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 PfWB Schrunde (Bd. 5, Sp. 1458)   PfWB Runzel (Bd. 5, Sp. 658)   PfWB Falte (Bd. 2, Sp. 1032) 
   Schrunde f.: 'aufgesprungene Hautfalte (infolge harter Arbeit, Kälte, Nässe usw.)', bes. an Händen, Füßen, Lippen, Schrunn (run) [verbr. VPf NPf mancherorts WPf, Lambert Penns 141 Krämer Gal 193], häufig nur im Pl. Schrunne [verbr., Journ. 4/1787 216 Klein Prov. 143 Kühn Hamet 136]; vgl. PfWB Graben 2 b, PfWB Riß 1 d, PfWB Runzel 1 a, PfWB Schramme 1 c, PfWB Schrumpfel 1aβ, PfWB Schrunzel 1. Mein Händ sinn voller Schrunne [ NW-Haßl]. Die Händ voller Schrunne [Damm Dreifaltichkäät 94]. Er hot Schrunne am Maul [ PS-Burgalb]. Zwischich de Zeh hun ich Schrunne [ Gal-Moosberg]. 's hot Bloose gebb un Runzle aach, voll Schrunne war'n die Händ [Wilms Land und Lewe 45]. Ball kann mer sich sunne, / die Sunn duht uns gut, / do häälen die Schrunne, / des gäbt neie Mut [Wilms Land und Lewe 102]. Volksmed.: Uf die Schrunne schmeert mer sießer Rähm (süßen Rahm) [ PS-Erfw, KU-Herschw/Petth LU-Böhl], Glizerin [ LA-Mörzh, vereinzelt], Fett [ NW-Kallstdt], Zinksalb [ NW-Freinsh]. Bei Schrunne an de Hänn muß mer Saufe dricke 'flüssiges Viehfutter mit den Händen durchdrücken' [ KU-Herschw/Petth]. In tiefe Sch. träufelt man heißes Pech [Rockhs] oder legt Pechdraht ein [ RO-Als]. Südhess. V

[Bd. 5, Sp. 1459]
775; RhWB Rhein. VII 1826/27; LothWB Lothr. 467 Schrung; ElsWB Els. II 518, ALA I 224.

 

   Runzel f.:
1.
a. 'Hautfalte, insbes. Gesichts-, Stirnfalte', Runzel, Runsel, [verbr., auch Auslandspfälzer, Christmann Kaulb 85 Krämer Gal 178], Ronzel [ WD-Niedkch], Pl. Runzele, Runsele [WPf NPf], Runzle, Runsle [VPf]; vgl. PfWB Falte 2, PfWB Rumpfel, PfWB Schrumpfel, PfWB Schrunzel; Zs.: PfWB Stirnrunzel; Runsle en de Stärn (Stirn) [ LA-Herxh]; Runzele im Gesicht [ ZW-Gr'bundb]. Volksbr.: Einem ledigen Paten oder einer Patin wurden am Tag vor der Taufe mit einem Strohwisch die Wangen rot gerieben, man nannte es: die Runzel reiwe [(vor 1930) KL-Weilb]. Volksgl.: So viele Runzeln die Braut auf der Stirn hat, so viele Kinder bekommt sie [ KL-Trippstdt, RO-Semb SP-Ottstdt]. —
b. 'unerwünschte Kleiderfalte' [ GH-Jockgr]; vgl. PfWB Kräch 1 b. —
c. 'Pockennarbe' [ KU-O'alb]. —
2. aldi R. 'alte Frau', spöttisch [ LA-Venn]. — Südhess. IV 1531; RhWB Rhein. VII 623; LothWB Lothr. 422.

 

   Falte, Fältef.:
1.
a. 'gewollte (durch Bügeln oder Legen entstandene) Falte in Kleidungs- und Wäschestücken', Falt (fald, fḁld, zu -a-/-ḁ- s. PfWB alt), Pl. Falde [verbr.], Fält, Pl. Fälde [ IB-Habkch]. Zs. PfWB Bügel-, PfWB Hosen-, PfWB Quetschfalte. Syn. s. PfWB Kräch. Dein Hosse hän awwer scharfe Falde [Kaislt]. Lee 's Dischduch in F.! [ RO-Schmalfhf]. —
b. 'unerwünschte Falte in Kleidern' [verbr.]; vgl. PfWB Krumpel. Der Anzug schlaat Falde [ ZW-O'aub]. Im gut sitzenden Anzug sieht mer kän Fältche [ ZW-Bechhf]. —
2. 'Falte in der Haut', bes. im Gesicht [verbr.]; vgl. PfWB Runzel, PfWB Schrumpel, PfWB Schrunzel. Zs. Gesichts-, PfWB Stirnfalte. Er hot 's ganz Gesicht voll Falde [RO-Semb, verbr.]. Sie hot noch kän Fäldel im G'sicht [LA-Herxh, verbr.]. Volksgl.: Soviel Falde in der Stern, soviel Kinner (wird das Ehepaar einst haben) [ RO-Duchr].—
3. 'mit der Hand gezogene Erdfurche', z. B. vor dem Legen des Schwarzwurzelsamens [Zweibr]. — Südhess. II 345; RhWB Rhein. II 279; ElsWB Els. I 115; Bad. II 12.