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 PfWB Seckel (Bd. 6, Sp. 6)   PfWB Säckel1 (Bd. 5, Sp. 693) 
 Seckel s. PfWB Sack und PfWB Säckel;

 

   Säckel1 m.:
1.
a. 'Tasche in Kleidungsstücken', Säckel (segəl, sęgəl) [mancherorts NPf, PfId. 131], Pl. wie Sg.; vgl. PfWB Sack 2 a; Zs.: Hosen-, Rocksäckel. Dem sei Säckel stihn eweg, von einem mit vollgestopften, abstehenden Hosentaschen [ RO-Odh]. Neckspruch auf die Bewohner von Gal-Falkenstein: 's Rußnäckel steht ufm Brickel un halt die Hand im S. [Krämer Gal 179]. —
b. 'Geldbeutel, Geldtasche' [mancherorts, Krämer Gal 179]; vgl. PfWB Sack 2 b; Zs.: PfWB Gemeinesäckel; RA.: mit'm Geld im S. kleppere 'Zahlungsfährigkeit bekunden' [ RO-Obd]. Der hot sich de S. net verreß, von einem Knauserigen [ RO-Bistschd]. a. 1515: Item 5 alb. 3 δ 2 heller ist in mor nickelß seckel geweßt [GgHospR]. a. 1529: vnd gath im daran abe, so soll er in sein seckel greiffen vnd soll den costen bezallen [PfWeist. 115 (IB-Bierb)]. a. 1562: soll mann kauffen ein seckel, daß mann daß frevelgeldt darin thu [PfWeist. 673 (LA-Godrst)]. —
2. 'Hodensack' [LA-Siebdg BZ-Albw Dierb Klein Prov. 99 Lambert Penns 148 Beam Penns 99]; vgl. PfWB Sack 4 a. RA.: Hinne draa, wie d'r S. am Eber [Fogel Prov. Penns Nr. 1961]. Volksgl.: Fer Kummetbloder ('Blase, Schwellung durch Druck des Kummets') am Gaul: Der Mann, as strigelt, soll sei Hand an seim S. wärme un sie noo uf die Kummetbloder hewe bis sie abgekihlt is [Fogel Beliefs Penns Nr. 792]. —
3.
a. Schimpfwort für schlechte, freche, unzuverlässige, faule Menschen [verbr.]; vgl. PfWB Sack 5; Zs.: Bauern-, Grind- 2, Lumpen- 2, Luren-, PfWB Sausäckel. Du S.! [ ZW-Gr'bundb]. Du bischt e richdiger S.! [ NW-Neidfs]. —
b. Pl. 'lärmende Kinderschar', Säckele

[Bd. 5, Sp. 694]
[ IB-Herbh]. —
4. vgl. Bock-, Farren-, Hexen-, Hirten-, PfWB Queckensäckel. — Südhess. V 17/18; RhWB Rhein. VII 680; ElsWB Els. II 345 Seckel.