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| PfWB schlupfen (Bd. 5, Sp. 1126) | RhWB ausstoppen (Bd. 8, Sp. 746) | |||||||||||||||||||||||
1. a. 'sich gleitend, geschickt (durch eine Öffnung) in eine Richtung bewegen', schluppe (lubə) [verbr. (außer Südostecke), Bertram § 124 Christmann Kaulb 19 Heeger Südostpf. 11 Mang 108 Müller Dietschw 65 Schneckenburger 27, 40 Lambert Penns 136 Krämer Gal 188], schlupfe (lubfə) [Südostecke der Pf]; Zs.: PfWB dadurch-, PfWB darüber-, PfWB darunter-, PfWB durch-, PfWB ver-, PfWB fort-, PfWB heim-, PfWB heraus-, PfWB herein-, PfWB herüber-, PfWB herum-, PfWB hinab-, PfWB hinauf-, PfWB hinaus-, PfWB hinein-, PfWB hin-, PfWB hinüber-, PfWB hinunter-, PfWB nach-, PfWB unter-, weg-, PfWB zurückschlupfen. Die Maus schluppt ins Loch [ KU-Adb]. Die Hinkelcher schluppe unner die Gluck [ ZW-L'wied]. De Mairer (Maurer) schluppt in de Backowe, um ihn auszumauern [ KU-Schmittw/O]. Der es em dorch die Finger geschluppt [ RO-Dielkch]. Die Sunn [Bd. 5, Sp. 1127] schluppt hinner die Wolke [ KU-Bedb]. De Mund iss in die Wolke g'schluppt [Birmelin Penns Gezw. 53]. Wann die Katz ehre Kopp dorch e Loch bringt, kann se aach dedorch sch. [ KU-Schmittw/O]. RA.: Er esch in de Hanf g'schluppt 'Er hat Selbstmord begangen (sich am Hanfseil aufgehängt)' [ LA-Frankw]. Er schluppt em noch in de Orsch 'Er schmeichelt sich würdelos ein' [ KU-Schmittw/O]. Es schluppt ehr unner de Rock, von einem Kind, das sich ängstlich an die Mutter hält [ PS-Schmalbg]. Er schluppt zu er 'Er hat (ein heimliches, intimes) Verhältnis mit ihr' [ KB-Bennhs, mancherorts], schluppt unner die Schurz, dass. [ LA-Ranschb]. De Valtin schluppt zu de Luwis, dass. [ KU-Schmittw/O]. Ich wellt, ich kennt in e Mausloch sch. 'Ich möchte mich (aus Scham) verkriechen' [ LA-Nd'hochstdt]. Schlupp in de Backofe, dann bischt außer de Welt!, sagt man zu einem, der sich einer unangenehmen Situation entziehen möchte [LA-Nußd, vereinzelt VPf]. BR.: Wann die Sunn in de Sack schlupft 'vor ihrem Untergang in einer Wolke verschwindet', gibt's Rechewedder [ BZ-Steinf]. Volksmed.: Bei Nesselsucht muß man in e Mehlsack sch. [ KU-Bedb]. Brauchspruch bei Mutterwehen: Mudder, du sollscht rucke, durch meinen Daumen sollschde sch. [ BZ-Albw]. VR.: Hoschde Hunger? - Schlupp in die Gummer! [Wilde 81, Var. ebd.]. Is ders heeß? - Schlupp in die Geeß [ KU-Diedk]; einen weiteren VR.: s. PfWB kreischen1 1 a. — b. 'untertauchen, untergehen'. De Nache is g'schluppt 'Der Nachen ist untergegangen' [ LU-Altr]. — 2. 'in ein (aus einem) Kleidungsstück schlüpfen' [verbr.]; in de Mandel (Hut, Ärmel) sch. [KU-Diedk, verbr.]; in die Hosse (Schuh, Strimp, Klääder) sch. [LA-Ranschb, verbr.]. Schlupp emol in de Wammes! [ KU-Kollw]. Ich schlupp schnell in mein Anzug [ LA-Nd'hochstdt]. Komm, schlupp!, sagt der Fuhrmann, wenn er dem Pferd das Kummet anzieht [ BZ-Dernb]. Die Mäde, die schluppe / trotz Kält in's dinn Kläd [Kraus Pädcher 16]. RA.: unner die Haub sch. 'sich verheiraten' [ KU-Nerzw, mancherorts]. Die Sunn schluppt in die Hose 'versinkt in Wolken' [ ZW-Gr'bundb]. Volksgl.: Mit wellre Hand as en Bobbel 'Baby' 's erscht Mol in die Kleeder schluppt, weist, ebs rechts oder links werd [Fogel Beliefs Penns Nr. 93]. — 3. 'ausschlüpfen, aus einem Ei, einer Verpuppung, einer Knospe herauskommen' [verbr.]; vgl. PfWB ausschlüpfen. Die Hinkelcher schluppe aus de Schal [ KL-Wörsb]. Die Bien sinn frisch geschluppt [ KL-Matzb]. Sie schluppe aus de Woll, die Knospen des Weinstocks [ LA-Rhodt GH-Freckf]. RA.: wie aus em Ei geschluppt 'frisch, neu, adrett' [ KU-Jettb, mancherorts]. Der esch erscht aus de Schal geschluppt 'Er ist noch zu jung, zu unerfahren' [ BZ-Stein]. — Südhess. V 476; RhWB Rhein. VII 1409 schluppen; ElsWB Els. II 469, ALA I 187.
| [Bd. 8, Sp. 747]
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