schrumpfen schw.: 1.a. 'kleiner werden, eingehen, an Umfang verlieren', schrumpe (rumbə) [ NW-Kallstdt], schrumfe (rumfə) [ LA-Wollmh]; Zs.: PfWB ein-, PfWB ver-, PfWB zusammenschrumpfen; PfWB Nierenschrumpfen. — b. 'einschrumpfen und dabei runzlig werden', schrumpe [ KB-Bubh LA-Wey BZ-Dernb]. Die Trauwe schrumpen [ LA-Wey, BZ-Gräfhs]. — 2. 'tüchtig essen', schrompe (rombə) [ IB-Biesing]; vgl. PfWB schroten 2 a; Syn. s. PfWB essen, PfWB wamschen. — Südhess. V 774/75; RhWB Rhein. VII 1826 schrumpen; LothWB Lothr. 465 schrompen; ElsWB Els. II 517; WKW 27. | | Schrumpfleⁿ [ʿSrùmpflə Hlkr.] f. Pl. Runzeln. S. uf deⁿ Händⁿ. — Hess. 370. Pfalz Schrumbel. Bayer. 2, 602 Schrumpel. | | schrumpel, f. runzel, falte. zu schrumpeln und schrumpfen gehörig, vgl. diese. erst in nhd. zeit belegt (zuerst bei Schottel 1663), vgl. Weigand 2, 645. schrumpe begegnet schon mnd., s. Schiller-Lübben 4, 143a. schrumpel ist eigentlich eine nd.-md. form, das oberdeutsche schrumpfel belegt Gombert 2, 16: schrumpffel, ride, pli Erberg universalwb. (1710) 655b. sonst schrumpel, f. ruga Schottel 1409; grinza, crespa, ruga, voller schrumpeln Kramer dict. 2, 671a; ruga, stria, pl. schrumpeln, sulci rugarum. die schrumpeln vertreiben, erugare. sich in schrumpeln zusammenziehen, corrugari Stieler 1936. Wachter 1469. es entspricht holländ. schrompel, woneben auch veraltet schrompe: schrompe, schrompele, ruga Kilian. — den hochd. mundarten ist das wort fremd, dagegen ist es im nd. und mitteld. als schrumpel sehr verbreitet, s. Schmeller 2, 602. Vilmar 370. Liesenberg 203. Hertel sprachsch. 221. Bernd 276. Richey 242. Strodtmann 375a (unbekannt). brem. wb. 4, 701. Schütze 4, 74. Dähnert 415b. Danneil 187b. Mi 77a. Stürenburg 235b. Woeste 232b; in Preuszen schrompel Frischbier 2, 318b; vielfach in weiterem gebrauche, zusammengeschrumpfter mensch. ebenda, auch einer, dessen gesicht von pockennarben entstellt ist Kehrein 1, 368; besonders von einer alten, magern, runzligen frau Schmidt 220, alte schrumpel Vilmar 370, ostfriesisch noch freier, ein verschrumpftes etwas, 'n old schrumpel fan 'n wîf, schrumpels fan peren oder appels ten Doornkaat Koolman 3, 150b. |
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