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| PfWB schnellern (Bd. 5, Sp. 1322) | PfWB schuben (Bd. 5, Sp. 1463) | PfWB ver-schieben (Bd. 2, Sp. 1258) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'eine rasche Bewegung machen, springen, sich überschlagen (beim [Bd. 5, Sp. 1323] Sturz)', schnellere (nelərə) [mancherorts, Glass 58], schnellre (nęlrə) [PS-Gersb BZ-Dierb, Albrecht 111]; Part. Perf. geschnellert (gənęlərd) [ LU-Neuhf]; Syn. s. PfWB schnellen 1; in die Heh' geschnellert, vom Fisch, der über die Wasseroberfläche springt [ LU-Neuhf LA-Gommh]. De Fisch schnellert, wenn ein Fisch beim Flußaufwärtswandern über ein Wehr springt [ KU-A'glan ZW-Battw PS-Erfw Fehrb Pirmas]. Die Fisch schnellere (schnellre) [KU-Bedb Hundh WD-Niedkch RO-Dielkch KB-Kriegsf LU-Oggh Opp NW-Frankeck Kallstdt LA-Mörzh Land BZ-Dierb], schnellere mit dem Schwanz [ KU-Adb], schnellere in die Heh' [ LU-Limbghf], schnelleren dohin [ NW-Freinsh]. Auf und ab und ab und auf schnellert's [W. Wüst in: JKurpf. 1926 45]. RA.: Er schnellert (erum) wie e Fisch (Fusch) [ KU-Diedk ZW-Battw]. Der geht jere Sunndag sch. 'Der geht jeden Sonntag seinem Vergnügen nach' [ KU-A'glan]. — b. 'etwas ruckartig in Bewegung setzen, etwas fortschleudern, in kreisende Bewegungen versetzen', schnällre [PS-Rodalb (Bernhard 165)], schnellere [KU-Hundh Bergz (Kamm 58)], schnällere lonn (lassen), den Gummi, das Seil usw. [Glass 58]; mit Bogen und Pfeil sch. [ LU-Opp]; mit einem Gummi sch. [Glass II 58]. Und schnellerte seinen schmalen Körper zwei-, dreimal im Klingel (Klüngel 2 'Kreis') herum [W. Wüst in: JKurpf. 1927 29]. Kinderspiel: Die Kinn schnellere um Niss, sie spielen das Glückspiel, bei dem der Schneller 3 a auf einem Holzbrett die Zahl der gewonnenen oder verlorenen Nüsse anzeigt [KU-Schmittw/O Feierowend 51/1953]. Die Knaben schnellern de Dänzer an, sie nehmen einen Knopf mit 5 Löchern, stecken durch das mittlere einen Stift und lassen den 'Kreisel' (Driller 1 a) sch. [ FR-Tiefth]. — 2. bes. Bewegungen der Finger. a. 'mit zwei Fingern etwas ruckartig wegstoßen', bes. beim Kinderspiel mit Bohnen, Klickern oder Knöpfen [Ingb KL-Stelzbg NW-Frankeck Iggb LA-Mörzh BZ-Dörrb GH-Leimh, südl. Hälfte der östl. WPf, Verbr. s. K. 243]; vgl. PfWB Kaute 1 g; Zs.: PfWB fortschnellern; Syn.: abschnelzen, anschmeißen 2, Ansetzen, pfetzen 5, picken 5, picksen, pickesen, pinken2, butzen, taumisch 2, Degern, ticksen, titscheln, toppseln, dornschnäppen, fortknäubeln, fortscheibeln, fortschnärren, fortschnelzen, gaukeln 2 b, haseln2 2, herauspicksen, hicksen, hineinbullen, kauteln, kauten1 2, klickern 1, klicksen, knacksen 1bα u. β, knallen 2bβ, knällen, knällern 1, knällsen 1, knärbeln2, knarren 1b, knaubeln 1a, knaupeln 1a, knicken3, knickern2, knicksen2, knipsen 4, knobeln 2bβ, knöpfseln, knöpfsen, knurren, knorren1 5, [Bd. 5, Sp. 1324] kopfen 2, kurpeln, lämpeln 2a u. b, lenzen2 2, lotschen2, machen 4dα, rasseln, rollen 1 d, rosseln, rugeln 2, russeln 2 b, schanzen 2, schicken1 1bβ, schießen 1c, schmeißen 1a, schnakkeln 4, schnäppen 2, schnärren 1b, schnattern 5, schnätzeln, schnätzen, schnaupeln, schnellen 2a, schnelzen 2, schnelzern 2, schnicken, schnicksen, schnipsen 2, schocken 2, schuben, schucken 1 b, schupfen 1 c, schussern, spritzen; Klickerspiele s. PfWB Klickerchens, K. 243 knäupeln; die Kneppcher (Knöpfchen) schnellern [ LU-Opp]. Er schnellert [Wilms Alph. 49]. Der kann gut sch. [ KL-Reichb]. Die Knaben schnellere die Klicker met de Fengere fort [ HB-Kirrbg]. Das Sch. erfolgt in drei Etappen: Auf Eins sagt der Spieler: Schnick, auf Zwei sagt er: Schnack und auf Drei sagt er: En de Grawe! [ FR-Kindh]. — b. 'durch Zusammenschlagen der Finger einen knallenden Ton erzeugen, schnalzen' [ RO-Obd Schweisw FR-Bockh]; oft als Ausdruck der Freude (bes. bei Buben) und zur Unterhaltung der Kinder [ NW-Frankeck]; vgl. PfWB knallen 1bβ, PfWB knaupeln 2bα, PfWB schnellen 2b; mit de Finger sch. [ KU-Körbn KL-Hütschhs KB-Albish FR-Bockh LA-Birkw]. — c. 'mit den Fingern Zeichen geben', bei Weinversteigerungen kreuzen die Steigerer ihre Zeigefinger zum Zeichen dafür, daß sie bereit sind, die betreffende Nummer mit dem gerade Bietenden zu teilen [ NW-Kallstdt]. — 3. 'das Weberschiffchen durch das Webfach hin- und herschießen', schnellere [Umg. des Donnersberg (PfId. 127) RO-Wartbg Kaislt]. — 4. 'mit kurzen, schnellen Schritten gehen' [ KB-Dannfs]. — 5. 'einen (Schoppen, Schnaps usw.) trinken'; en'r schnellere [ KU-Erdb]; Syn. s. PfWB trinken 1 a; vgl. auch die Syn. zu PfWB betrinken. — RhWB Rhein. VII 1612; Hess.-Nass. III 358; Frankf. V 2789.
| 1. a. 'schieben, stoßen', schuwe (ūwə) [mancherorts westl. WPf NPf (neben PfWB schieben), BZ-Albw, Bergz (PfId. 129) Christmann Kaulb 19 Mang 111 Krämer Gal 193], schuppe [Christmann Kaulb 61]; Part. Perf. g'schob [Mang 104], geschubt u. geschob [ KU-A'glan], geschubt (von Sachen), geschoub (von Personen) [Höh 53]; vgl. PfWB schieben 1 a, PfWB schubsen, PfWB schucken1 1 c; Zs.: PfWB anschuppen, PfWB aufschuben 1, PfWB herumschupfen. 's schubt net 'Es gleitet (rollt) nicht' [ KU-Kaulb]. RA.: Er dut nore in sein Säckel sch. 'für sich sorgen' [ RO-Odh]. Er is geschuppt 'geistig nicht normal' [Schandein Notizen]. Siehschtse hullche, siehschtse schuwe / Gehlings iwwer de Wissepad [Kühn Hamet 14]. — b. 'werfen, zuwerfen' [mancherorts]; vgl. PfWB schucken1 1 a; Zs.: PfWB aneschupfen, PfWB hinaufschuppen; de Ball schuppe [ BZ-Dernb], schippe [ PS-Erfw]; Zichel (Backstään) schuppe [ NW-Frankeck]. — c. '(mit dem Klicker, mit Bohnen) schnellen', schuwe [ KU-Ehw PS-Ruhbk], schuppe [ KU-Kaulb], scheppe [ IB-Gersh]; vgl. PfWB schieben 1 b; Syn. s. PfWB schnellern 2 a. — d. 'reisen'; vgl. PfWB schieben 1 c. Er is no Kusel geschubt [ KU-Herschw/Petth]. — 2. a. 'betrügen', schuppen [Klein Prov. 140]; Syn. s. PfWB betrügen; vgl. Wolf 5203, DWB DWb. IX 2020. — b. s. die Zs. PfWB abschuben, ferner auf- 2, PfWB ver- 1 b, PfWB vorschieben 2, -schuben. — Südhess. V 781/82; RhWB Rhein. VII 1840, 1908 schuppen, schüppen; ElsWB Els. II 425 schupfen; DWB DWb. IX 2006 ff.
| 1. a. 'an eine andere Stelle schieben', verschiewe [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB verrücken 1. Er hot e verschowe Unnermaul [ NW-Geinsh]. — b. 'zeitlich verlegen, aufschieben'; ein Vorhaben verschiewe [verbr.], -schuwe [ RO-Als]; vgl. PfWB aufschieben 2. — 2. 'auf unrechtmäßige Art verkaufen', umgspr., verschiewe [verbr.]. — Südhess. II 605; ElsWB Els. II 388; Bad. II 101.
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