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| PfWB schnäken (Bd. 5, Sp. 1220) | DWB schnauken (Bd. 15, Sp. 1208) | |||||||||||||||||||||||
1. a. 'wählerisch, empfindlich, zimperlich im Essen sein, appetitlos Speisen verschmähen', schnäke (ngə) [KU-Schmittw/O IB-Bliesmg/Bolch RO-Als Mannw PS-Rodalb (Bernhard 164) LU-Alsh/Gr LA-Herxh Venn BZ-Albw GH-Rülzh, Thielen 101], schnäike (nęigə) [ KU-Schmittw/O], schnäcke (negə) [Ingb Gal-Bagbg Josbg]; vgl. PfWB pienseln, PfWB bisseln, PfWB bitzeln, daherwurgsen, PfWB femeln 2 c, PfWB fenseln, PfWB geiern, PfWB herumbitzeln, -kämern, -klämen, -klamschen, -kleimeln, -knäbern, -knämscheln, -knänscheln, -läppeln, -läppern, -picken, -piensen, -schmäckeln, -schnucksen, -schnuppern, PfWB käfern, PfWB klämschen, PfWB klämsen, PfWB kläuspern, PfWB knämscheln, PfWB knämschen, PfWB knatschen, PfWB knätschen, PfWB knauscheln, PfWB knauseln, PfWB knäuspeln, PfWB knauspern, PfWB läppeln, PfWB laußen 2, PfWB schmausen 3, PfWB schnippeln 2, PfWB schnuckeln 1, PfWB schnucken, PfWB schnurfeln 2; Zs.: ver-, PfWB herumschnäuken. — b. 'heimlich essen, probieren, sich das Beste aus dem Essen aussuchen', schnäke (ngə) [ KU-A'glan KB-Morschh LU-Alsh/Gr NW-Frankeck LA-Herxh]. — 2. a. 'naschen, Süßigkeiten essen', schnäke (ngə) [allg. ges. Pf, Bernhard 164 Heeger Südostpf. 13 Bayer Hackm. 62 Journ. 4/1787 215 Juner 89 PfId. 126 Schandein Ged. 248 Thielen 101], schneke (nēgə) [PS-L'mühl KB-Dreis FR-N'lein Karch Gimmdg/ Muttstdt 235 Klein Prov. 134 Schneckenburger 31 Krämer Gal 189], schnaike (naigə) [KU-Obw/Tiefb (um 1934 als veraltet gemeldet) Kaulb Mang 135], schnecke (nęgə) [Ingb NW-Frankeck], schnecka (nęgÄ) [ NW-Geinsh], schnacke (nagə) [ KU-Adb]; Part. Perf. geschnäkt [PfId. 126 Krämer Gal 189]; vgl. PfWB verschnäuken, PfWB schlecken, PfWB schnuckeln 1; sch. gehe [ ZW-Bottb]; Honich sch. [ FR-Mörsch]. Er schnekt [GH-Rh'zab (um 1934 als veraltet gemeldet)]. Er schnäkt gern 'Er geht gerne an Konfekt' [ NW-Haßl]. Das Minnekätzel schnäkt [ BZ-Dernb]. Ich honn da'ss schunn gudd hunnerdmohl gesaad, dasse voorm Esse nix schnääge sollschd! [IB-Ensh (Glass 105)]. Isch glejch beleidischt, plärrt erum, / schnäkt, bis se dick isch wie e Trumm [Kraus Gloori Bagaasch 33]. Der schnekt mer nix, das Kinn (Kind) is zu gescheid [Schandein Ged. 15]. Am Ascht e Abbel: der ahnt, daß Schnäwwel ball Schnibbel schnäke [Kraus Grikkelmaus 58]. — b. 'nach (verbotenen) Leckereien suchen, heimlich daran naschen', schnäke [KL-Vogb, Müller Dietschw 66], schneke [ KU-Albb]; vgl. PfWB herumschnäuken 1, -schnausen, -schnauzen, -schnuffeln, -schnüffeln, PfWB mausen1, PfWB schlecken 2, PfWB schmausen 2. — [Bd. 5, Sp. 1221] c. 'Geld für Süßigkeiten ausgeben', schnäke [ IB-Aßw]; vgl. PfWB verschnäuken 1 a. — d. 'an Bonbons usw. mit der Zunge lecken' [ KU-Frankb ZW-Mauschb FR-Kl'karlb]. — Auszugehen ist von mhd. snöuken 'heimlich gehen' ( Lexer Lexer II 1043). Die Entsprechung zu mhd. -öu- im Rheinfränkischen lautet -ää- oder -aa-. — RhWB Rhein. VII 1567 schnäuken; LothWB Lothr. 459 schneiken; ElsWB Els. II 498/97; Schwäb. V 1024 schnaken, 1039 schnäuken; Hess.-Nass. III 315 schnäcken, 334 schnauken, schnäuken; Kluge-Seebold22 649 schnökern; DWB DWb. IX 1208, DWB 1284, DWB 1321 schneuken.
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