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 PfWB schnitzen (Bd. 5, Sp. 1352)   LothWB schnitzeⁿ (Bd. 1, Sp. 461a)   RhWB schnitzen (Bd. 7, Sp. 1637) 
   schnitzen schw.:
1.
a. 'Gemüse, Rüben in kleine Stücke schneiden, Äpfel und Birnen in Spalten (Viertel, Achtel) teilen', bes. für Dörrobst, schnitze (nidsə) [mancherorts, Christmann Kaulb 86 Karch Gimmdg/Muttstdt 235 Lambert Penns 138 Gal-Obl]; Part. Perf. g(e)schnitzt (gənidsd, gnidsd) [mancherorts, Lambert Penns 138]; die Äppel sch. [ KU-Kaulb RO-Dielkch Gal-Dornf]; Beere sch. [ KU-Kaulb BZ-Dernb]; Grumbeere sch. [ LA-Gommh BZ-Dernb Dierb]. Die Äppel werde geschnitzt un uf de Kuche gesetzt [ LU-Limbghf]. Die Bohne werde geschnitzt met de Hand [ LU-Limbghf]. 's is mer niemand liewer wie mein Fritz, / er freßt mer all mein Beere, die ich schnitz. / Geschnitzte Beere freßt er gern. / un sein Mädche kißt er gern. / 's is mer niemand liewer wie mein Fritz [Feierowend 8/1950 S. 5]. —
b. 'Holz (an der Schnitzelbank) mit einem Schnitzmesser bearbeiten, kleine Späne davon abschneiden, Muster oder Formen aus Holz schneiden' [ KU-Schmittw/O]. — x
2. 'schwindeln, eine Unwahrheit erzählen' [Lambert Penns 138]; vgl. PfWB Schnitz 2b; Syn. s. PfWB lügen 1a. — Südhess. V 649; RhWB Rhein. VII 1637; LothWB Lothr. 461; ElsWB Els. II 512; DWB DWb. IX 1362 ff.

 

  ElsWB  PfWB  RhWB schnitzeⁿ [nìdsə Ri. Ha.] intr. v. harmlos lügen, aufschneiden: er hat awer wieder geschnitzt!

 

  PfWB  ElsWB  LothWB schnitzen in der MA. ist schnitzeln beliebter, schnitzen mehr für die Tätigkeit des Holzschnitzers schw.: 1.a. nach dem Nhd., fast nur in der Wend. Er ös us kenem goren Holz geschnetzt Altk, Allg. Wat schnetzt de in (ein Gesicht) Siegld-Freudenbg. — b. Kartoffeln schn., in lange Streifen schneiden Birkf-Herrst. — 2. übertr. verächtl. lügen, aufschneiden Saarbr-Völkl. — Abl.: die Schnitzerei (das zu häufige, lästige, schlechte Schn. u. geschnitztes Bildwerk), dat Geschnitz.