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 PfWB Schrunde (Bd. 5, Sp. 1458)   RhWB Schrunzel (Bd. 7, Sp. 1828) 
   Schrunde f.: 'aufgesprungene Hautfalte (infolge harter Arbeit, Kälte, Nässe usw.)', bes. an Händen, Füßen, Lippen, Schrunn (run) [verbr. VPf NPf mancherorts WPf, Lambert Penns 141 Krämer Gal 193], häufig nur im Pl. Schrunne [verbr., Journ. 4/1787 216 Klein Prov. 143 Kühn Hamet 136]; vgl. PfWB Graben 2 b, PfWB Riß 1 d, PfWB Runzel 1 a, PfWB Schramme 1 c, PfWB Schrumpfel 1aβ, PfWB Schrunzel 1. Mein Händ sinn voller Schrunne [ NW-Haßl]. Die Händ voller Schrunne [Damm Dreifaltichkäät 94]. Er hot Schrunne am Maul [ PS-Burgalb]. Zwischich de Zeh hun ich Schrunne [ Gal-Moosberg]. 's hot Bloose gebb un Runzle aach, voll Schrunne war'n die Händ [Wilms Land und Lewe 45]. Ball kann mer sich sunne, / die Sunn duht uns gut, / do häälen die Schrunne, / des gäbt neie Mut [Wilms Land und Lewe 102]. Volksmed.: Uf die Schrunne schmeert mer sießer Rähm (süßen Rahm) [ PS-Erfw, KU-Herschw/Petth LU-Böhl], Glizerin [ LA-Mörzh, vereinzelt], Fett [ NW-Kallstdt], Zinksalb [ NW-Freinsh]. Bei Schrunne an de Hänn muß mer Saufe dricke 'flüssiges Viehfutter mit den Händen durchdrücken' [ KU-Herschw/Petth]. In tiefe Sch. träufelt man heißes Pech [Rockhs] oder legt Pechdraht ein [ RO-Als]. Südhess. V

[Bd. 5, Sp. 1459]
775; RhWB Rhein. VII 1826/27; LothWB Lothr. 467 Schrung; ElsWB Els. II 518, ALA I 224.

 

  PfWB Schrunzel das Wort ist Rhfrk verstreut in Saarbr, Birkf, Kreuzn-Waldalgesh, Simm-Castellaun, Goar-Weiler verbr., Mosfrk vereinzelt in Wittl-Spangdahlem u. dann geschlossen an der uMos in Koch, Kobl, weiterhin Neuw, Altk, Siegld-Eiserf Kredenb, Sieg, Berg in Gummb, Remschd, Barm, Elbf, Mettm, Sol, u. zwar -u-, meist -o- [-ø- Gummb-KlFischb Wiehl, Sieg-Ruppichteroth], Pl. -tsələ f.: 1. Runzel im Gesicht Allg. — 2. verächtl. a. kleine verkümmerte Frucht (Obst, Kartoffel), auch Schrönzelchen (-kən) Altk-OLahr, Sieg, Gummb, Barm, Elbf, Mettm. — b. alte, abgemagerte, runzelige Frau Saarbr, Neuw, Altk, Siegld (s. o.), Schwarzenbg., abseits Heinsb-Lümb (-o-, –ǫ-, s. Schranzel), Jül-Linnich.