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| PfWB Schutz (Bd. 5, Sp. 1523) | DWB schutz (Bd. 15, Sp. 2122) | |||||||||||||||
1. wie schd., Schutz [verbr., Müller Dietschw 68 Höh 57, Lambert Penns 146 Krämer Gal 194]; Sch. suche [verbr.]. — 2. 'Abgabe für gewährten Schutz'; vgl. Schutzjude. a. 1602: ein jeder ausmärker ... soll bringen sein schutz und zinsz, von einem jeden morgen zween pfenning zu schutz und zween pfenning zu zinsz [PfWeist. 62/63 (LU-Altr)]. — 3. 'Wasserwehr, Bachschleuse' [Spey NW-Elmst Haßl Lambr]; de Sch. ziehe [ NW-Elmst], vgl. PfWB Schoß2 2 a, PfWB Schußbrett 3, PfWB Schutzgraben. — 4. 'Abschlußbrett des Kastenwagens', Dim. Schitzel [IB-Erfw/Ehling Eschring HB-Medh], dass. nur hinten am Wagen, das Schitz [ KL-H'spey]; Syn. s. PfWB Kopf(en)brett 1. — Südhess. V 850; RhWB Rhein. VII 1964, 1971; LothWB Lothr. 470; ElsWB Els. II 446/47; DWB DWb. IX 2120 ff.
| 1) nach der intransitiven bedeutung des verbums schieszen (vgl. oben sp. 31 ff.) von einer hastigen, schnellen bewegung, in vielfacher färbung mundartlich verwendet; als anlauf, eile: er tuet e schuz und stot denn wider still. 234; im schuz, übereilt. ebenda; er isch in aim schuz zum hus us, hastig. 265b; in aim schuz, im nu, schuzwis unerwartet und öfters wiederholt. ebenda; als kurzer zeitraum: er ist einen schutz hier gewesen, eine zeitlang 2, 357; schutzli, eine kleine zeit lang 6, 402; in örtlicher wendung schutz wasserfall 2, 356; jäher abhang (für das häufigere stutz) 234, stark abschüssige gegend 398b; bei webern schuz das einmalige durchschieszen des schiffchens durch den zettel, in Appenzell schotz, das hier auch bei fuhrleuten und lastträgern eine ladung, bürde, was auf einmal geführt oder getragen wird, bedeutet. ebenda; bei bäckern e schuz brot, so viel auf einmal gebacken wird 285b; sonst schutz stosz, schusz Davos 1, 142; in persönlichem sinne, der stöszt, schieszt: der schutz, zu hastige, flüchtige, unbesonnene, überstürzt handelnde person 265b; schutzli überstürzer, schutzla der unbesonnene a. a. o.; eigenthümlich in älterer sprache: ein schutz, als so ein gesellschafft gält oder gältswärt zsammen schieszt, symbolum 364c. 2) besonders häufig nach schieszen II, 1, sp. 38 ff., von dem schleudern der geschosse, diesem selbst und seiner wirkung, in der Schweiz und Schwaben allgemein, in entsprechenden quellen [Bd. 15, Sp. 2123] auch in der älteren schriftsprache: der schutz, das träffen zum zil, collimatio 364c; die schütz, emissiones ballistarum 362d; die soltent ... schieszen, ir ieglicher nüt me denne drige schütze. d. städtechron. 9, 916, 26; als tät man dannocht 7 schütz mit buchsen. 25, 5, 6; ye höher der bogen würt uffgetzogen oder gespannen, sovil wird der schutz und klapff schneller. paternoster X 7c; der hatt gemacht gar vil der schütz. Bastion von Wattwiler, das edel blt. der landvogt sprach z Wilhelm Tell: wie all ding (bei einem büchsenschieszen) waren zu gelon, dem sechszten widerfure das, dasz man erhalten werd, hat er (Gustav Adolf) für uns gestritten, 3) schutz, bezeichnung einer miszgeburt, von zusammengeschossenem geblüt entstanden: die monkinder oder schutz, wie man sie nennet, thuen den weibern den grösten schaden. tischr. 43a.
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