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 PfWB Schmatz (Bd. 5, Sp. 1150)   ElsWB schmätzeⁿ (Bd. 2, Sp. 490a) 
   Schmatz, Schmätzm. (f.):
1. 'Kuß; ein lauter, herzhafter Kuß', Schmatz (mads) [verbr. Pf, Klein Prov. 127 Schandein Ged. 248 PfId. 126, Lambert Penns 136], (mḁds) [ BZ-Dierb], de Schmätz (męds) [NW-Weish/S, mancherorts Pf, vereinzelt Don Krämer Gal 257], die Schmätz [ KU-Frankb]; häufig nur Dim. (im Umgang mit Kindern): Schmätzche, Schmätzje [mancherorts WPf, mancherorts Don Krämer Gal 188 Buch-A'frat], Schmatzche [ HB-Mimb], Schmatzje [ FR-Colgst], Schmätzel [mancherorts mittl. u. südl. VPf], Schmatzel [ PS-Th'eischw NW-Haßl LA-Wollmh]; Pl. Dim.: Schmätzcher [ RO-Bistschd]; vgl. PfWB Geschmatz, PfWB Schmatzen, PfWB Schmatzer; Syn. s. PfWB Kuß 1. Das Wort wird neben anderen altmda. Bez. wie PfWB Kußmaul, PfWB Maul 1 b und PfWB Schmutz1 (schon um 1925) von neuerem Kuß abgelöst. Schmatz gewwe [ ZW-Bechhf]. Geb mer e Schmätzje! [ KU-Kaulb Kreimb]. Dann streicht se um mich wie e Katz, / un gebt mer als aa noch e Schmatz [Albert Bei uns 6]. Du Ännche, gibscht die feschte Schmätzjer [Kraus Gutsjer 38]. Kumm her, mei Schätzche! / Alleweil krie'n meer zwee aach e Schmätzche [Münch Werke I 480]. Volksbr.: Wenn beim Spinnen einem Mädchen der Faden reißt, kann einer der anwesenden Burschen den Spinnrocken und die Spule an sich nehmen, die durch e Schmatz wieder ausgelöst werden können [Carl Pfalz im Jahr 420

[Bd. 5, Sp. 1151]
Zeitw. Gal. 2]. VR.: Lieb Ammieche, lieb Ammieche, / mein herzallerliebschter Schatz, / jetz sin mer so allen beisamme, / jetz gibscht de mer emol e Schmatz! [Hebel 63]. —
2. 'Liebkosung, Streicheln der Wangen', e Schmätzel gewe [ PS-Gersb]. — RhWB Rhein. VII 1444 ff.; LothWB Lothr. 454; ElsWB Els. II 490.

 

  PfWB  LothWB  RhWB schmätzeⁿ [matsə Olti. Dü. Bf. Illk. K. Z. Betschd. Bühl; mætsə Str.] 1. geräuschvoll essen, schmatzen. Er schmätzt grad wie e Säüle, wënn s grüeni Epfl frisst Dü. Nuⁿ hes awer gschmätzt, hn? nicht wahr, das hat geschmeckt? Illk. Vgl. schnalzeⁿ. 2. vor Hitze lechzen, von Kranken und Dürstenden. Er het Hitz, dass er deⁿ ganzeⁿ Taj muess s. Hf. 3. küssen, herzen Olti. Bayer. 2, 560.