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| PfWB Schülpe (Bd. 5, Sp. 1491) | DWB schelfe (Bd. 14, Sp. 2489) | |||||||||||||||
1. 'Haarschuppe', Schilp, Pl. Schilwe [ KU-Bedb RO-Als], Schilp, Pl. Schilwe [Krämer Gal 194], häufig nur Pl. Schilwe belegt [KU-Kaulb, mancherorts NWPf NPf, PS-Geisbg SP-Heiligst GH-Sondh Thielen 98, mancherorts Gal], Schilbe [ KU-Brück Ehw Elschb Hüffl Herschw/Petth Obw/Tiefb RO-Dielkch KL-Erlb Hütschhs Weilb, mancherorts Don Gal], Schulwe [ KB-Stett]; s. K. 342; Syn. s. PfWB Schuppe 1; Zs.: PfWB Haar-, PfWB Kopfschülpe. — 2. a. 'plattenförmiges, flaches Stück', von Eis oder gefrorenem Boden beim Aufhacken, Schilp, Pl. Schilwe [ RO-Odh Don-Schowe Torscha], m. Schilbe [Krämer Gal 257], Pl. oder ohne Genusangabe [Bliesg (PfId. 123) RO-Messbhf], Pl. Schulbe [ KL-Olsbr]; Zs.: PfWB Eisschülpe; e Schilbe Eis [ Gal-Josbg]. — b. allg. 'Scholle, Erdklumpen', m. Schilbe [ KU-W'mohr Don-St. Andreas, mancherorts Don], Pl. oder ohne Genusangabe [Müller Dietschw 64 ZW-Battw RO-Dielkch Lettw], Schilwe [ Gal-Obl], Schulbe [ KB-Gauh]; Zs.: PfWB Wasemschülpen. — c. 'beim Pflügen entstehende Scholle, wenn der Boden feucht ist', Schilp, Pl. Schilwe [ KU-Rutsw/L], m. Schilwe [IB-Eschring], Schilbe, Schilwe (ohne nähere Angabe) [mancherorts WPf NWPf vereinzelt NPf nördl. VPf (neben PfWB Scholle bzw. Schwolle)]; Syn. s. PfWB Scholle. — d. 'Erdscholle mit Grasnarbe zum Auffüllen nasser Stellen der Wiese', m. Schilbe [ IB-Habkch], Pl. Schilbe [ ZW-Walshs PS-Schmalbg Windsbg]; Zs.: Grasschülpe; e Sch. Wasem [ IB-Habkch]. — e. 'große gefrorene Scholle', Schilp, Pl. Schilbe [ KL-Weilb]. — Südhess. V 811/12; RhWB Rhein. VII 1886/87; ElsWB Els. II 412; Schwäb. V 1100, 1181; DWB DWb. IX 1962/63.
| 1) schelfe die weiche haut an früchten aller art, von knollen (kartoffeln, zwiebeln), die hülsen von erbsen, linsen u. a. bezeichnend, nach Nemnich von den klappen einer hülse: testa de pomo, ein schelf 581a; nuszschelfe, putamen nucis (die weiche haut der nusz). Dasyp.; schelffen an nusszkernen innert der schalen, tunica nuclei 349b; obstschelfen, cortices pomorum 1719; erbsschelfen, folliculi pisorum ebenda; so noch mundartlich, s. 209. 117. 457. wörterb. zum volksthüml. aus Schwaben 81. 599; (von Adamsäpfeln) hat auch eyn weyche schölff wie die feigen. weltb. 16b; reiszen sich etwa fünfftzig armer menschen alleyn umb die hingeworffnen (cucumer) schölfen. 186a; nicht einer lorischen zwybelschelf oder knoblauchsbutzen werd. [Bd. 14, Sp. 2490] Garg. 19b; darz die grünen schelffen von viertzig oder 50 wälscher oder baumnussen. rossarzn. 1; ihre zwieblechte wurtzel ist ... auszwendig mit einer schwartzen schelffen überzogen. (1664) 1008 J; die schelff oder schelet an diesen öpffeln. anm. weish. lustg. 298; will man nun pomeranzen - schelfen einmachen. 1, 217b; nimm einen citron, der ziemlich grosz ist, schneid die gelbe schelffen alle herab. 233a; (das wasser) wafnet sie (die gewächse) mit schelfen, wider die faulende luft. Pathm. 362; in den eussersten enden der citronenschelffe. Simplic. 2, 226, 25 Kurz; von eierschalen: sie haben ihn mit heiszen ayrschölfen gebrennt, davon blattern aufgefahren. quelle des 17. jh. bei 599; nld. schelffe, schubbe van den visch. Kilian. vereinzelt wie nd. schelpe, schulpe (s. oben): ein gewisser seevogel, dessen name mir nicht beyfallen will, verschluckt die austern mit samt den schelfen. Reiske Thucyd. vorrede. 2) bildlich und übertragen: die schrift nun die schelf, kripp, scheid .. hüll und umbhang gottes worts ist. baum d. lebens 138a. die hülle wird gewöhnlich der umschlossenen frucht, dem kern gegenüber gestellt, als das bittere gegenüber dem süszen, das wertlose, äuszerliche gegenüber dem gehaltvollen, wesentlichen. sprichwörtlich: vil schelfen wenig nüsz. sünd. des munds 73; verstandt des gaists, der ein anders in dem euszern ansehen und schelff hat, und verwendt ein anders im gaist verstehet. parad. vorr. 3b; daher kompts nu, dasz alle tugend, wie süsz die halt im kern seyn, der schelfen nach unnd ersten anbisz bitter unnd sawr das fleisch gedunckt. warnungsengel 12; dann was du biszher gesehen, ist nur die blosze schelffe und schein. (1650) 1, 57; dem richter gebührt die frucht des processes und den parteien die schelfen. volksm. 4, 95 Hempel; doch weil ihr es verlangt, so nehmt die rauhen schelffen man tritt den wahren kern, und sättigt sich an schelffen. 3) von der rinde der bäume (vgl. 2, 410. 393a. 209): nimb die mittelschelffen von einem ölbaum. rossarzn. 32; die hetten jhnen larven oder schönbart ausz rinden oder schelffen von den bäumen gemacht. anm. weish. lustg. 13. schelfe, collectiv zur bezeichnung des abblätternden, abfallenden (s.schelfer): quisquilia schelff 480c; schelffe (die), schelffen, schnitz, abschnitz. 349b; s. auch schelflein. 4) mit schelfe bezeichnet 3, 1688 ff. eine reihe exotischer pflanzen.
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