schnell Adj., Adv.: 1. 'mit großer Geschwindig- [Bd. 5, Sp. 1318] keit, rasch, eilig', schnell (nęl) [allg., Christmann Kaulb 88, 92 Henn Mda.-Int. 69, 84 Höh 80, 87, 155 Mang 93 Müller Dietschw 66 Otterstetter 50 Schneckenburger 49, Lambert Penns 137], schnall (nal) [ RO-Rehborn]; Kompar. schneller (nęlər) [mancherorts, Henn Mda.-Int. 69 Lambert Penns 137]; Superl. de schnellscht (də nęld) (der schnellste) [mancherorts, Henn Mda.-Int. 69, Lambert Penns 137], (am) schnellschde (nęldə) [mancherorts]; Zs.: PfWB blitz-, PfWB schnabelschnell, PfWB Schnellkatharina, PfWB windschnell; e Schnelli (eine schnelle Frau) [Kaislt]; Syn. s. PfWB geschwind; weitere Syn. (für Bed. 1. und 2., mit Übergängen in die Bed. 'flink, geschickt'): alertchen 1d, alstapfer, bald 1, pärrsch, pressant, tapferig, trawall, tutswit, heiß 2c, eilends, eilfertig, eilig, eilings, einandernach, expreß 2, fertig 6, fingerfertig, flott, gählingen 1a, geschickt, gewandt, gewedelt, gewerbig, gewerblich, gewerfig, gewerflich, grippschgrappsch, hackel-di-backel, handig, händig, hart 4bβ, hoppla-hopp, hoppler-hopp, ja I3, Knall 2 (und Fall), kurz II2a, leicht 2c, lescheer 1b, scharf 2eα, schleunings, schusselig. sch. schnaufe 'hastig atmen' [ NW-Kallstdt]; e bissel schneller wie schunscht (sonst)! [ NW-Lambr]; e bißje schneller wie gewehnlich! [ KL-Schneckhs]. Mach (e bißje) sch.! 'Beeile dich!' [ KU-Kollw WD-Hoof IB-Ballw RO-Ebbg KL-Schneckhs PS-Dahn]. Mach schneller! [ ZW-Ixh]. Mach e bissel schneller! [Frankth]. Sch., mach sch.! [ NW-Frankeck]. Geh' sch. [ZW-Stamb]. Du muscht awer sch. gehn [ KL-Matzb]. Wart' a bissi, eich dun meich schnall aan 'Warte ein wenig, ich ziehe mich noch schnell an' [ RO-Rehbn]. Na ja, mer melgen (melken) dann se dritt un dann geht's schneller [LU-Muttstdt, Karch Gimmdg/Muttstdt 164]. Die Hoor wachsen awer sch. [ LU-Alsh/Gr]. Mach e bissel schneller, wand wääschd, daßd langsam bischd [Bergz (Kamm 83)]. Mach doch ebbes dodegeeche! Schnell. Die erschte haun schun ab [Ranssweiler 11]. Die letschte schiene Daa'e vergihn schneller [Ranssweiler 57]. Was war das e Gejux, Geschrei! E jeder war de Schnellsch debei [Ranssweiler 64]. Jeder meecht de schnellschte sin [Kraus Arwed 16]. Nemmt Abschied schnell vun soiner Fraa [Damm Schoggelgaul 50]. RA.: So sch. wie de Blitz 'sehr schnell' [ZW-Gr'bundb LU-Altr NW-Ellstdt LA-Impfl]. So sch. wie e ge'eelter (geölter) Blitz [ BZ-Dernb]. So sch. wie e Geeß 'Ziege' treppelt (trippelt) [Kus BZ-Dernb Sarnst]. So schnell as e Gääß 'Ziege' schwänzelt [ NW-Kallstdt]. So schnell wie e Gäßeschwänzl [ LU-Friesh]. Du bisch jo schneller wie e Kuchel aus de Bichs 'Gewehr' [Kaislt]. Sch. wie en Reh [ BZ- [Bd. 5, Sp. 1319] Dernb]. Es geht so schnell wie e Weck vom Lade 'Es geht rasch' [Rockhs]. Sch. wie de Wind (Wend) 'sehr schnell' [ LA-Roschb, mancherorts]. So schnell wie de Wind war er wirrer do [ FR-Bockh]. Er liet (lügt) so sch. wie e Gaul laaft [ KU-Trahw]. 's kummt so schnell erum wie e Läiffeier 'Das Gerücht wird schnell weitergetragen' [ KU-Schmittw/O]. Dem dräh ich die Bään erum, daß er hinnersich schneller springt wie vorsich [ LU-Opp]. Er esch schneller bei de Kripp as bei de Schipp 'Es drängt ihn eher zum Essen als zum Arbeiten' [ BZ-Dierb]. Mit der mach' ich schnellen Prozeß 'Mit ihr werde ich schnell und ohne viel Rücksicht fertig' [ BZ-Dernb]. Mer machen heit schnelli Kich 'Wir kochen heute nicht viel' [ BZ-Dernb]. E Kinnerhändl is sch. gefillt 'Ein Kind ist mit wenig zufrieden' [ LU-Friesh]. De schnellschde Reider is de Dot [ KL-Reichb]. Er hot die schnell Kathrin 'Er hat Durchfall' [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Katharina 2 c, PfWB Schnellkatharina. SprW.: Nix laaft schneller wie e Wechsel [Krieger 49]. TL.: Immer en bissel schneller [ BZ-Dernb]. — 2. 'plötzlich, unverzüglich, jäh, bald'. RA.: Halt! so schnell schießen die Preiße (Preußen) net! 'Langsam! Nur keine Übereilung!' [BZ-Dernb, NPfGV 8/1934]. Das is sch. gang, sagt man, wenn der Brautstand nicht lange währt [ NW-Frankeck]. Er is sch. owwedraus 'Er wird leicht heftig und erregt' [ FR-Laumh]. SprW.: Kloone Deppcher laafen schnell iwwer, von einem leicht aufbrausenden Menschen' [ Gal-Bagbg]. Besser schnell g'storwe wie langsam verdorwe [ NW-Kallstdt]. Viel Hänn mache dr Arweit e schnelles End [ Don-Gottlob]. BR.: Wann de Schnee en de Dreck fällt, gehrer sch. weg [ FR-Bockh]. Vorm Martini helle, kommt de Winter schnelle [ KL-Wörsb]. Wann's an Lichtmeß stirmt un schneit, is de Frihling nimmi weit; is er awwer kloor un hell, kummt de Lenz wohl net so schnell [ SP-Mechth, GH-Zeisk]. — RhWB Rhein. VII 1611; LothWB Lothr. 459; ElsWB Els. II 500; Kluge-Seebold22 647. | | Katharina f.: 1.a. weiblicher VN, früher sehr häufig, Katterine [PfId. 73], Kattrine (ˈkadrinə) [verbr. SOPf PfId. 73 mancherorts Gal], Katterin [IB-Eschring], Kattrin (ˈkadrin) [ KU-Reiffb Zweibr Gal-Dornf], Kattrin (kaˈdrīn) [ KU-Schmittw/O], Kattrie [KU-Rothsbg Heeger Südostpf. 24], (kḁdrīn) [ KU-Kaulb]; Dim.: Kattrinche (ˈkadrinχə) [ Gal-Dornf], Kattche (kadχə) [verbr. NPf mancherorts WPf verbr. Gal], (kḁdχə) [ KL-Lind], Kattcha (ˈkadχÄ) [ KL-Schallodb], [Bd. 4, Sp. 115] Kättche (kędχə, -e-) [mancherorts WPf u. NPf vereinzelt VPf], Katt(e)l [verbr. NPf mancherorts VPf Gal-Dornf], Kätt(e)l [mancherorts NPf LU-Friesh LA-Venn], Katt [KU-Reiffb mancherorts NPf (PfId. 73) PS-Windsbg Don-Schowe Torscha], Kätt [vereinzelt SPf], Trine, Trinel (drīnə, drīnəl) [vereinzelt südl. VPf]. RA.: Die es gemuschdert wie 's Gettcher Kätt 'absonderlich, geschmacklos gekleidet' [ FR-Bockh]. Sie esch gebutzt wie 's Kättel am Feierdag, dass. [ LA-Nd'hochstdt], wie 's Kättel im Herbscht, dass. [ PS-Geisbg]. Sie hat Arwet wie 's Petze Kätche 'viel Arbeit' [ KU-Bechb]. Ausdruck der Ablehnung: Peife Kättche! (verbunden mit Fingerschnalzen) [ KL-Reichb]. Ausdruck der Verwunderung: Gewitter, Kattel! [ BZ-Gossw]. Adschee, Kattche, vor'm Fenschder leit 's Geld 'Wir sind quitt, ich wünsche nicht weiter behelligt zu werden' [Kus, mancherorts]. Er hat de Kättel ehr Räddel gelehnt 'Er ist verrückt' [ NW-Iggb]. VR.: Ich un mein Kätt, mer danzen so nett, 's danzt niemand so nett wie ich un mein Kätt [Feierowend 1950, Nr. 8, S. 5]; Var. s. bei PfWB tanzen 1. Hinner meiner Goot ihr'm Haus schla(g)t e junger Kerschbaam aus. Wenn der Kerschbaam Beere gett, heirat ich meiner Goot ehr Kätt [ebd.]. Kattrinche, Philbinche, was kochschde deim Mann? Gelriebcher, Gelriebcher un Zwiwwelcher dran [verbr. Gal]. Kattrinche von Bach hot laurer schen Sach, hot Äppel gedämbt un de Finger verbrennt [ KU-Reiffb]. Vor'm Dorf draus steht e Wertshaus, wohnt e Fraa drinn, die hääßt Kätt, horr'e Henkmaul, horr'e Schlappmaul, horr'e Nous wie e Trumbet [ KL-Fischb]. Weitere Beispiele s. PfWB Apfel 1, PfWB Filippine 1a, PfWB flott 1. — b.α. e langi Kättrine 'eine überaus große weibliche Person' [ BZ-Billh]. — β. e Trinel (drīnəl) 'ein einfältiges Mädchen', auch 'eine empfindliche weibliche Person' [ LA-Ilbh]; e dummi Trine, dass. [ GH-Kand] vgl. PfWB Trine 1 u. 2. — γ. s. Zs. Batterie-, Pfarrers-, Plakken-, Dreck-, Floh-, Holler-, Hünkels-, Mehl-, PfWB Rätsch-, PfWB Schlamperkäthe (-katharina); PfWB Maria-Katharina. — 2.a. die schwarz Kattel, volkstüml. Bez. für die Zeitung [Land LU-Muttstdt]. — b. Kattrinche (kaˈdrīnχə) 'Marienkäfer' [ HB-Kirrbg]. Syn. s. PfWB Herrgottskäfer; vgl. K. 196. — c. 'Durchfall, Diarrhöe', Katt(e)rina, Katt(e)rin [vereinzelt SWPf u. VPf Don-Schowe Torscha], Kattrin [ KU-Schmittw/O GH-Kand]; die schnell K. [PfId. 73 Klein Prov. 134], die luschdich K. [vereinzelt WPf LU-Opp], die flichdich K. [ KU-Adb]; vgl. PfWB Schnell-, PfWB Springkatharina. — d.α. 'weibliche Scham', Kattrine [ NW-Kallstdt]. — β. 'Menstruation', Jungfer Katherin [Liselotte Briefe 43]. — e. das Käterle von Ketsch 'das wilde Heer' in einer alten Volkssage [Klein Prov. 219]. — f. 'Männerrock, Schwenker', Katterine [Kaislt]. — 3. 'Katharinentag [Bd. 4, Sp. 116] (25. Nov.)', s. Kathrein(e). — Südhess. III 1181 ff.; RhWB Rhein. IV 260 ff.; Lothr. 278/79; ElsWB Els. I 479; Bad. III 85/86. | | Katharina Rhfrk, Mosfrk kadrain, –dręin, –ei-, kadər-, kęd- () [aber auch kadărīnā:, –nə kad(ə)rīn; in WBitb kadrę·ŋ., kədr- ]; Rip, Berg, SNfrk kat(ă)rīnā: , katr-, katrīnχə (-nəkə) u. katri·ŋ., –tre·ŋ., kętr- , -tri·ŋ.kχə(n) ; Klevld katrin, kę- ; Kurzf Rhfrk, kadχə(n), kę- [Birkf kārər scherzh.; Kreuzn-Kirn kędəl; Saarbg-Nittel, Prüm-Burb kędō: ; Trier-Stdt kędā: ; Saarbg, Trier, Bitb kędī: ]; Rip kętχə, seltener -a-; Klevld katjə, –ā-; Rhfrk, Mosfrk drain, -ęi-, –ei- [u. -ī-; WBitb drę·ŋ.; Rip, Berg, SNfrk trīn(ā:) , tre·ŋ., –i-, tri·ŋ.kχə [SNfrk tri·n.(ə)kə, tri·ŋ.kə; NBerg trīnə]; Klevld trin, trīnā, trin(ə)kən; Siegld dīnə; Eup tī:n, ti·n.əkə; Monsch, Dür tīn(χə); Mörs-Gerdt tin; Kref tre·n.ər; Wippf-Schmitzhöhe mikən; zu frz. cathrinette die Kurzf. trinęt(χə) () Aach, Eup (-tjə), Dür, MGladb, Klev; nęta, nętəkə, nętjə Eup; nętχə Rip f. (n.): 1.a. die hl. K. u. ihr Tag (25. XI.). Barbara mat dem Turm, Margareta mat dem Wurm, K. mat dem Rädchen, dat sin drei heilige Mädchen Trier-Schleidw. Wetterregeln: Zent Kathring wörpt der kaue (kalten) Steən en der Rhin (Beginn des Winters), Gertrudes met de Mus, die hoəlt em wörem (wiederum) erus Aach, Rip, SNfrk, Geld, Mörs, Klev, Düss, Ruhr (der Gardeschlüətel MGladb-Viersen). K.dag os meinen Dag, da kimmt de lärige (leidige) Wunterdag (Winter-) Bernk-Commen, Zell-Briedel, Daun-Strotzbüsch. Wenn et für zingk Kathring schneit, dann krige mer ne kalde oder ne harde Wengkter (Winter) Grevbr-Kapellen, — dann verkalen (befrese) de Kühl (Kohl) Sieg, Köln, Erk, Kemp, Ess (et Mous Mus), — verkalt et Mos, on wenn et em März verkalt Sieg-ODollend. Wenn et Allerhellege schnit (schneit) un K.dag friert, dann friert de Rhing (Rhein) zo Ahrw. Kathreng bend de Koh an de Leng (Leine) die Weide hört auf Rheinb-Schönau. Sunter K. mäck ne Brügge (Brücke) oder breckt ne Br. (Eis) Dinsl-Gahlen. Zint Kathring ös de Ferkesping (Schweinepein) die Schlachtzeit beginnt Kemp, Geld; sinten Dresmess (Andreasmesse) es de Wengter gewess; op sint K. liən (leiden) de Ferkes Pin Geld-Leuth. Op sent Lenares en Kathrin hant de Pere (Birnen) gölde Stell (goldene Stiele) sie werden selten Eup. — Johannestag darf man nicht flicken u. K.tag nicht mit der Maschine arbeiten Koch; K.dag därf kä Rad eromgehn Wend-Baltesw. — b. der sehr beliebte [Bd. 4, Sp. 261]
weibl. Vorn. Neckverse. Kathrinche, Fillipinche, gihste möt mir ön't Gras, do peifen de Vigel, do höppt (klappert) den Has! Trier, Birkf, Kreuzn. Kadderin, Bodderstin! Trier-Stdt. Kathrinn, wie häste du de dinn? Sol. Kathrengche, K., wo es dann dinge Jong; zo Kölle op em Nümart, he schleht de decke Tromm! Eusk-Eschw. Kätt, dau bas net nett, awer deck un fett! Prüm-Kopp. Au, wie nett, sät et K.! Koch-Carden. Ganz nett, komplett, stand K. fir em Bett on fängt sech de Flih (Flöhe)! Koch-Laub. K., ech hätt geren paar Grumpern fir mei Fett; dummel dech, Bas K., sos verbrennt mir mei Fett! May-Monreal. K., Krombett, Stiwwelett, du, du! Prüm. K., Widdewett, K., W.! Sieg-Ägid. K. mät de Trompett! Prüm. K., blos de Kla(ri)nett! Merz. K., Schlabett, hot Geld geplätscht, hot Huasen (Hosen, Strümpfe) kot (gekauft), hot neist gesot (gesagt), hot vun seiner Motter Fluppes (Hiebe) kriet! Trier-Schleidw. K., Lerett, hot Geld geplätscht, hot neist gesot, wär äwer ger geheirot! Trier-Clüsserath. K., Lalett, hat et Geld verflett in der Scheier (Scheuer) bei seim Freier, hinner'm Uwen bei de Buwen uf der Bank frei un frank! Saarbg-Soest. K., Schlabett, fress de Grumpern (Kartoffeln) uhne Fett! Trier-Schleidw. Kättchen, Zalettchen, sprengt iwer den Zongk (Zaun), brecht Hals a Bän (Bein), kennt mat dem Stippchen (Stumpf) dehäm! Bitb-Feilsd. K., Bromettche, wat mechste dohem? Ech kerre (kehre) men Haus, ech streppen eng (eine) Maus, ech ma (mache) mengem Papen (Pappa) Handschoh draus! Malm-Aldring, Trier-Gilzem, — eich sötzen beim Feier ze fläte (flöten); eich kehren dat Haus, eich ströppen e Maus, do machen eich menger Modder e Paar Händschen draus! Bitb-Seimerich, K., Klanettche, wat duhste? Ich setze beim Feier zu husten; ich kehren et Haus, ich strippen de Maus, ich werfen de Dreken (Dreck, Kot) zum Fenster eraus! Bitb-Dockend. Die Räpp, Däpp, D., de Klosmannskätt, de fresst de Grumbieren ohne Fett! Wittl-Reil. Knettelekätt, hat Tubak fäl (feil), Häringskäpp (-köpfe) on Zuckerstän! Koch-Urschmitt. Kättelätsch, Bohneplätsch, geh in Geiers Garde, ropp die rore Äppel ab un loss die grine warde! Wend-Baumholder. Kädderlätsch hot's Geld verplätscht hinner'm Owe bei de Buwen, in de Scheier bei de Freier, unnerm Disch bei Fisch! Saarbr-Quierschd, Ottw-Schiffw. Kädderlätsch hot Geld geplätscht, hot Hose (Strümpfe) (Ochse) kot (gekauft) un neischt gesot! Trier, Wittl, Prüm. K., Bohneplätsch, hinnerm Uwe bei de Buwe; wart, ich werd's deim Vadder san, der werd dich aus de Bohne schlahn, aus de B. in de Klee; wart, du bischt kä Jungfrau meh! Kreuzn-Dörreb. K. Kadderlätsch, Bohneplätsch, hinnerm Uwe bei de Buə (Buben) uf de Bank spannelang; wart, ich werd's deine Mudder san, dats de bei de Buə warscht, dann kimmt die mit dem Bohnesteckelche un heit (haut) der dei Arschlächelche (-löchelchen)![Bd. 4, Sp. 262]
Simm. Wepp, w., w., sät (sagt) Schereschlipp, w., w., w., sät Katje; K. hat en Kneppmötz op, en Kn. met en Gatje (Loch)! Emmerich. Trein, ech zehjen dech bei der Lein! Koch-Laub. Tr., ech wollt, du lägs om (im) Rhein! ebd. Tr.chen, Pumpeinchen! ebd. Tr.chen, bos e Schweinchen om't Meilchen! ebd. Trin, Widewin, Widewäschlapp (du Wäschplack), sett dech op dat Karerad, fich, f., wie stenk dat! Mörs-Rumeln, Duisb. Treng, Wedeweng, Wedewäschplatt, sett de Fott für et Karrad! MGladb. Trin, op em Treppke mit dat Plümmeskäppke (Zipfelmütze)! MülhRuhr-Styrum. Trin, Begin, soət (sass) op de Stene, lockte all die Hahne benene (beieinander); die Hahne koəme gelope, Tr. mosch (musste) sin ege Fott (Gesäss) verkope! Heinsb. Tr., B., soət op de Trapp, schiət (schiss) van oəven en de Papp (Brei), koəm der Hahn gelope, woll Tr. de Fott verkope! Heinsb-Breberen. Et Tring steht an de Wäschzing (Waschzeine, –bütte)! Aach-Mariad. Treng, hoəl de Zeng (Zeine)! Schleid-Hellenth. Nettche, häste e gölde Kettche! ebd. — Andere Kinderreime. Turen, t., Trengchen mot de kromme Knouche wor sewwe Johr em Hemmel gewest, do kom et herüsgekrouche; wor et net en domm Wif, dat et net em Hemmel blief! Schleid-Berk. Sebella, Kathrina, schärmante Magrit, schöne Spilleweəken on schöne Alletit (-zeit)! Mörs-Xanten. Kathreinchen, mein Schweinchen, geht mat mir an't (ins) Gras, da peifen de Jongen, da zwitschert der Has Trier-Schleidw. Nina, kle Kengkche (Kindchen), di Motter hesch (heisst) Kathrengche, di Vatter es ne Kappesbur, wann he kömmp, dann sitt (sieht) he sur (sauer) Dür, Aach-Merkst, Klev-Üdem (häja, süssa K.), Geld-Kevelaer, Sol-Neuk (susa Singchen). Katje, sit ge bowe? Ja, Mefrauw. Ek well ow wat belowe. Gut Mefrauw: twee Pond Sucker (Zucker) en drij Flässe (Flaschen) Winn (Wein); dütt (tut) et in en Ketelje (Kesselchen), rührt et met en Lepelche (Löffel); o, wat sall dat lecker sin! Geld-Schravelen. Eich on us Kätt, mir sein su fett, et es nemes (niemand) su fett wie eich on us K. Bernk-Heinzerath. Keils Kätt ka got knebeln (unordentlich nähen) Sprechübung mit k Wittl-SpangDahlem. Appelzoppe, Biərenbrei, Katterlies (K. Elisabeth), frett (friss) frei (schnell)! Gummb-Berghsn. — RA.: Sting (Christina), Tring (K.) on Drück (Getrud) heschen (heissen) alle Burelück (Bauersleute) NBerg; Tr. on Dröck heschen all ärm Löck Schleid, Bergh, Dür, MGladb. De Katen, de Greten on de Katzen, dat sein drei rechter Ratzen Bernk-Schönbg. Wu drei Fralätt (Frauleute) an (in) äm Haus sön, de Katt häschen (heissen), da brauch ka Katz ze sön Bitb-Betting, Eck on ming Tring trecken an eng Ling (einer Leine) Elbf; Jann en Trin trochte sammen an en Lin, doə sag J. ‘hott’, doə fel (fiel) Tr. op de Fott (das Gesäss) Heinsb, Kemp, Geld, Grevbr; J. on Tr. troke an en [Bd. 4, Sp. 263]
Ling; J. let (liess) schnappe, Tr. fel op de Hacke (Fersen) MGladb-Rheind. Jö, sät (sagte) Jann, do fiel Trinn op de Fott Mörs. Et es üt met Kajche sie lebt nicht mehr lange Geld-Schravelen. Du best en braver Jong, sallst och et Kugelmeiersch Kadrinchen heiroren! Altk-Betzd. Du glöfst (glaubst) derlest (zuletzt), der Deiwel hess (heisst) Kathrinchen Altk-NFischb. — K. in Zs. mit andern Vorn. kadri·ŋ.əlis K. Elisabeth Neuw-Asb, kalis Neuw-Notschd, katərlīs Gummb-Berghsn, katlī:n K. Helene Malm; trīnəli·ă.n Remschd; gədre·n.məgrit K. Margarethe Neuw-Datzeroth; katri·ŋ.j K. Gudula Erk-Keyenbg; a·n.tre·ŋ. Anna K. Waldbr-Bladersb; a·n.əkətre·ŋ. Bergh; ję·n.əkətri·ŋ. Johanna K. Erk-Doveren; marikətri·ŋ. Maria K. Rip, Berg; mrī:kęt Bernk. — 2. übertr. a. persönl. α. Trinche einfältiges Mädchen Allg.; dat ös en geckig Katreng ein lustiges, wildes Mädchen Rheinb-Meckenh, — en sänkte (sanfte) Tring eine hässliche, aber geschmeidige Frau MGladb-Rheind, — en dicke Trine watscheliges Weib Mörs, Rees, — en schwarze Tring schmutziges W. Aach-Herzogenr, — en ful Tring träges Weib MülhRh, — en onordentleke Trinn Klev-Goch. — β. en Buren-Tring () Bauerntrampel Rip, SNfrk; en Schluppetring unordentliches, schmutziges Mädchen Düss-Stdt; en Koseltriene Ess; en Babbelstreng Schnatterweib Rheinb-Queckenbg; Truddelstreng (langsames, träges W.) van Oche (Aachen) soss (sass) am Für on schlef (schlief), flog ehr och en Fonk an de Arsch; Mordzacker, wat se lef (lief)! ebd. — γ. Tringkche Allbestell anstelliges Mädchen Köln. — δ. die klätschige Kathring Schreckgestalt, zwischen Jül-Röding u. Betthv spukend. — ε. verächtl. en al Kadrin eine alte Kuh Trier-Stdt. — ζ. kadi Name einer Kuh Trier, Bitb, Prüm; kadō: N. für ein Pferd Koch-Kaisersesch. — η. e stramme Kaddi schönes Mädchen Trier, Bitb, Prüm. — θ. die Bas Katherin Wintersonne; ei, guck, die B. K. streckt jo heit ach (auch) emol de Kopp eraus! Saarbr. — b. sachl. α. Kättche hinner de Heck Anemone Ottw-Humes. — β. de flotte Kathrin scherzh. Durchfall, Diarrhoe Kobl-Bend, Gummb-Nümbrecht; die schnell K. Saarbr-Sulzb; de luschtege K. Wend-Dörrenb. |