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 PfWB Schwei (Bd. 5, Sp. 1580)   PfWB Ge-schwärtel (Bd. 6, Sp. 1774)   PfWB Ge-schwei (Bd. 3, Sp. 257) 
  Schwei f.: 'Schwägerin', Schwei [Lambert Penns 147]; vgl. PfWB Geschwei, PfWB Gegengeschwei, PfWB Mitgeschwei.

 

   Ge-schwärtel n.:
1. 'die Verwandtschaft des Schwiegersohns oder der Schwiegertochter', Geschwärdel (gəˈwęrdəl) [ KB-Gauh]; vgl. PfWB Geschwei, PfWB Geschwieger. —
2.
a. 'Gesellschaft, Sippschaft', verächtl., Geschwärl [ KU-Trahw Kaislt]. Un 's ganz G. is hinne noogang [Kaislt]. —
b. 'Gesindel', Geschwärdel [ LU-Fußgh], G'schwerl [ Don-Tscherwk]. — Südhess. II 1296 Geschwäher 'Schwiegervater'; ElsWB Els. II 529 Geschwër 'Schwiegervater, Schwager'.

 

   Ge-schwei n.:
1.
a. = PfWB Schwägerin, G(e)schwei (-wai) [weit verbr., auch Gal, Lambert Penns 74]; nur 'Schwester des Mannes' [ NW-Weidth GH-Schwegh]; nur 'Schwester der Frau' [ KU-Hundh Bedb RO-Börrstdt KB-Kerzh NW-Gimmdg]; mein G., 's G. [verbr.]. — a. 1437: juncher Hennen von Bacharachs seligen geswihen und irm sone [ZweibrLuRb., Bl. 148]. a. 1573: unsern schwager und geschweyhen Steffan [SSp., Lgb. des Oberamtes Kirrweiler]. a. 1723: wegen seiner geschwey Eva Catharina Schollin [GdArch. LA-Edk, Gerichtsprotokolle, S. 70]. a. 1782: Meinem Bruder Jacob Henrich Schmitt und Geschwey Katharina Elisabetha [Patenbrief aus NW-Haßl]. —
b. 'Schwager' [mancherorts, Kleeberger 124]. —
c. 'Schwager und Schwägerin' [verbr. NPf nördl. VPf mittl. WPf SWPf PS-Schönau NW-Hardbg LA-Wey Burrw GH-Schaidt]. —
d. s. PfWB Gegengeschwei 1 a. —
2.
a. 'Schwiegermutter' [mancherorts VPf]; 'Schwiegermütter untereinander' [ NW-Meckh GH-Kand]. —
b. 'Schwiegervater' [KU-Blaub (noch um 1900) Sand]; 'Schwiegerväter untereinander' [ KU-Lauteck RO-Dielkch Kalkof PS-Erfw]. —
c. 'Schwiegereltern' [mancherorts, bes. VPf]; 'Schwiegereltern untereinander' [ RO-Obd KL-Matzb PS-Trulb LU-Dannstdt BZ-Gräfhs]; vgl. Gegeneltern, PfWB Gegengeschwei 1 b, PfWB Mitgeschwei.
3.
a. 'Eltern und Geschwister der Frau, des Mannes' [ KU-Krottb]. —
b. 'Eltern und Geschwister nur der Frau' [ PS-Leim]. —
c. 'Geschwisterkind' [ HB-Einöd Neustdt]. —
4. 'die Liebste' [ KU-W'mohr KL-Fischb]. — An manchen Orten wurde das Wort schon um 1925 nur noch selten gebraucht. Manche Gewährspersonen erklären, selbst alte Leute könnten die Bed. des Wortes nicht genau angeben. — Mhd. geswige, -swīe 'Schwager, Schwägerin u. sonstige Verwandte durch Anheirat'. Vgl. F. Debus, Die deutschen Bezeichnungen für die Heiratsverwandtschaft (in: Deutsche Wortforschung in europäischen Bezügen, Gießen 1958, S. 41 ff.). — Südhess. II 1297; RhWB Rhein. VII 2070/71; LothWB Lothr. 200; ElsWB Els. II 522; Bad. II 390.