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 PfWB Schub-lade (Bd. 5, Sp. 1466)   PfWB ätsch (Bd. 1, Sp. 355) 
   Schub-lade f.:
1. 'herausziehbares Fach in einem Möbelstück', Schublad [verbr., PfId. 129 Müller Dietschw 68 Schneckenburger 58]; Dim. Schublädl [Braun Lääsebuuch 215]; zum Pl. s. PfWB Lade; Zs.: Äsch-, Brot- 1, Tisch-Freß- 1, Geld-, Grusch-, PfWB Hexenschublade, PfWB Nähzeugschublädel. Ich zieh die Schublad, spitz es Blej [Kraus Arwed 34]. De Dicke macht die Schublad uff [Damm Nawwel 26]. RA.: Gell, du hoscht 's Maul (dein Mailche) in de

[Bd. 5, Sp. 1467]
Sch. leie geloß? (sagt man bes. zu einem Kind, das nicht reden will) [KU-W'mohr, so und in Var. verbr., auch Don Gal Buch]. Er kummt net vun de Sch. eweg 'Er ißt dauernd aus der Brotschublade und verdirbt sich den Appetit für die Mahlzeit' [ KU-Schmittw/O]. Die Kinner hänge de ganze Dag an de Sch., dass. [ LU-Opp]. Er hot net Brot iwwer Nacht in der Sch. 'ist sehr arm' [NPfGV 1974 36]. Das is rund wie e Sch., scherzh. vom Gegenteil [Hebel 19]. Ein alter Witz is aus de unnerscht Sch. [Krieger 43]. KR. (Fingerspiel): Ätsch, schawe Riebche, de Bäcker hat e Biebche, de Bäcker hat e Mädche wie e Schublädche [ KU-Diedk]; Var. s. PfWB ätsch, PfWB schaben 1 b. Einen VR. s. PfWB David. a. 1537: Ein speißschanck mit Sechs fach oder schupffladen [SpeyTreudInv.]. a. 1571: Item 1 Langer schreyb thisch mit 2 schubladen [ZweibrKellR]. —
2.
a. 'selbstgefertigter Schlitten' [ IB-Ensh RO-Schmalfhf]; Syn. s. PfWB Kinderschlitten. —
b. 'Klappe an der Hinterseite der Knabenhose' [Ingb ZW-Hornb Wiesb]; vgl. PfWB Hosenklappe. —
c. 'Frackschöße', Pl. Schublare [ PS-O'simt]. —
d. 'Mund' [ZW-Gr'bundb PS-Burgalb Gersb KB-Kriegsf GH-Zeisk, Pirmas (Otterstetter 236)]; Zs.: Brot- 2, PfWB Freßschublade 2; Syn. s. PfWB Gusche 1 b. Mach die Sch. uf! 'Rede!' [ PS-Burgalb]. RA.: Loß d' Sch. zu, 's Brout esch grozig! 'Halte den Mund, du redest Unsinn!' [ GH-Zeisk]. — Südhess. V 785/86; RhWB Rhein. VII 1910/11 Schupplade und K. VII 40; LothWB Lothr. 467; ElsWB Els. I 556.

 

   ätsch: Ausruf der Schadenfreude und des Spottes, zumeist im Ausruf Äätsch, äätsch, schawe Riebche (oder: Holleriebche), den ein Kind dem andern im Spotte zuruft, indem es dabei einen Zeigefinger auf dem andern reibt; oft werden Worte, die auf den Schaden hindeuten, zugefügt, z. B. Du hoscht Bumbes kriet [verbr.]. Mancherorts wird der einleitende Satz zu einem Vers oder gar Vierzeiler erweitert: Äätsch, äätsch, schaawe Riebche, bees, bees Biebche [ NW-Lambr], — oder: 's Anna hot e Biebche 'einen Schatz' [ KL-Fischb], — oder: morje kriescht e Biebche, iwwermorje e Mädche, das häßt Gretche [ KU-Bedb]; vgl. PfWB äks, PfWB äksch. — F.: d, selten ęd.RhWB Rhein. I 291; Bad. I 76; Kluge-Mitzka17, 35.