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 PfWB Schmatz (Bd. 5, Sp. 1150)   RhWB schmatzen (Bd. 7, Sp. 1444) 
   Schmatz, Schmätzm. (f.):
1. 'Kuß; ein lauter, herzhafter Kuß', Schmatz (mads) [verbr. Pf, Klein Prov. 127 Schandein Ged. 248 PfId. 126, Lambert Penns 136], (mḁds) [ BZ-Dierb], de Schmätz (męds) [NW-Weish/S, mancherorts Pf, vereinzelt Don Krämer Gal 257], die Schmätz [ KU-Frankb]; häufig nur Dim. (im Umgang mit Kindern): Schmätzche, Schmätzje [mancherorts WPf, mancherorts Don Krämer Gal 188 Buch-A'frat], Schmatzche [ HB-Mimb], Schmatzje [ FR-Colgst], Schmätzel [mancherorts mittl. u. südl. VPf], Schmatzel [ PS-Th'eischw NW-Haßl LA-Wollmh]; Pl. Dim.: Schmätzcher [ RO-Bistschd]; vgl. PfWB Geschmatz, PfWB Schmatzen, PfWB Schmatzer; Syn. s. PfWB Kuß 1. Das Wort wird neben anderen altmda. Bez. wie PfWB Kußmaul, PfWB Maul 1 b und PfWB Schmutz1 (schon um 1925) von neuerem Kuß abgelöst. Schmatz gewwe [ ZW-Bechhf]. Geb mer e Schmätzje! [ KU-Kaulb Kreimb]. Dann streicht se um mich wie e Katz, / un gebt mer als aa noch e Schmatz [Albert Bei uns 6]. Du Ännche, gibscht die feschte Schmätzjer [Kraus Gutsjer 38]. Kumm her, mei Schätzche! / Alleweil krie'n meer zwee aach e Schmätzche [Münch Werke I 480]. Volksbr.: Wenn beim Spinnen einem Mädchen der Faden reißt, kann einer der anwesenden Burschen den Spinnrocken und die Spule an sich nehmen, die durch e Schmatz wieder ausgelöst werden können [Carl Pfalz im Jahr 420

[Bd. 5, Sp. 1151]
Zeitw. Gal. 2]. VR.: Lieb Ammieche, lieb Ammieche, / mein herzallerliebschter Schatz, / jetz sin mer so allen beisamme, / jetz gibscht de mer emol e Schmatz! [Hebel 63]. —
2. 'Liebkosung, Streicheln der Wangen', e Schmätzel gewe [ PS-Gersb]. — RhWB Rhein. VII 1444 ff.; LothWB Lothr. 454; ElsWB Els. II 490.

 

  PfWB  PfWB  ElsWB  ElsWB  LothWB  LothWB schmatzen -ats- Verbr. s. die einzelnen Bed. schw.: ein Geräusch verursachen (< schmacketzen zu schmacken I) 1. etwas schm., hinwerfen, dass es knallt, bes. von weichen Sachen; etwas op de Eər schm., hin-, darschm. OAltk, Siegld. — 2. bei besonderen Geräuschen. a. beim Essen mit den Lippen ein Geräusch machen, mit lautem Geräusch bei offenem Munde mit der Zunge schnalzen, schmatzend essen Rhfrk [-ęts- Saarbr-GrRosseln], Mosfrk in Trier, Kobl, May, Westerw, im Siegld-Geisweid Siegen, im Berg in Sol, Elbf, Mettm, anschliessend n. einschl. Ruhr, Mörs-Orsoy, Geld, Kref, Kemp, MGladb-Rheydt, Neuss-Nievenh, Bergh-Blatzh, Jül; s. auch schmätschen. — b. einen schm., ihm einen lauten Kuss geben (meist scherzh. gemeint) Rhfrk [-ęts- Simm-Dill Kirchbg, Bernk-Woppenr; -atsələ u. -tsə Kreuzn-Simmern unter Dhaun]; Mosfrk an der Saar, in Trier, Bitb-Bollend (selten), uMos von Zell an, Westerw, Siegld; sonst vereinzelt Elbf, Sol, Duisb; -ǫts- Erk-Elmpt, Kemp. RA.: Iərsch lecken, dann schm., dann hauen on kratzen von der Ehe Sol. — Abl.: die Schmatzerei, dat Geschmatz, der Schmatzer.