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| PfWB schwanger (Bd. 5, Sp. 1546) | PfWB klein (Bd. 4, Sp. 296) | PfWB haar-klein (Bd. 3, Sp. 533) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
[Bd. 5, Sp. 1547] bald niederkommen (s. PfWB niederkommen); schnäkig sein (s. PfWB schnäkig 1 d); in einem anderen Stand sein (Stand 4); in (anderen, besonderen) Umständen sein (s. PfWB Umstand) u. a. Die es sch. [ KL-Gimsb]. Die is vun dem sch. [ RO-Dielkch]. Ich glaab, sie iss sch. [Damm Nachtdischlamp 17]. RA.: Der hot Laune wie e schwangeri Fraa [ Gal-Dornf]. Das is e schwanger Edechs, von einem, der wenig vertragen kann [ KU-Diedk]. Die verfehrt e Gang wie e schwangeri Omenzel (Ameise), von sonderbarer Gehweise [ Gal-Dornf]. Volksgl. (Meldungen aus dem Jahr 1932): Schwangere sollen keine Schnur und keine Kette um den Hals tragen, damit es keine Nabelschnurverwicklung um den Hals des Kindes gibt [ LA-Gommh]; auch sollen sie aus diesem Grunde unter keiner Schnur, keinem Wäscheseil, keinem Wagen, keiner Deichsel, keiner Stange oder durch enge Öffnungen durchschlüpfen [ KB-Kriegsf mancherorts]. Schläft die Schwangere mit hochgehobenen Händen, so kann sich die Nabelschnur des Kindes verwickeln [ IB-Aßw]; ebenso, wenn sich die Schwangere in einem engen Raum umdreht [ ZW-Bechhf], sich schnell umdreht [ RO-Feilbg], tanzt [ KB-Kriegsf, mancherorts], in gebückter Stellung rückwärts geht [ BZ-Bindb, vereinzelt], hüpft [ RO-Kalkof, mancherorts], Fenster putzt [ IB-Biesing], Wäsche aufhängt [ FR-Hertlhs, mancherorts], strickt [ NW-Dürkh], Wolle aufwickelt [ LU-Fußgh NW-Ungst SP-Ottstdt], etwas schnürt [ LU-Iggh GH-Hagb], die Kaffeemühle dreht [ KL-Samb]. Besteigt eine Schwangere eine Leiter, so soll sie zur Vermeidung von Nabelschnurverschlingungen diese wieder hinabsteigen, ohne sich in der Zwischenzeit um ihre eigene Achse gedreht zu haben [ SP-Dudhf]. Für einen guten Verlauf der Schwangerschaft oder zur Erleichterung der Geburt soll die Schwangere (zehn mal) einen Schurz voll Steine den Berg hinauftragen und diese wieder herunterrollen lassen [Ingb ZW-Bechhf Knopp/Lab Wattw PS-L'mühl], Steine auf den Speicher tragen [ IB-Ensh], Steine auflesen und forttragen [ PS-H'eischw]. Damit das Kind schön wird, soll die Schwangere Äpfel essen und Schnaps trinken [ SP-Dudhf, ZW-Nd'aub]. Fällt der Schwangeren ein Besen die Stiege hinunter, soll sie ihn noch einmal hochholen und hinunterwerfen [ KB-Biedh]. Wenn eine Schwangere nach außergewöhnlichen, häßlichen, aufregenden oder schrecklichen Dingen (z. B. wüste, wilde Tiere, schlimme Verletzungen, Mißbildungen, Entstellungen, Tote, Erhängte, Wasserleichen usw.) schaut (vgl. PfWB vergucken 2, PfWB versehen 2 a), kann das Kind ein entsprechendes Mal bekommen oder es kann sonstige Mißbildungen erleiden [ NW-Kallstdt, mancherorts]. Wenn eine Schwangere vor etwas erschrickt, (z. B. einer Maus, Ratte, einem Frosch usw.), kann das Kind ein [Bd. 5, Sp. 1548] Muttermal bekommen [ KL-Alsbn, mancherorts]. Schaut eine Schwangere wilde Tiere an, so kann das Kind eine Hasenscharte bekommen [ LA-Insh]. Erschrickt eine Schwangere, so darf sie sich nicht sofort in das Gesicht greifen, sonst bekommt das Kind an dieser Stelle ein Mal [ PS-Dahn, vereinzelt]. Hat sich eine Schwangere gestoßen oder sich sonst wehgetan, so soll sie diese Stelle nicht sofort berühren, damit das Kind an dieser Stelle kein Mal bekommt [ KU-Dittw, vereinzelt]. Verbrennt sich eine Schwangere beim Kochen, so kann das Kind an der Stelle, an der sich die Mutter verbrannte, ein Mal bekommen [ BZ-Dernb, mancherorts]. Die Schwangere soll nicht in das Feuer schauen, sonst bekommt das Kind ein Mal in das Gesicht [ BZ-Nd'horb]. Eine schwangere Frau darf kein Holz über das Knie brechen [ HB-Schwarzack]. Schwangere dürfen in fremden Gärten beliebig viele Früchte essen [ LU-Opp]. Die Schwangere soll sich nicht von der Hexe beschrauen (s. PfWB beschrauen 1) lassen, sonst wird das Kind behext oder lahm oder es schreit zur Geisterstunde oder bekommt die Gichtern (s. PfWB Gichtern 1) [LA-Insh (um 1890)]. »Wenn eine schwangere Frau ein Kind aus der Taufe hebt, so muß entweder das ihrige, oder das aus der Taufe gehobene Kind sterben« [Journ. 7/1790, 8. Stück S. 142-144]; vgl. auch Heeger Vhk. 70/71. Südhess. V 868; RhWB Rhein. VII 2001.
| 1. 'in Ausdehnung oder Umfang (räumlich, zeitlich) unter dem Durchschnitt', klään (gln) [weit verbr.], klaan (glān) [verbr. NPf nördl. SWPf PS-Schönau Hirschth Busbg LU-Altr], (gln) [vereinzelt östl. NPf], kloon (gln) [ KB-Zell FR-Hettldh], kleen (glēn) [mancherorts WPf nördl. VPf], kläin (glęin) [ KU-Schmittw/O], klaain (glāin) [ GH-Neubg], klään (gln) [vereinzelt, bes. westl. WPf], kläin (glęin) [ WD-Niedkch], klaan (gln) [ KB-Rams]; Kompar. u. Superl.: klenner (glęnər), klennscht (glęnd) [verbr.], klääner (glnər) u. kläänscht (glnd) [ KU-W'mohr NW-Kallstdt], kleener u. kleenscht (glēnər, glēnd) [ ZW-Gr'bundb], klinner u. klinscht (glinər, glind) [ KU-A'glan Diedk Körbn], klaaner u. klaanscht (glānər, glānd) [ PS-Busbg]. Auslandspfälzer: klenner u. klennscht [Lambert Penns 66 verbr. Don u. Gal]. a. von Dingen. α. e klään Haus [Bd. 4, Sp. 297] [verbr.]; die k. Stubb 'die Wohnstube' [ PS-Erfw, mancherorts, auch Gal]; e. k. Gut 'ein kleines Bauernanwesen' [ LU-Oggh]; die k. Bord 'die kleine Empore in der Kirche' [ KU-Bedb]; die k. Schul 'die unteren Klassen' [NW-Kallstdt, verbr., auch Gal]. Das Gras is arich k. [ HB-Höch, mancherorts]. Der macht so klenne Schritt [ LA-Gommh]. Wer nicht recht kauen oder schlucken kann, muß lauder klänne Breckelcher esse [ RO-Semb]. Er hot klaane Äägelcher [FR-Kindh, verbr.], e klää Bärtche [ ZW-Bechhf], e klääner Kopp, auch: e klään Keppche [ KU-A'glan], e klään Keppl [ LA-Herxh], e klaan Maul [ LU-Altr]. Das Kind hot e klään lieb Mailche [ RO-Lohnsf]. Mit seine kleene Ohre heert er alles [Kus, verbr.]. Die klään Zeh dut mer weh [ KL-Matzb]. RA.: Der macht klaane 'verschlafene' Äälcher [ FR-Bockh]. Wer einem sehr anhänglich ist, kann mer um de kleene Finger wickele [ BZ-Stein]. Geb ihm der klee Finger un er will die ganz Hand hawe [Miller Penns]; Var. s. PfWB Teufel 3. Wer sehr hungrig ist, dem hängt de Maache am kleene Zeh [ LU-Neuhf]. SprW.: E kleener Zuwwer hot aa Reef [PennsDeitschEck 27. 2. 1954]. Weitere SprW. s. PfWB Brunnen 2, PfWB Tüpfen 1 a, PfWB Kirbe 1 a. Volksgl.: Grumbiere im Steebock geplanzt, gewwe nix wie kleene [Fogel Beliefs Penns Nr. 997]. Weitere Beispiele s. PfWB Näherin, PfWB Wagner. Neckreim: Äks, äks ausgelacht mit'm klääne Fingerle, mit der grouße Hand; pfui, esch das e Schand! [ GH-Leimh]. Fingerspiele s. Pflaumen 1, PfWB Daumen. Rätsel s. PfWB einholen 2a, PfWB herausziehen 1a. a. 1466: Item wyset der scheffen vnßer lieber frauwen zu Wadegassen alle zenden, groß vnd cleyn, alleyn zu [PfWeist. I 207 (PS-Burgalb)]. — β. häufiges Attr. für FlN, z. B. die Klään Kalmit, ein Berg bei LA-Wollmh, Großer und Kleiner Mörsch (Sumpf) [Spey]; Gewannennamen: amtl. Die große und kleine Dreispitz [ PS-Lembg], Am kleinen Berg [ HB-Höch]. — b. von Tieren; e klaaner Hund [FR-Bockh, verbr.]; e klaan Hindche [ KB-Kriegsf]; klääne Iminze 'Ameisen' [ LU-Friesh]. Lockruf für Rindvieh: Kumm, Klennes! [NW-Dürkh, mancherorts VPf PS-Glashtt]. SprW.: 'm klänschte Hund hengt mer de greschte Sprenkel an [Kühn Palz 133]. Weitere SprW. s. PfWB Fisch 1, PfWB Gift 1a. — c. vom Menschen. α. Mensch von kleinem Wuchs: e kleener Mann, e kleeni Fraa, e kleen(es) Kind u. ä. [verbr.]; scherzh.: e klääner Ries [ KL-Lind]. Syn. s. PfWB Zwerg. Drohung: Ich mach dich en Kopp klääner [ KU-W'mohr, mancherorts]. Dankesformel einem Kind gegenüber: Sollscht groß wachse! [verbr.]; mit dem scherzhaften Zusatz: un kloo bleiwe! [ Gal-Josbg]. Von einem Kleingewachsenen, der zum Scherzen aufgelegt ist: Klee, klee, awwer luschdich! [ Gal-Dornf]. SprW.: Kleen un wacker zackert aa e Acker [Hebel 44 Wilde 289 Klein Wag. 120]; [Bd. 4, Sp. 298] vgl. auch PfWB Dreck 1a. Klaa un schmart (engl. smart 'klug, gewandt, tüchtig') is au wos wart [Horne Penns 103]. Fingerspiel: Der esch ins Wasser gfalle, der hod'n rausgezoche, der hod'n heemgetrache, der hod'n ins Bett gelegt un der klään Stumbernickel hod'n zugedeckt [ GH-Leimh]; Var. s. PfWB abtrocknen, PfWB heimtragen. — β. 'jung, nicht erwachsen'; des Klään, Klaan, Kleen usw. 'das Kleinkind' [verbr.]; Pl.: die Klenne, Klääne usw.; 's klään Volk 'die Kinder' [ ZW-Battw, mancherorts]. Er hot ehr 'n Klännes gemacht 'hat sie geschwängert' [ LA-Gommh, mancherorts]. Sie kriet eppes Kleenes 'Sie ist schwanger' [KU-Bedb, verbr.]. Sie hun e kläin Kind kriet [ KU-Schmittw/O]. Der Storch brengt die kläine Kenn aus'm Wannepuhl [ WD-Niedkch]. Mein Kleeni 'meine Tochter' [LA-Wollmh, verbr.]; unser Klääner 'unser Sohn' [ LU-Friesh]; 'm Anna sein Klenner [ KL-Bann]. Denne ehr Klennes kreischt awwer [ LA-Gommh]. 's Lißje is unser klanscht Kind [ KB-Kriegsf]. Hosche 'm Klääne eppes metbrocht (aus der Stadt)? [ HB-Schwarzack]. Du kleeni Krott! [KU-Diedk, verbr.]. Ein herzhafter Bub is e kleener Garibaldi [Keiper in ZfdMa. 1910, 126 ff.], e Wussel, e kleener [vereinzelt VPf]. Wie ich noch klään war 'in jungen Jahren' [KU-Hundh, verbr.]. Er hat's vun klennem uf gelernt 'von Kindheit an' [ KL-Stelzbg]. SprW.: Kläine Kinn, kläiner Lascht - große Kinn, großer Lascht [ KU-Schmittw/O, mancherorts]; Var.: ... kleenes Kreiz - großes Kreiz [ Don-Gottlob], kleene Sorje - große Sorje [Gal-Reichb, verbr. Gal]. VR.: E aldi Fraa, e kleener Bu, die gehen uf Sankt Jockel zu [Schandein Sprachsch. 24]; Var. s. PfWB Frau 2a, PfWB Jakob 1b. Weitere Beispiele s. PfWB König, PfWB Max. — γ. Pl. die Klenne, Klääne, Klaane u. ä. 'die Schüler der Unterklasse', bes. 'die Schulanfänger' [verbr.]; de Klenne ehr Lehrer [ NW-Kallstdt]. Im Gefolge davon: de klää Herr Lehre [ RO-Duchr, Gal-Dornf]; de kleen Lehrer [ KB-Dreis]; de klenn Schullehrer [ ZW-Bottb]; vgl. PfWB Kleinschullehrer, PfWB Großlehrer. — d. von kleiner, kleinerer zeitlicher Ausdehnung: die klää Paus 'die kleine Pause (in der Schule)' [KB-Kerzh, verbr.], e klääni Stunn 'weniger als eine Stunde' [ebd.]. Das dauert jo e kläin Ewichkeit [WD-Niedkch, verbr.]. Waart e klään bissl! [NW-Freinsh, verbr.]. — 2. 'in geringem Grade, in kleinerem Maße'; en klenne Hunger [BZ-Albw, verbr.]. Er hat e Klenne 'einen kleinen Rausch' [ KU-Bedb]. So e kleeni Wund dät ich net achte [ KL-Reichb]. Ich hun käin kläin Geld [ KU-Schmittw/O]. 's is nor e klaan Rechnung [ KB-Kriegsf]. Mer mache e klenni Hochzich 'eine Hochzeit mit wenig Gästen' [ LA-Gommh]. Ich hätt e klaan Anlajes 'ein kleines Anliegen' [ KU-Bedb], e klenni Bitt [BZ-Annw, verbr.]. Er seet (sagt) allweil emmer sou kläin (so leise) Gemorje (guten Morgen) 'Er ist [Bd. 4, Sp. 299] verärgert, gekränkt' [ WD-Niedkch]. Das is for mich was Klennes 'eine Kleinigkeit' [Pirmas, ältere Gener. (Otterstetter 233)]. RA.: Es isch e groß Getrumm un e klään Gemaschier gewest, von großem Getue [Wasgau-Bote 1934, Nr. 11]. — 3. 'sozial unbedeutend'; e klääner Bauer [LU-Oggh, verbr.], e klaan Baierche [ KB-Kriegsf], klääne Bauerschleit [ NW-Freinsh]. Er es aaner vun de Klaane [ KB-Kriegsf]. SprW.: Die Kleene henkt mer uf, die Große loßt mer laafe [Lu'haf]. — 4. a. 'bis ins kleinste, haargenau'; vgl. PfWB haarklein, haarundklein. Er hot alles bis ins klennschde verzählt [verbr.]. — b. s. kurz-und-klein, -kleinchen, PfWB kurzenkrümeln-, kurzheilighimmel-, kurzhimmel-, kurzhimmelheilig-, kurz-und-krümchenklein. — 5. 'kleinlaut, gefügig'. Wie er jetz so kleenche is 'klein beigibt' [ NW-Kallstdt]. Der (Eingebildete, Angeber) es awwer klaanche warr! [ KU-Kaulb, mancherorts]. — Südhess. III 1402 ff.; RhWB Rhein. IV 692 ff.; LothWB Lothr. 291; ElsWB Els. I 493; Bad. III 159/60.
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