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 PfWB schnauzen (Bd. 5, Sp. 1269)   RhWB schnauzen (Bd. 7, Sp. 1574) 
   schnauzen schw.:
1. 'Leckerbissen stibitzen, Verbotenes naschen', bes. von Tieren, schnauze (naudsə) [ IB-Hass RO-Schweisw Semb KL-Siegb PS-Th'eischw NW-Frankeck]; Part. Perf. g'schnauzt [Lambert Penns 137]; vgl. PfWB ausschnauzen. Die Katz geht sch. [ RO-Semb]. RA.: Die schnauzt iwwerall erum 'Sie sucht, wo sie etwas zu naschen bekommen könnte' [ LU-Opp]. —
2. 'die Zähne blecken', vom Hund. De Hund schnauzt [ PS-Münchw]. —
3. 'schnauben, prusten', bes. vom Schwein, schnauze [Lambert Penns 137]; vgl. PfWB schnauben 1. —
4. 'ausschelten, herunterputzen'. Eich fange an un wollt en schnautze, / Un saat: »O krieh die Krenk, du

[Bd. 5, Sp. 1270]
Narr!« [Firmenich III 245]; Zs.: PfWB ab-, PfWB anschnauzen; Syn. s. PfWB anfahren 2 c. —
5. 'besiegen, Erster werden'. Ich hoan dich geschnauzt! [Juner 90]. Gell, heit moje han ich dich mol werre (wieder) geschnauzt! [ KU-Dittw]. — RhWB Rhein. VII 1574; LothWB Lothr. 458; Hess.-Nass. III 340; DWB DWb. IX 1211/12.

 

  PfWB  LothWB schnauzen -auts, –ǫu-, –ou- Allg. im ganzen Geb. bis einschl. Geld, Mörs, Ruhr [-ūts- Waldbr-Eckenhg] schw.: 1. absol. barsch anfahren; der kann der ävver schn. Rip, Allg. — 2. trans. a. einen schn., übertreffen, z. B. beim Turnen, Kartoffelhacken, bes. ich hon ne um e Wan (Wagen) geschnauzt sagt ein Schlepper in der Grube, wenn er einen W. mehr geladen hat als ein anderer Ottw, Saarbr; er hat mich geschnauzt ist mir zuvorgekommen Merz-Bardenb. — b. ein Holz schn., etwas von ihm weghauen, dass es besser aufsitzt, in der Bergmspr. Ottw-Eppelborn. — c. sich schn., schneuzen; der Stern schnauzt sich beim Sternschnuppenfall Kobl-Kobern. — Abl.: die Schnauzerei, dat Geschnauz, der Schnauzer.