-dieb m.: Ruf des Vogels Goldammer, Schnitzedieb [ BZ-Dernb]. — | | Dieb m.: wie schd., Dieb (dīb) [allg.]; de D. fasse [ KU-Schmittw/O]. RA.: Der laaft wie e D. [ KU-Brück]. Er isch g'schliche kumme wie'n D. [ PS-Erfw]. Er guckt unner sich wie e D. [verbr. Gal]. Der Mandel hängt do wie e D. am Galje [NW-Neidfs, LU-Alsh Hebel 14]. Er baamelt (baumelt) wie e D. am Galje [ KB-Bennhs]. SprW.: E junger Lischner (Lügner), e alder D. [Bd. 2, Sp. 270] [ LU-Opp]. De Doud (Tod) kummt wie en D. in de Nacht [ BZ-Dernb]. De klaane D. henkt mer, de große loßt mer laafe [Horne Penns 96]. BR.: Wann de Bauer Strouh verkääft, esch er sein eechner D. [LA-Impfl]. Volksgl.: 'me Kind, wann's uf die Welt kummt, muß mer 'n aldi Windel aandun, oder 's gebt en D. [Fogel Beliefs Penns Nr. 73]. 's erscht Johr schneidt mer'me Kind die Nägel net ab, mer beißt sie ab, schunscht werd's en D. un lernt stehle [ebd. Nr. 153]. Knabenspiel aus PS-Erfw: Dieb un Polizei; vgl. PfWB Diebchens. — a. 1507: zu richten vber hals, halsbein, dip vnd diepin, vnd waß straffbar ist, [PfWeist. I 183 (RO-Börrstdt)]. (Dieb und Diebin, in der Rheinpfalz 'übliche Formel bei der Weisung des Hochgerichts', PfWeist. II 500 Anm. 19.) Zs. PfWB Bocks-, PfWB Tag(e)-, PfWB Taschen-, PfWB Trauben-, PfWB Futter-, PfWB Galgen-, PfWB Gau-, PfWB Gauls-, Glocken-, Honig-, PfWB Hünkels-, PfWB Kuh-, PfWB Mist-, PfWB Rüben-, PfWB Schnitzen-, PfWB Wilddieb. Südhess. I 1514/15; RhWB Rhein. I 1348/49; LothWB Lothr. 88; ElsWB Els. II 642; Bad. I 476. | | NRhWB PfWB LothWB Dieb Rhfrk dīp; Mosfrk dī:f, –ē:-, –e·i.- [Saarl, Merz -ip, Pl. -bən; Sg. auch dif]; Rip, SNfrk dē:f [Aach, Eup -e·i.-]; Klevld dīf; Pl. wie Sg. oder selten -w(v)ə(n) m.: 1. wie nhd.; doch meist nur in RA., sonst Stelldef, Spetzbof Rip, Allg. — Dib van der Galee Schimpfw. Saarl. — RA.: He kom, wie ene D. en der Nach Rip. Den ens stellt (stiehlt), es alltit enen D. Klevld. En D. berot (verrät) [Bd. 1, Sp. 1349]
den annern net Merz-Saarhölzb. De klein D.ə hängt men, de gruəten löt men laupen Sol, Köln. Gliche D., gl. Galge Köln. Der Hehler is su got nen D. as de Stehler Sol. Beister ne D. op en Klenk äls en Lusterfenk (Lauscher) Aach, Monsch. Köln. Schelm un D. es ein Volk Ess, Mörs. Bes du Schelm of bes du D., has du (mar) Geld, han ich dich lef Aach, Eup, Geld; beste reich, su beste me lef, magste sein en Sch. oder en D.; beste arm. da laf dech warm May-Trimbs. Wenn Sch. en D. sich kive (schelten) (zänke), da krit en ihrlich Mann si Peərd wer (wieder) Monsch, Aach, Dür, Heinsb; wo Sch. on D. onens gen, da kregt en ihrlige M. sei P. zureck Prüm-Ihren. Aller Anfangk es schwor, seit der D, do stohl he für et irschte en Amsel (Amboss) NBerg. He hat mech lief, wie de Kremmer den D. Mörs. Durch Suffe Spill und Lef wod mäncherein zom D Köln; Gelegenhet on Lef machen de mihtste D. Sieg. Junger Faulenzer, alder D. Saarbr. — S. ehrlich. — 2. übertr. a. Blattwinkeltrieb, Geize des Tabaks Klev. — b. ne D. ajen Keərz die vom Dochte sich ablösenden brennenden Teilchen, die an der Aussenseite der Kerze sich festsetzen u. dort weiter brennend in jene eine Furche graben Aach. Ess a de Keəz ene D., da kris du bou ene Breif. |
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