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 PfWB schnicken (Bd. 5, Sp. 1332)   RhWB Schnick (Bd. 7, Sp. 1618) 
   schnicken schw.:
1.
a. 'etwas ruckartig fortstoßen, werfen', schnicke (nigə) [RO-Dielkch Mannw PS-Geisbg Gersb Pirmas (Kieffer 71) KB-Bubh Kriegsf LU-Maud NW-Dürkh Frankeck Kallstdt, Kühn Hamet 134 Kühn Schnitze I 254 PfId. 127, mancherorts Don Gal Krämer Gal 190

[Bd. 5, Sp. 1333]
Buch]; Part. Perf. g(e)schnickt (gənigd, gnigd) [verbr. wie Inf.]; vgl. PfWB Backofenschnicken; Zs.: PfWB fort-, PfWB herumschnicken; einen Sack uf die Schulter schnicke [ LU-Opp]. KR.: Hangawrelche (Dim. von Johann-Gabriel), schnick dei Ställche, iwwer Schraijersch Haus. Dortel, komm mol raus! [ Gal-Dornf]. —
b. 'kleine Früchte (Kartoffeln, Obst) mit einer Gerte fortschleudern', Zeitvertreib der Kinder [ RO-Obd]. —
2. 'klickern, den Klicker (oder Bohnen) mit dem (Mittel-)finger fortschnellen', schnicke [KU-A'glan Bedb Friedhs Hachb Hundh Lauteck RO-Gonb Münchw Obd O'hs Winnw PS-Winz KB-Bubh Marnh Stauf FR-Beindh Flomh Frankth Gerolsh Gr'niedh N'lein], schnecke (nęgə) [ KU-Godhs]; vgl. PfWB schicken1 1 bβ; Syn. s. PfWB knäupeln und K. 243. —
3. 'den Kopf ruckartig zurückwerfen' [ KU-Hundh]. —
4. 'stoßen' [RO-Münstapp KB-Kerzh]. Er hot mich geschnickt [ KB-Kerzh]. —
5. 'einen elektrischen Schlag versetzt bekommen', nur pass.; een geschnickt kriehe [ RO-Ruppeck]. — RhWB Rhein. VII 1617/18; Hess.-Nass. III 363; DWB DWb. IX 1327/28; Frankf. V 2794.

 

  PfWB  PfWB  ElsWB  LothWB Schnick m.: 1. Sg. t. a. --, –ø-, –ę-, –ǫ- das ruckartige Schleudern, Schlenkern; en Schn. dohn mit dem Kopfe schütteln; einen anhaftenden Fremdkörper en Schn. gen, dat e fortflüg (-fliegt); enem en Schn. gen dass er sich schnell im Kreise dreht Verbr. wie schn. 1 a. — b. -i-, dem zu schnellenden Klicker e Schn. gen einen Ruck Verbr. wie schn. 1 b. — c. -i- das Schlucken (u. Schlick) Elbf. — 2.a. -i-, Pl. -kə Buchfink May-Waldesch. — b. -ikskə, Pl. -kəs die dünne Knallkordel der Peitsche Barm.