; auch: kään schlaue Därm [Kaislt]. — d. Pflanzennamen in den Zs. PfWB Gänse-, PfWB Hart-, PfWB Hünkel(s)-, PfWB Hust-, PfWB Wingertsdarm. — F. (vgl. PfWB arm): zumeist dārəm bzw. drəm; bei der jüngeren Gener. dārm/drm, unter schriftpsrachl. Einfluß individuell auch darm/dḁrm. Mittleres und helles -ā- NPf mittl. u. südl. WPf verbr. nördl. VPf vereinzelt südl. VPf; dunkles -- NWPf IB-Walsh RO-Dörrmosch PS-Leim Schönau KB-Mörsf Bischh mittl. VPf BZ-Schweig GH-Hördt Jockgr Neubg; drəm KU-Schmittw/O Bechb BZ-Steinf; drim PS-Erfw BZ-Stein. Pl. fast allg. dǟrəm; dǟrim in PS-Erfw BZ-Stein; dērəm in RO-Rehborn; dǟrm in KU-O'staufb Herschw/ Petth Körbn ZW-Bechhf RO-Dielkch Sippf Rockhs KL-Wörsb KB-Kriegsf LU-Maud Opp BZ-Albw; individuell auch därm; dǟrmə in KU-Breitb LA-Impfl. Als Bestimmungswort in Zs. erscheint z. T. der Sing., z. T. der Pl.; vgl. die einschlägigen Stichwörter. — Südhess. I 1394/95; RhWB Rhein. I 1270/71; LothWB Lothr. 80; ElsWB Els. II 714; Bad. I 426.
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