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| PfWB Schub-lade (Bd. 5, Sp. 1466) | PfWB Gusche (Bd. 3, Sp. 511) | PfWB Zieh-harmonie (Bd. 6, Sp. 1606) | |||||||||||||||||||||||||
1. 'herausziehbares Fach in einem Möbelstück', Schublad [verbr., PfId. 129 Müller Dietschw 68 Schneckenburger 58]; Dim. Schublädl [Braun Lääsebuuch 215]; zum Pl. s. PfWB Lade; Zs.: Äsch-, Brot- 1, Tisch-Freß- 1, Geld-, Grusch-, PfWB Hexenschublade, PfWB Nähzeugschublädel. Ich zieh die Schublad, spitz es Blej [Kraus Arwed 34]. De Dicke macht die Schublad uff [Damm Nawwel 26]. RA.: Gell, du hoscht 's Maul (dein Mailche) in de [Bd. 5, Sp. 1467] Sch. leie geloß? (sagt man bes. zu einem Kind, das nicht reden will) [KU-W'mohr, so und in Var. verbr., auch Don Gal Buch]. Er kummt net vun de Sch. eweg 'Er ißt dauernd aus der Brotschublade und verdirbt sich den Appetit für die Mahlzeit' [ KU-Schmittw/O]. Die Kinner hänge de ganze Dag an de Sch., dass. [ LU-Opp]. Er hot net Brot iwwer Nacht in der Sch. 'ist sehr arm' [NPfGV 1974 36]. Das is rund wie e Sch., scherzh. vom Gegenteil [Hebel 19]. Ein alter Witz is aus de unnerscht Sch. [Krieger 43]. KR. (Fingerspiel): Ätsch, schawe Riebche, de Bäcker hat e Biebche, de Bäcker hat e Mädche wie e Schublädche [ KU-Diedk]; Var. s. PfWB ätsch, PfWB schaben 1 b. Einen VR. s. PfWB David. a. 1537: Ein speißschanck mit Sechs fach oder schupffladen [SpeyTreudInv.]. a. 1571: Item 1 Langer schreyb thisch mit 2 schubladen [ZweibrKellR]. — 2. a. 'selbstgefertigter Schlitten' [ IB-Ensh RO-Schmalfhf]; Syn. s. PfWB Kinderschlitten. — b. 'Klappe an der Hinterseite der Knabenhose' [Ingb ZW-Hornb Wiesb]; vgl. PfWB Hosenklappe. — c. 'Frackschöße', Pl. Schublare [ PS-O'simt]. — d. 'Mund' [ZW-Gr'bundb PS-Burgalb Gersb KB-Kriegsf GH-Zeisk, Pirmas (Otterstetter 236)]; Zs.: Brot- 2, PfWB Freßschublade 2; Syn. s. PfWB Gusche 1 b. Mach die Sch. uf! 'Rede!' [ PS-Burgalb]. RA.: Loß d' Sch. zu, 's Brout esch grozig! 'Halte den Mund, du redest Unsinn!' [ GH-Zeisk]. — Südhess. V 785/86; RhWB Rhein. VII 1910/11 Schupplade und K. VII 40; LothWB Lothr. 467; ElsWB Els. I 556.
| 1. a. 'Maul beim Rindvieh', Gosch [ NW-Niedkch BZ-Albw]; vgl. PfWB Schnusse. — b. 'Mund'. α. derb., scherzh., Gosch (go) [verbr. VPf selten WPf NPf, Lambert Penns 68 Don-Schowe Torscha Werb Tscherwk], Gusch (gu) [verbr. WPf NPf selten VPf, verbr. Gal Beam Penns 47], Gosch und Gusch [mancherorts, -o- vorn. jüngere Gener.], Gousch und Gosch [ GH-Neubg]; Pl. meist -ə, seltener -ər, mancherorts endungslos; Dim. Guschje [ KU-Kaulb WD-Niedkch], Geschel [ NW-Geinsh BZ-Billh Dernb], Geschelche [ LU-Altr]. Syn.: PfWB Bläff 1, PfWB Plärre 1, PfWB Brot(schub)lade, PfWB Brutsche, PfWB Brutze, PfWB Fang 3 a β, PfWB Flappe2 1 a, PfWB Fotze 2, PfWB Fresse 1, PfWB Freßmaschine 2, PfWB Futterladen 2 a, PfWB Gefräß 2 a, PfWB Klappe, PfWB Maul, PfWB Rachen, PfWB Raffel, PfWB Rüssel, PfWB Schlappe, PfWB Schlärre, PfWB Schnabel, PfWB Schnauze, PfWB Schnüffel, PfWB Schnusse, PfWB Schnute. Zs.: PfWB Pappel-, PfWB Boll-, PfWB Dreck-, PfWB Fang-, Frosch-, PfWB Grieben-, PfWB Grind-, PfWB Groß-, Hänge-, PfWB Krotten-, Lefzen-, PfWB Lügen-, Sau-, PfWB Scharten-, PfWB Schlabber-, PfWB Schlappen-, PfWB Schrunden-, Seifergusche. Er hot e [Bd. 3, Sp. 512] großi G. [LU-Alsh, verbr.]. Die hot eich e G.! [ LA-Herxh]; e scheppi G., von einem schiefen Mund [ NW-Neidfs]. Sie hot e bäise G. 'tratscht viel' [ LA-Maik], e frechi G. [ RO-Alsbr], e frech Geschel [ LA-Herxh], e lahme G. 'ist mundfaul' [ PS-Nd'simt]. Ich schlaa d'r uf die G. [RO-Sippf, verbr.]. Ich treff d'r die G., dass. [ZW-O'hs, verbr.]. Vergl. u. RA.: Er hot e G. wie e Hellschuch (so groß wie ein Holzschuh) [ LA-Herxh], wie e Schwert [ KB-Bischh], wie e Hädefrää (sprachgewandt wie eine Zigeunerin) [ GH-Kand], wie e Bettelgääß (meckert immerzu wie eine Geiß) [ LA-Nd'hochstdt], wie e Schereschleifer (laute Stimme) [ Don-Bulkes], wie de Deiwel [ LA-Nd'hochstdt]. 's geht dein G. heit wie e Kläpper [Kühn Hamet 55]. Ehr G. laaft wie e Grammophonplatt [Krieger 48]. Er loßt (beim Weinen) die G. henke bis uf de Borrem [ FR-Bockh]. Er reißt die G. uf 'gähnt' [ GH-Hagb]. Er sperrt 's G. of, daß mer mim Schubkärchel neinfahre kinnt [ GH-Zeisk]. Die Kinner dun die G. ufreiße 'schreien' [ KB-Gauh]. Er hängt sein G. in alles 'redet in alles hinein' [ PS-Burgalb], hot sei G. iwweral vornedran, dass. [ LU-Neuhf]. Sie hängt äm e G. an 'mault' [NW-Gimmdg, verbr.]. Sie wetzt mit der G. 'redet einfältig' [ Gal-Obl]. Dem muß mer iwwer die G. fahre 'zurechtweisen' [LU-Opp, verbr.], 's G. stoppe 'verhauen' [ LA-Herxh], 's G. sauwer halle 'gute Sachen entziehen' [ Rußl-Worms]. — β. ohne negativen Gefühlston; e G. voll, auch: e Goschvoll, Guschvoll 'ein Mundvoll' [verbr. VPf]; zwää Gosche/Gusche voll [ NW-Niedkch GH-Rh'zab]; zwää Gescher voll [mancherorts südl. VPf]; zwää Guschevoll [ NW-Freinsh]. Die hot mol e lieb Geschel [ NW-Geinsh]. — 2. 'Kuß', Gusch [ Don-Torscha], Guschel [ KL-Stelzbg], Goschl [ NW-Frankeck BZ-Dernb], Geschl [ Rußl-Katharinental]; vgl. PfWB Mäulchen. — Genus f. gilt fast allg.; n. mancherorts südl. VPf Rußl-Worms. — Südhess. II 1422/23; RhWB Rhein. II 1308; LothWB Lothr. 211; ElsWB Els. I 238/ 39; Bad. II 448/49.
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