Schlüten m.: 1. 'beim Pflügen im nassen Boden entstehende Erdscholle', Schliede (līdə) [ LU-Dannstdt], Schlere (lērə) [ KU-Eisb RO-Als], Schlele (lēlə) [ LA-Leinsw]; Pl. wie Sg.; Syn. s. PfWB Scholle. — 2. 'alter, ausgetretener Schuh', Schliede [Spey]. — RhWB Rhein. VII 1417 and. Bed. | | Scholle f., Schollen m.: 'fester Erdklumpen, wie er beim Pflügen entsteht', der Scholle [verbr. VPf SPf SWPf, mancherorts Don Rußl-Speyer], Schulle [ GH-Neubg], die Scholl [Frankth LU-Altr NW-Frankeck, vereinzelt Don Gal]; Zs.: PfWB Eis-, PfWB Erd-, Gras-, Grund-, Schneescholle. Syn.: PfWB Bollen1 1, PfWB Brocken I1bα, PfWB Klumpen 1b, PfWB Knorren 4a, PfWB Schlumpen, PfWB Schliebe 2, PfWB Schlüten, PfWB Schnitte 3, PfWB Schübel 1a, PfWB Schülpe(n) 2c, Schwolle(n); Scholle kloppe 'Schollen zerkleinern' [verbr.], klänner mache, dass. [ LA-Wollmh]. Die Hack verschlaat jedi Scholl [Kraus Unser Babbe 71]. RA.: dohocke wie e Krott uf eme Scholle [LU-Oggh, NW-Kallstdt LA-Ilbh BZ-Dierb PfL 30. 1. 1932 Bayerland 1933, S. 480 Feierowend 20/1949 7 Hartmann Unkel 40], uf 're Scholle [Hebel 14], uf de Scholl [ NW-Hardbg]. Dem geheere e paar Scholle mäh (auf seinen Sarg ins Grab), von einem Taugenichts [ KB-Kerzh]. SprW.: Scholle kloppe un Märe wecke esch unnäirich (ist unnötig, denn die Schollen zerfallen, wenn es regnet und die Mädchen stehen auf, wenn sie ausgeschlafen haben) [ BZ-Dierb, Albw]; [Bd. 5, Sp. 1403] Var. s. PfWB Tütz 1 b. Südhess. V 699/700; RhWB Rhein. VII 1707/08; Rhein. IX 1341/42 K. N 22; LothWB Lothr. 464; ElsWB Els. II 409. | | -schwollen m.: dass., -schwolle [ Gal-Bruckth]; dafür häufiger das Simpl. PfWB Schwollen. Syn. s. PfWB Schollen. |
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