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 PfWB Schnäpper (Bd. 5, Sp. 1237)   ElsWB Schnapper (Bd. 2, Sp. 501b) 
   Schnäpper m. (f.):
1.
a. 'einrastender Verschluß aus Holz oder Metall an Türen, Fenster; Teil des Türschlosses', Schnäpper (nębər) [BZ-Dierb Thielen 101, Don-Schowe]; Dim. Schnäpperle (nębərlə) [ NW-Haßl SP-Harths Spey GH-Nd'lustdt Schwegh]; vgl. PfWB Schneller 2 a; Abl. Geschnäpper.
b. 'Riegel an einem Zahnrad, an einer Winde, der einschnappt und sperrt' [ BZ-Albw]. KR.: Reihe, reihe, Rose, Kichlich (Küchlein) sin geblose. Wann mei Mudder Kichlich backt, nemm ich se un steck se in de Sack Genacht (gute Nacht), Mamma, Genacht, Babba; Schnebberle, Schnebberle hoppsassa [ LA-Godrst]. Ringel, Ringel, Rose, / Die schene Abrigose, / Veilche un' Vergißmeinnicht / Alle Kinder setzen sich. Kickeriki! / Ade Mama, ade Baba, / Schnebberle, Schnebberle, Hoppsasa! [Wilde 213]. —
2.
a. 'Armbrust mit schnappender Feder zum Spielen für Kinder', auch der auslösende Drücker daran, Schnäpper [ PS-Geisbg]; Dim. Schnäpperle [ GH-Schwegh]; Syn. s. PfWB Armbrust; s. K. 15. —
b. 'Auslöser am Gewehr' [Lambert Penns 137]. —
3. 'hochschnellendes Kinderspielzeug'.
a. aus einer halben Walnußschale hergestellt, Schnäpperle Dim. [ LU-Friesh]. —
b. aus dem entbeinten Brustknochen der Gans hergestellt, Schnäpper [Pirmas (Kieffer 71)]; Beschreibung s. PfWB Gänseschneller; vgl. PfWB aufschnappen 2 a, PfWB Schneller 5 b, PfWB Springer 5. —
4. Spitzname für eine Schülerin, die beim Aufsagen stets mit dem Kopf nickt, die Sch.! [Kaislt]; vgl. PfWB Schnappgrete. —
5. beim Taubenfangen.
a. 'zuschnappendes Türchen am Taubenschlag, Schnäpper [Heeger Nachl.]. —
b. 'Sitzstängchen am Ausflugloch des Taubenschlages' [ KL-Olsbr]; vgl. PfWB Taubenschnäpper 1. —
c. 'wer fremde Tauben durch Schnäppen fängt' [ KU-Schmittw/O]; s. PfWB Taubenschnäpper 2, PfWB schnäppen 2 b. —
6. 'das männliche Glied' [ BZ-Dernb]; Dim. Schnäpperlen [ BZ-Dernb]; Syn. s. PfWB Schwanz 2 a. -
7. der Vogel Mäusebussard [Don-Lenauheim]. —
8. meist als f.
a. 'loses Mundwerk, Plappermaul' [ GH-N'potz]. Der hot dr e Schnäpper! [Krämer Gal 282]. —
b. übertr. 'Schwätzerin, Vielrednerin, Frau, die unaufhörlich spricht', die Sch. [WD-Niedkch NW-Geinsh BZ-Dernb Gimmel in: PfMus. 10/1920 u. PfRSch. 27. 6. 1925]; Dim. Schnäpperche [ FR-Albsh]; Zs.:

[Bd. 5, Sp. 1238]
Geschnäpper; Syn. s. PfWB Quatschmaul. 's isch e Sch. [ GH-Schwegh]. Des is a Sch. [ LU-Opp]. —
c. 'plapperndes, viel redendes Kind, Plaudermäulchen, meist Mädchen', die Sch. [ LA-Venn]; Dim. Schnäpperle [ NW-Geinsh LA-Edk BZ-Dernb], Schnäpperche [ KL-Weilb]. Was war's jo doch e Schnepperche, / Mein herzig, goldig Debberche, / Mein Eenziges - mein Lißche! [Müller Hahnepeter 71]. —
d. 'vorlautes Mädchen', Schnepper [Kühn Schnitze I 253 Kühn Hamet 134]. —
9. s. PfWB Aderlaß-, PfWB Schröpfschnäpper. — RhWB Rhein. VII 1547/48 Schnappe, Schnäppe, 1549/50 Schnapper, Schnäpper; LothWB Lothr. 457; ElsWB Els. II 502; Schwäb. V 1030 Schnapper, Schnäpper; Hess.-Nass. III 360 Schnepper; DWB DWb. IX 1173, DWB 1317/18 Schnepper; Frankf. V 2772.

 

  PfWB  RhWB Schnapper [ʿSnàpər Roppenzw. Blotzh. Obhergh. Ruf. M. Kerzf. K. Z.] m. 1. Atemzug. Noʰ (dann) het er noch e S. gemacht un drnoʰt is er gstorweⁿ Hf. s. auch Schnaps 3. 2. Biss. Dr Hund het mⁱr e S. gëⁿ Obhergh. 3. Taschenmesser mit kräftig federnder Klinge M.; Vorrichtung zum Zuschnappen Hag. Bayer. 2, 575. Schwäb. 472.