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| PfWB schnellern (Bd. 5, Sp. 1322) | PfWB schmeißen (Bd. 5, Sp. 1157) | PfWB schucken1 (Bd. 5, Sp. 1468) | |||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'eine rasche Bewegung machen, springen, sich überschlagen (beim [Bd. 5, Sp. 1323] Sturz)', schnellere (nelərə) [mancherorts, Glass 58], schnellre (nęlrə) [PS-Gersb BZ-Dierb, Albrecht 111]; Part. Perf. geschnellert (gənęlərd) [ LU-Neuhf]; Syn. s. PfWB schnellen 1; in die Heh' geschnellert, vom Fisch, der über die Wasseroberfläche springt [ LU-Neuhf LA-Gommh]. De Fisch schnellert, wenn ein Fisch beim Flußaufwärtswandern über ein Wehr springt [ KU-A'glan ZW-Battw PS-Erfw Fehrb Pirmas]. Die Fisch schnellere (schnellre) [KU-Bedb Hundh WD-Niedkch RO-Dielkch KB-Kriegsf LU-Oggh Opp NW-Frankeck Kallstdt LA-Mörzh Land BZ-Dierb], schnellere mit dem Schwanz [ KU-Adb], schnellere in die Heh' [ LU-Limbghf], schnelleren dohin [ NW-Freinsh]. Auf und ab und ab und auf schnellert's [W. Wüst in: JKurpf. 1926 45]. RA.: Er schnellert (erum) wie e Fisch (Fusch) [ KU-Diedk ZW-Battw]. Der geht jere Sunndag sch. 'Der geht jeden Sonntag seinem Vergnügen nach' [ KU-A'glan]. — b. 'etwas ruckartig in Bewegung setzen, etwas fortschleudern, in kreisende Bewegungen versetzen', schnällre [PS-Rodalb (Bernhard 165)], schnellere [KU-Hundh Bergz (Kamm 58)], schnällere lonn (lassen), den Gummi, das Seil usw. [Glass 58]; mit Bogen und Pfeil sch. [ LU-Opp]; mit einem Gummi sch. [Glass II 58]. Und schnellerte seinen schmalen Körper zwei-, dreimal im Klingel (Klüngel 2 'Kreis') herum [W. Wüst in: JKurpf. 1927 29]. Kinderspiel: Die Kinn schnellere um Niss, sie spielen das Glückspiel, bei dem der Schneller 3 a auf einem Holzbrett die Zahl der gewonnenen oder verlorenen Nüsse anzeigt [KU-Schmittw/O Feierowend 51/1953]. Die Knaben schnellern de Dänzer an, sie nehmen einen Knopf mit 5 Löchern, stecken durch das mittlere einen Stift und lassen den 'Kreisel' (Driller 1 a) sch. [ FR-Tiefth]. — 2. bes. Bewegungen der Finger. a. 'mit zwei Fingern etwas ruckartig wegstoßen', bes. beim Kinderspiel mit Bohnen, Klickern oder Knöpfen [Ingb KL-Stelzbg NW-Frankeck Iggb LA-Mörzh BZ-Dörrb GH-Leimh, südl. Hälfte der östl. WPf, Verbr. s. K. 243]; vgl. PfWB Kaute 1 g; Zs.: PfWB fortschnellern; Syn.: abschnelzen, anschmeißen 2, Ansetzen, pfetzen 5, picken 5, picksen, pickesen, pinken2, butzen, taumisch 2, Degern, ticksen, titscheln, toppseln, dornschnäppen, fortknäubeln, fortscheibeln, fortschnärren, fortschnelzen, gaukeln 2 b, haseln2 2, herauspicksen, hicksen, hineinbullen, kauteln, kauten1 2, klickern 1, klicksen, knacksen 1bα u. β, knallen 2bβ, knällen, knällern 1, knällsen 1, knärbeln2, knarren 1b, knaubeln 1a, knaupeln 1a, knicken3, knickern2, knicksen2, knipsen 4, knobeln 2bβ, knöpfseln, knöpfsen, knurren, knorren1 5, [Bd. 5, Sp. 1324] kopfen 2, kurpeln, lämpeln 2a u. b, lenzen2 2, lotschen2, machen 4dα, rasseln, rollen 1 d, rosseln, rugeln 2, russeln 2 b, schanzen 2, schicken1 1bβ, schießen 1c, schmeißen 1a, schnakkeln 4, schnäppen 2, schnärren 1b, schnattern 5, schnätzeln, schnätzen, schnaupeln, schnellen 2a, schnelzen 2, schnelzern 2, schnicken, schnicksen, schnipsen 2, schocken 2, schuben, schucken 1 b, schupfen 1 c, schussern, spritzen; Klickerspiele s. PfWB Klickerchens, K. 243 knäupeln; die Kneppcher (Knöpfchen) schnellern [ LU-Opp]. Er schnellert [Wilms Alph. 49]. Der kann gut sch. [ KL-Reichb]. Die Knaben schnellere die Klicker met de Fengere fort [ HB-Kirrbg]. Das Sch. erfolgt in drei Etappen: Auf Eins sagt der Spieler: Schnick, auf Zwei sagt er: Schnack und auf Drei sagt er: En de Grawe! [ FR-Kindh]. — b. 'durch Zusammenschlagen der Finger einen knallenden Ton erzeugen, schnalzen' [ RO-Obd Schweisw FR-Bockh]; oft als Ausdruck der Freude (bes. bei Buben) und zur Unterhaltung der Kinder [ NW-Frankeck]; vgl. PfWB knallen 1bβ, PfWB knaupeln 2bα, PfWB schnellen 2b; mit de Finger sch. [ KU-Körbn KL-Hütschhs KB-Albish FR-Bockh LA-Birkw]. — c. 'mit den Fingern Zeichen geben', bei Weinversteigerungen kreuzen die Steigerer ihre Zeigefinger zum Zeichen dafür, daß sie bereit sind, die betreffende Nummer mit dem gerade Bietenden zu teilen [ NW-Kallstdt]. — 3. 'das Weberschiffchen durch das Webfach hin- und herschießen', schnellere [Umg. des Donnersberg (PfId. 127) RO-Wartbg Kaislt]. — 4. 'mit kurzen, schnellen Schritten gehen' [ KB-Dannfs]. — 5. 'einen (Schoppen, Schnaps usw.) trinken'; en'r schnellere [ KU-Erdb]; Syn. s. PfWB trinken 1 a; vgl. auch die Syn. zu PfWB betrinken. — RhWB Rhein. VII 1612; Hess.-Nass. III 358; Frankf. V 2789.
| 1. a. 'einen Gegenstand werfen, wegwerfen', schmeiße (maisə) [verbr. ges. Pf, PfId. 126, Beam Penns 94 Krämer Gal 188], schmäise (męisə) [IB-Ommh (Walle 38)], schmisse (misə) [IB-Ormh lothr. SWPf]; Part. Perf. g(e)schmisse (gmisə, gəmisə) [LU-Alsh/Gr NW-Mußb Wachh verbr. VPf, Krieger 26, Lambert Penns 136 Beam Penns 94 PennsDeitsch-Eck 12. 4. 1941], g'schmesse (gmęsə) [PS-Erfw LA-Nußd Venn BZ-Stein, Karch Jockgr/Nd'horb 214], g(e)schmiss (gmis, gəmis) [KB-Kriegsf, Don-Schowe Torscha Krämer Gal 188], g'schmess (gmęs) [KU-A'glan RO-Sippf, Mang 98 NPfGV 8 1934]; vgl. PfWB brausen 2, PfWB daraufpfeffern 1, PfWB feuern 2c, PfWB geheien 1a, PfWB rugeln 2, PfWB schicken1 1bα, PfWB schleudern 1a, PfWB schmettern 1, PfWB schocken 1, PfWB schuben 1 b, PfWB schucken 1a, PfWB werfen; Zs.: PfWB ab-, PfWB ane-, PfWB an-, PfWB aufeinander-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB darauf-, PfWB tot-, PfWB durch-, PfWB Eier-, PfWB ein-, PfWB ver-, PfWB vor-, PfWB fort-, PfWB herab-, PfWB heraus-, PfWB herein-, PfWB her-, PfWB herum-, PfWB herunter-, PfWB hinab-, PfWB hinan-, PfWB hinauf-, hinaus-, PfWB hinein-, PfWB hin-, PfWB hinunter-, PfWB Kauten-, PfWB nach-, PfWB über-, PfWB um-, PfWB weg-, PfWB wider-, PfWB zurück-, PfWB zuschmeißen; Erd uff de Sarg sch. [ LA-Maik]; Schneeballe sch. [ LU-Alsh/Gr GH-Kand]; die Kläärer vum Leib sch. [ ZW-Bechhf]; sich in Gala [Bd. 5, Sp. 1158] sch. [ LU-Böhl], hat sich in Gala geschmiß [Krieger 16], sich in de Anzuuch sch. 'sich aufputzen' [Höh 144]. Schmeiß da Bolle! 'Wirf den Ball!' [Danner Penns 148]. Der schmeißt en uff de Borrem (Boden), daß em de Sack kracht [ ZW-Gr'bundb]. Er hott sich vor de Zug geschmisse, wenn einer Selbstmord begangen hat [ NW-Mußb]. Waß gischde, waß haschde hot das Schinnos die Schissel met de Grumbeere genumm un hot m'rsche met Dräck un Schpäck for die Fieß geschmeß [NPfGV 8 1934]. Unn die Bäwwel schmeißt ehr Schnerrbään 'Hinkebein' [Kunnrädel 84]. RA.: Durch dem sein Bään kann mer e Bierfässl (Rääwehääsl 'Rebholzbündel') sch., von einem mit O-Beinen [ LA-Maik, LA-Gommh Wollmh]. Wam mer die werrer die Wand schmeißt, dut se dran henke bleibe, von einer schlampigen und schmutzigen Person [ LA-Nd'hochstdt]. Domit kennd ma da e Loch inn de Kopp sch. [Westricher Kalender 1957 102]. Dem schmeiß ich en Prichel (e Knibbel, ebbes) ins Kreiz, Androhung oder Durchführung einer Züchtigung für Mensch und Tier [ LA-Gommh, KU-Bedb LU-Opp BZ-Dierb]. Hot met em Herr Parrer Griewe geß, war er so wieschterlich, hot net genunk krieht, hot er'm e paar ans Maul geschmeß, bei Ausschlag am Mund [ PS-Geisbg, KU-Nerzw HB-Höch ZW-Walshs KL-Mölschb Reichb PS-Heltbg H'einöd FR-Bockh Carlsbg Quirnh]; s. PfWB Griebe 1 a. Ich schmeiß der aach emol en Stee in de Gaarde, sagt man, um sich für einen Gefallen zu bedanken oder wenn man jemandem bei passender Gelegenheit einen Gegendienst erweisen will [LA-Gommh, verbr. ges. Pf, Thielen So rerre mer 111 Bernhard 164 Kamm 89], ebenso: Du kannsch mer ach emol e Has in die Kich sch. [Bergz (Kamm 89)]. Sie rafft die Steen uf un er schmeißt se, wenn beide gleichermaßen an einer schlechten Tat beteiligt sind [Gal-Dornf, verbr. Gal Don-Neufutok Rußl-Katht Sulz Worms]. Des isch grad, als wan mer Arbse (Erbsen) an die Wand schmeißt, von einer hoffnungslosen, sinnlosen Sache [ BZ-Billh]. Der is wie e Katz, denn kannscht sch., wie de willt, er fallt immer uf die Fieß [ Don-Liebl]. So schmeißt mer em Hund e Stick Brot hee, wenn jemand etwas unfreundlich übergibt oder hinwirft [ KB-Bischh]. Er loßt sich net aus'm Sattel sch., von einem, der sich behaupten kann und in einer Sache Festigkeit bewahrt [ NW-Geinsh, mancherorts]. Der schmeißt Hoseknepp in de Klingelbeitel, von einer geizigen Person [Krieger 11]. Mit dem esch bäis Kerschen essen, der schmeißt em die Steel ins Gesicht, von einem unangenehmen Menschen, mit dem nicht gut auszukommen ist [ BZ-Dernb]. Er schmeißt die Flint ins Korn, von einem, der vorschnell mutlos aufgibt [ SP-W'see, mancherorts]. Schmeiß de Rieme uff die Ojel (Orgel)!, Aufforderung, mit der Arbeit zu [Bd. 5, Sp. 1159] beginnen [Thielen So rerre mer 103]. Er werd bald bei 's alt Eise geschmiß, wenn einer das Greisenalter erreicht hat [ KB-Kriegsf], ähnlich: Der g'heert zum alde Eise g'schmesse, wenn einer bettlägerig ist und nicht mehr arbeiten kann [ BZ-Stein]. Die g'heeren uf d' Kelderpress g'schmesse, Verwünschung [ LA-Nußd]. Du desch (tätest) aa e Brotworscht noom Schinke sch., wenn jemand einen sehr ungleichen Tausch machen will, oder auch umgekehrt: e Schinke no rer Brotworscht sch., eine größere Sache wegen einer kleineren aufs Spiel setzen [Kaislt NW-Freinsh, Bayerland 1933 480], weitere Var. s. PfWB Schinken 1 a. Eem ebbes (en Hunnerder, Dausender, Geld) en die Ribbe sch. 'jemanden bestechen' [PS-Rodalb (Bernhard 218), LU-Friesh Opp NW-Freinsh Kallstdt Wachh Land LA-Gommh GH-Kand]; vgl. PfWB Rippe 1 a α. Er dut em e Sprenkel (zwische die Bään) sch. 'Er stellt ihm eine Falle, bereitet ihm ein Hindernis' [ HB-Kirrbg]. Der kann de Leit am beschde Sprenkel sch. [ WD-Niedkch]. SprW.: Wer die Stää uffrafft, soll se aach sch., der Urheber soll den Plan auch ausführen [Thielen So rerre mer 111]. Mer kann die Katz sch., wie mer will, die fallt immer uf die Fieß [ Buch-Illisch]. Mer schmeißt rechter oom bese Hund e Brocke hie wie em gude, wenn man in scheinbar widersinniger Weise gerade einem unangenehmen Menschen etwas zukommen läßt (um ihn gnädig zu stimmen) [Gal-Landtr]. Alde Knoche schmeißt mer hinner die Deer (Tür), so sagen alte Leute von sich [ HB-Kirrbg]. Mer kriet nix in die Ribbe geschmeß 'Leistung muß erbracht werden' [Thielen So rerre mer 103]. BR.: Der Michel schmeißt das Kraut, in den (nebligen) Herbstnächten um den Michaelistag (29. September) herum reift das Kraut, d. h. die Krautköpfe schließen sich, werden fest und hell [JKurpf. 1934 21]. Volksgl.: Wammere Kuh 's Kalb nemmt, muß mer der Schärz unnich die Dier sch., noh kriggt sie 's Heemweh net [Fogel Beliefs Penns Nr. 815]. Heit werren die Zähn ins Feier geschmisse, von gezogenen oder ausgefallenen (Milch-)zähnen, damit schneller neue nachwachsen sollen [ LU-Alsh/Gr]; eine Var. s. PfWB Bettlade 1. Volksmed.: Die feirich Ros is gleich veriwwer, / Do schmeißt mer 'n Schipp voll Feier driwwer, zur Heilung der Gesichtsrose [Birmelin Penns Gezw. 66]; s. PfWB Rose 2aβ. Un Seitesteche werd vergeh, / Do spaut (spuckt) mer drei mol uf en Stee, / Noh schmeißt mer 'n hinner sich eweg, / Un do verlosst 's eem uf em Fleck [Birmelin Penns Gezw. 68]. KR.: Nikelaus, fang die Maus / schmeiß die Katz zum Fenschder naus! (am Nikolaustag, 6. Dezember, gesungen) [ LA-Nußd]. Heut abend kommt der Nikolaus, / was will er denn mit mir? / Ich krieg ihn an der Zippelkapp / und schmeiß ihn vor die Tür (Weihnachtsspruch) [ KB-Kerzh]. Weitere KR. s. PfWB Katzuff, PfWB Schnecke. Schnell- [Bd. 5, Sp. 1160] sprechverse: Wer schmeißt dann do mit Ebbel? / Des is es Franzsepps Seppel [PS-Burgalb (Wilde 10)]. Wer schmeißt dann do mit Beere? / Des is es Franz - Sepps Pere [PS-Burgalb (Wilde 23)]. VR.: Mutter, geb'n mer e Nodel. / - Was tuschte mit der Nodel? / Säckelche nähe. / - Was tuschte mit'm Säckelche? / Steencher raffe. / - Was tuschte mit'm Steenche? / Völche sch. / - Was tuschte mit'm Völche? / Brode. Daß mei Peif soll gut, gut, guut gerode [ Gal]; Var. s. PfWB Pfeife, PfWB braten, PfWB Vogel, PfWB Mutter, PfWB Nadel, PfWB Sack. Weitere VR. s. PfWB predigen 1, PfWB Eisen 1, Fels(en)hütte, PfWB Hühnerhaus, PfWB Jakob 1 a, PfWB Schneider. Anfang eines Liedes: Wer schmeißt dann do met Gummere (Kukumer), gi, ga, Gummere [Kaislt LU-Limbghf]. Beim Kegelspiel: e Loch sch., die mittleren Kegel herauswerfen [ WD-Niedkch]; vgl. PfWB Loch 4. Er hot en Stier geschmisse, die drei hintereinanderstehenden mittleren Kegel getroffen [Krieger 44]. Beim Klickerspiel: in die Kaut sch. 'die Zielmulde treffen' [ SP-Ottstdt]; vgl. PfWB Kaute 1gα, PfWB Kauten-, PfWB Spannenschmeißen. Weitere Spiele: Steen sch. [Frankth]; vgl. PfWB Bohnchens, PfWB Knöpfchens, PfWB schnellern, PfWB Stein. — b. 'Dünger werfen, bes. Kunstdünger'; Dinger geschmeß [ KU-Kreimb]. Im Frihjohr werd geschmesse [ LA-Herxh]. Dinger uf die Wiss sch. [ NW-Wachh]. Mer schmeiße was uff die Wiss! [ LA-Roschb]. Dreck (s. PfWB Dreck 2 g) uf die Wiese sch. [ HB-Alth]. — 2. a. 'umwerfen'. Du halscht kän Mooß mehn un kän Ziel, / Deß schmeißt de schterkschte Gaul [Kühn Schnitze I 7]. Der Wein schmeißt 'ist stark, wirft (einen) um' [PfId. 126]. — b. '(hin)fallen'. Er is geschmeß [KU-Jul Rathsw NWPf PfId. 126 Thielen 100]; vgl. PfWB hin-, PfWB hinunterschmeißen; Syn. s. PfWB hinfallen. — 3. 'Junge bekommen', von weiblichen Tieren [mancherorts]; vgl. PfWB machen 1bδ, PfWB werfen. Die Loos schmeißt Junge 'Das Mutterschwein bekommt Ferkel' [ LU-Opp]. — 4. 'mit dem Hinterbein ausschlagen', Unart von Haustieren [verbr. ges. Pf, PfId. 126 Heeger Tiere 13 Mang 121 Kühn Schnitze I 253 Kühn Hamet 133, Krämer Gal 188]; vgl. PfWB Schmisser 1 a; Syn. s. PfWB ausschlagen. De Gaul schmeißt [ KU-Hundh KB-Albish Gal-Josbg]. Bass uff, der schmeißt! [ KU-A'glan]. Der Massik schmeißt! [ LU-Friesh]. Er dut sch., er is e Schmisser, e Massik [ KB-Kriegsf]. Bleib eweg, de Gaul schmeißt! [ NW-Frankeck]. Das Perd schmeißt [ KL-Matzb]. Rätsel vom Sägebock: Aich (ich) hun e Bock, der stooßt net un schmeißt net un scheißt net [ KU-Reiffb], s. PfWB Bock 4 b. — 5. übertr. a. 'mit Blicken anstarren, Blicke nachwerfen'; vgl. PfWB hinschmeißen 1 b. Die hat mer e paar Aage geschmisse 'Die hat mich verliebt angeschaut' [Krieger 26]. Brauscht ken so beese Agje nuch mer schmisse [Reichard Penns 142]. — b. 'etwas ab- oder ausstrahlen'. Die Sunn [Bd. 5, Sp. 1161] schmeißt Strahle [ LU-Alsh/Gr]. Du schmeischt awer e schmale Schadde! [ LU-Opp]. Die Grossmutter ihre Aage hen Feier g'schmisse [Penns-DeitschEck 12. 4. 1941]. Der Offe schmeißt en scheeni Hitz [Birmelin Penns Poems 52]. — 6. 'ausgeben, bezahlen, spendieren'; RA.: e Rund sch. [RO-Obd Sippf LU-Opp]; e Faß sch. [ NW-Kallstdt]. Er hot heit die Spendierhouse a, do schmeißt er e Fässel [ BZ-Dernb]. Schmeiß emool e Humbe! (s. PfWB Humpen) [ LU-Oggh]. Werds manchemol zu kunterbunt, schmeißt de Wärt e »Friedensrund« [Damm Schoggelgaul 60]. — 7. a. 'eine Sache erfolgreich erledigen' [vereinzelt]. Hurra - Hurra! ruft jetz de Schorsch. / Aldi, die Kischd isch gschmisse [Kunnrädel 77]. — b. 'jemanden grob beleidigen, vor den Kopf stoßen'; Grobheide an de Kob sch. [ RO-Obd]; de Beddel vor die Fieß sch. [Bergz (Kamm 89)]. Ich dun dir was vor die Fieß sch. [ NW-Hardbg]; vgl. PfWB vorschmeißen. — RhWB Rhein. VII 1452 ff.; LothWB Lothr. 455 schmissen; ElsWB Els. II 488 schmissen, schmeissen.
| 1. a. 'werfen, (zum Auffangen, mit leichtem Schwung) zuwerfen, durch Zuwerfen befördern', schucke [verbr., Lambert Penns 146]; vgl. PfWB handeln 2 a, PfWB handlangen, PfWB schicken1 1bα, PfWB schocken 1, PfWB schuben 1 b; Zs.: durch-, her-, herum-, herunter-, hin-, hinunter-, weg-, PfWB zuschukken; PfWB Backsteinschucken; Eier sch. 'Ostereier auf der Wiese hochwerfen (wobei die Eier nicht zerbrechen dürfen)', ein Kinderspiel [Bd. 5, Sp. 1469] [ KU-Frohnf LU-Altr]; vgl. PfWB Eierschucken. Ich schuck der de Hammer, fang en uf! [ BZ-Dernb]. Zuruf beim Zuwerfen von Backsteinen, Rüben u. ä.: Ho, schuck! [ KB-Bennhs]. Ich hab em de Balle g'schuckt [ LU-Neuhf]. Der Gaul schuckt 'wirft den Reiter ab' [ LU-Alsh/Gr]. RA.: Drohung gegen eine mißliebige Person: Ich schuck dich an die Luft! [ LU-Alsh/Gr]. — b. 'mit Klickern oder Bohnen werfen, schnellern' [vereinzelt VPf NPf]; vgl. PfWB schicken1 1bβ, PfWB schocken 2; Syn. s. PfWB schnellern 2 a. — c. 'stoßen, anstoßen' [IB-Bliesmg/Bolch Gal-Obl Krämer Gal 193]; Zs.: an-, vor-, fort-, heraus-, PfWB hereinschucken. — d. s. die Zs. PfWB verschucken. — 2. Part. Perf. a. 'entlassen'. Er is g'schuckt worre [ LU-Alsh/Gr]. — b. Part. Perf. 'verrückt, närrisch', g(e)schuckt [mancherorts, Kühn Hamet 109 Ney 103 Woll 23]; vgl. PfWB meschugge 1; Syn. s. PfWB verrücken 2 a. Du bisch jo g'schuckt [ FR-Merth]. — Südhess. V 787/88; RhWB Rhein. VII 1846/47.
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